Doppelter Abiturjahrgang: Die Fachhochschule Südwestfalen ist für 2013 gut gerüstet
„Anmietungen von Kinosälen, Autohäusern oder Baumärkten für Vorlesungen wird es bei uns nicht geben und auch die personelle Betreuung der Studierenden ist sicher gestellt“, stellt Prof. Dr. Claus Schuster, Präsident der Fachhochschule Südwestfalen klar. Die Fachhochschule Südwestfalen ist gut gerüstet für 2013.
In diesem Jahr erwerben an den nordrhein-westfälischen Gymnasien zwei Jahrgänge (G8 und G9) gleichzeitig die Hochschulreife. Nach aktuellen Prognosen des NRW-Wissenschaftsministeriums werden dann rund 179.000 Studienberechtigte mit Fachhochschulreife und Hochschulreife erwartet, gegenüber den Prognosen für 2012 rund 50.000 Studienberechtigte mehr. Bereits zum Wintersemester 2011/12 gab es einen Ansturm auf die Studienplätze des Landes. Mit 3.239 Neueinschreibungen verzeichnete die Fachhochschule Südwestfalen gut 1.000 Erstsemester mehr als im Vorjahr.
Bis Ende 2011 wurden bereits 139 Neueinstellungen durchgeführt, darunter 40 Professorinnen und Professoren, 46 Lehrkräfte für besondere Aufgaben, 38 Wissenschaftliche und 15 sonstige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Darüber hinaus schaffen bauliche Erweiterungen an allen Standorten Platz für die kommenden Studierenden. Komplettiert wird der Hochschulausbau durch den neuen Studienort Lüdenscheid.
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Aus Alt mach neu!
Das ehemalige Hochspannungslabor, in dem Generationen von Studenten in die Geheimnisse der Hochspannung eingeführt und unzählige Prüfungen für die heimische Industrie durchgeführt wurden, ist aufgelöst worden. Generatoren und Kugelfunkenstrecken haben mittlerweile in einem Unternehmen in Hessen einen neuen Standort gefunden. Nach dem Umbau entsteht dort ein Hörsaal mit 195 Plätzen. Die alte Maschinenhalle wird ebenfalls reaktiviert. Hier wird ein zentraler DV-Bereich mit Pool- und Seminarräumen eingerichtet. Das Einziehen einer Decke ermöglicht später eine zweigeschossige Nutzung. Zusätzliche Raumkapazitäten erhält die Hochschule durch die Nutzung der früheren Räumlichkeiten der FernUniversität. Im ehemaligen Reinraumlabor wird zukünftig die Versuchsanlage für Licht- und Solartechnik untergebracht. Die Verlagerung der DV in die Maschinenhalle schafft im Hauptgebäude neue Büro- und Seminarflächen für die Fachbereiche. Auch die Hagener Bibliothek wird erweitert. Alle Baumaßnahmen werden bis zum Frühjahr 2013 abgeschlossen.
Zusätzliches Verwaltungsgebäude
Seit Januar letzten Jahres gibt es auch am Standort Iserlohn mehr Raum für Lehre und Labore. Die Zentralverwaltung der Hochschule ist in ein angemietetes Bürogebäude in der Iserlohner Innenstadt gezogen und hat dadurch den Fachbereichen rund 1000 qm Hauptnutzfläche zusätzlich zur Verfügung gestellt.
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Erweiterungsbau in Meschede
Bereits 2006 entstand am Standort Meschede ein moderner Neubau, der im vergangenen Jahr um einen Erweiterungsbau mit Hörsaal-, Seminar- und Büroflächen ergänzt wurde. Herzstück des Erweiterungsbaus ist eine 900 Quadratmeter große Multifunktionsfläche, die sich in drei Hörsäle für jeweils 150 Studierende unterteilen lässt. 34 zusätzliche Büroarbeitsplätze, 60 studentische Arbeitsplätze und drei Seminarräume erhöhen zudem die Kapazität am Standort Meschede. Insgesamt wurde mit dem Erweiterungsbau eine zusätzliche Hauptnutzfläche von rund 1660 qm geschaffen. In der Bibliothek freuen sich die Studierenden über einen neuen Lese- und Arbeitsraum.
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Dachflächenausbau und neue Hörsaal- und Laborgebäude
Auch am Standort Soest wurden erst kürzlich Bauarbeiten abgeschlossen. Dort entstanden ein neues Hörsaal- und Bürogebäude sowie ein neues KfZ-Laborgebäude. Der Bürotrakt beherbergt unter anderem das Wissenschaftliche Zentrum Frühpädagogik (WZF).
Rund 355 qm Hauptnutzfläche für Büro- und Seminarräume wurden zusätzlich durch den Ausbau des Dachgeschosses des Gebäudes des Fachbereichs Agrarwirtschaft neu geschaffen. Ein neues Glasfasernetz sorgt darüber hinaus auch für besseren und schnelleren Datendurchsatz auf dem Campus.
Neuer Studienort Lüdenscheid
Im März 2012 wurde nach rund einjähriger Rekordbauzeit das neue Fachhochschulgebäude am Studienort Lüdenscheid eingeweiht. Platziert in Bahnhofsnähe und eingebunden in das Regionale-Projekt „Denkfabrik Lüdenscheid“ bietet der Neubau insbesondere den Studierenden aus dem Südkreis die Möglichkeit zum ortsnahen Studium.
2008 erhielt die Fachhochschule Südwestfalen im Rahmen des Wettbewerbs zum Ausbau der Fachhochschulen in NRW grünes Licht zum Aufbau eines neuen Studienortes in Lüdenscheid. Gemeinsam mit der Hochschule hatten sich die Stadt Lüdenscheid, die SIHK, der Arbeitgeberverband und die heimische Industrie für das Ausbauprojekt der Fachhochschule stark gemacht. Zum Sommersemester 2012 haben die ersten 322 Studierenden und sechs Professoren den Neubau bezogen. Langfristig bietet das Gebäude Platz für 500 Studierende, einen möglichen Erweiterungsbau haben Stadt und Hochschule aber bereits im Blick.
Das neue Hochschulgebäude mit rund 2.200 qm Hauptnutzfläche wurde im Rahmen eines Investorenmodells errichtet. 25 Büros für Professoren und Mitarbeiter und 14 Labore, darunter auch ein Demonstrations-OP, sowie Multifunktionsflächen stehen zur Verfügung.
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