Das Integrationsteam informiert:

Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM)

Mit der Novellierung des Sozialgesetzbuch (SGB) IX durch das Gesetz zur Förderung der Ausbildung und Beschäftigung schwerbehinderter Menschen ist das BEM gesetzlich eingeführt worden.

§ 84 Absatz 2 Satz 1 bestimmt entsprechend: „Sind Beschäftigte innerhalb eines Jahres länger als sechs Wochen ununterbrochen oder wiederholt arbeitsunfähig, klärt der Arbeitgeber mit der zuständigen Interessenvertretung im Sinne des § 93, bei schwerbehinderten Menschen außerdem mit der Schwerbehindertenvertretung, mit Zustimmung und Beteiligung der betroffenen Person die Möglichkeiten, wie die Arbeitsunfähigkeit möglichst überwunden werden und mit welchen Leistungen oder Hilfen erneuter Arbeitsunfähigkeit vorgebeugt und der Arbeitsplatz erhalten werden kann (betriebliches Eingliederungsmanagement).“

Ziel des BEM ist es in vertrauensvoller Zusammenarbeit zwischen Arbeitgeber und Beschäftigten unter Beteiligung der zuständigen Interessenvertretungen nach Möglichkeiten zu suchen, durch den Arbeitsplatz bedingte oder verstärkte Ausfallzeiten für die Zukunft zu vermeiden oder zumindest zu verringern.

Die Teilnahme am BEM ist freiwillig, ein Abbruch des Verfahrens ist jederzeit möglich.

Die Fachhochschule Südwestfalen bietet auch den Beschäftigten auf deren Antrag ein BEM-Verfahren an, wenn noch keine längerfristige Erkrankung vorliegt, dies aber aufgrund der Arbeitsplatzsituation konkret befürchtet wird. In einem solchen Fall kann die /der Beschäftigte einen formlosen Antrag an den BEM-Koordinator, Herrn Bösterling, stellen.

Chancen des BEM

Das betriebliche Eingliederungsmanagement bietet die Chance, mehr für erkrankte und behinderte Beschäftigte zu tun, aber auch die Arbeitsbedingungen präventiv genauer zu betrachten. Insgesamt ist der Ansatz als Teil eines umfassenden Gesundheitsmanagements zu verstehen, da er neben der Integration vor allem auch die Prävention für alle Beschäftigten beinhaltet.

Das BEM bietet eine systematische Auswertung der betrieblichen Gesundheitsgefährdungen und „krankmachenden“ innerbetrieblichen Faktoren einschließlich des Führungsverhaltens von Vorgesetzten, um Initiativen zur gesundheitsfördernden Verbesserung der Arbeitsbedingungen zu ergreifen. In dieser Kombination lässt sich ein Frühwarnsystem für gesundheitliche Beschwerden und Erkrankungen entwickeln.

Risiken des BEM

Grundsätzlich zielt ein betriebliches Eingliederungsmanagement darauf ab, Ursachen für Erkrankungen zu beseitigen und damit Krankheit oder erneute Erkrankungen zu vermeiden. Damit entfällt auch der Anlass für krankheitsbedingte Kündigungen. Gelingt es trotz eines intensiven betrieblichen Eingliederungsmanagements nicht, erneute Erkrankungen zu vermeiden, kann es tatsächlich zu krankheitsbedingten Kündigungen kommen. Solche Kündigungen sind allerdings auch ohne ein betriebliches Eingliederungsmanagement unter bestimmten Voraussetzungen rechtlich möglich. 

Integrationsteam

Zur Durchführung des BEM wird an der FH SWF ein Integrationsteam gebildet. Das Kernteam besteht aus

  • Herrn Weißmüller (BEM-Beauftragter)
  • Frau Hopkins (Personaldezernat)
  • Herrn Bösterling (BEM-Koordinator)

Am individuellen BEM-Gespräch können auf Wunsch der / des Beschäftigten weitere Mitglieder des Integrationsteams teilnehmen:

  • Frau Lange (Stellvertreter: Herr Jakob) oder ein durch den / die betroffene Person gewähltes Mitglied des Personalrats der Beschäftigten in Technik und Verwaltung,
  • Herr Buschmann (Stellvertreter: Herr Poschmann) oder ein durch den / die betroffene Person gewähltes Mitglied des Personalrats der wissenschaftlich Beschäftigten,
  • Frau Driesen (Stellvertreterin: Frau Küper), Gleichstellungsbeauftragte,
  • Herr Grotzki (Stellvertreter: Herr Schwarz), Vertrauensperson der Schwerbehinderten,
  • Frau Neumann oderHerr Horstmeyer, als Fachkraft für Arbeitssicherheit,
  • Frau Dr. Kehl, als Betriebsärztin und
  • eine psychologische Fachkraft

Außerdem kann eine Person des Vertrauens hinzugezogen werden.

Die Mitglieder des Integrationsteams werden im Verhinderungsfall durch die benannten jeweiligen stellvertretenden Personen ersetzt. Bei Bedarf können weitere interne oder externe fachkundige Personen oder Stellen wie z.B. der betriebsärztliche Dienst, das Integrationsamt oder soziale Ansprechpartnerinnen oder Ansprechpartner hinzugezogen werden. Die Mitglieder des Integrationsteams unterliegen der Schweigepflicht und sind nicht befugt, personenbezogene Informationen, die sie über das BEM erhalten, an Dritte weiter zu geben. Ausnahmen sind im Einzelfall nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Betroffenen zulässig.

Das Integrationsteam wird von der BEM-Koordinatorin oder dem BEM-Koordinator organisiert und ist das Steuerungsgremium in allen BEM-Angelegenheiten. Die Umsetzung der Eingliederungsmaßnahmen verfügt die Hochschulleitung auf Basis der Empfehlungen des Integrationsteams. Das Integrationsteam trifft sich in regelmäßigen, von ihm festgelegten Abständen sowie bei Vorliegen eines konkreten Bedarfs, der von jedem Mitglied des Integrationsteams bei der BEM-Koordinationsstelle angemeldet werden kann.

Das Integrationsteam überprüft jährlich die Akzeptanz und die Wirksamkeit des BEM-Verfahrens als Ganzes wie auch die der durchgeführten Einzelmaßnahmen und leitet ggf. Verbesserungen ein. Abgeleitet aus den Erkenntnissen der Evaluationsmaßnahmen schlägt das Integrationsteam den Hochschulgremien im Rahmen eines jährlichen Erfahrungsberichts Maßnahmen zur Verbesserung des Gesundheitsschutzes für die Beschäftigten vor.

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