Vor der Geburt

Bundesstiftung „Mutter und Kind- Schutz des ungeborenen Lebens“

Die Bundesstiftung unterstützt seit 1984 schwangere Frauen in Notlagen, um ihnen die Entscheidung für das Leben des Kindes und die Fortsetzung der Schwangerschaft zu erleichtern. Eine Notlage liegt dann vor, wenn die Einkünfte der Frau den finanziellen Bedarf für Schwangerschaft, Geburt sowie Pflege und Erziehung des Kleinkindes nicht decken und andere staatliche Leistungen nicht rechtzeitig oder ausreichend zur Verfügung stehen.

Bedürftige Schwangere können einmaligen Leistungen z. B. für die Erstausstattung des Kindes, Kindermöbel oder Haushaltsgegenstände erhalten. Die Höhe der Hilfe richtet sich nach der persönlichen Situation und Notlage der Schwangeren. Ein Rechtsanspruch besteht jedoch nicht.

Der Antrag ist frühzeitig bei einer Schwangerschaftsberatungsstelle vor Ort zu stellen.

Mutterschutz

Das Mutterschutzgesetz (MuSchG) gilt für alle Frauen, die in einem vertraglich festgelegten Arbeitsverhältnis (auch Ausbildung, Teilzeit- und Heimarbeit) in Deutschland stehen. Weder Staatsangehörigkeit noch Familienstand spielen eine Rolle.

Der gesetzliche Mutterschutz schützt die Gesundheit der schwangeren Frau und des Kindes vor Gefahren und Überforderung am Arbeitsplatz, sowie vor finanziellen Einbußen. Achten Sie daher bei studentischen Praktika unbedingt darauf, mit welchen Chemikalien und welchen Geräten Sie umgehen und sprechen Sie die Laborleitung darauf an.

Die Schutzfrist beginnt sechs Wochen vor und endet acht Wochen (bei Früh- und Mehrlingsgeburten zwölf Wochen) nach der Geburt des Kindes.

Während der gesamten Schwangerschaft bis vier Monate nach der Geburt gilt ein absoluter Kündigungsschutz.

Ausführliche Informationen finden Sie auch in der Broschüre „Mutterschutzgesetz - Leitfaden zum Mutterschutz“ vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Leistungen der Krankenkassen für werdende Mütter und für Kinder

Werdende Mütter, die selbst oder als Familienangehörige in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert sind, haben Anspruch auf zuzahlungsfreie Mutterschaftshilfe. Darunter fallen folgende Leistungen:

  • Ärztliche Betreuung und Hebammenhilfe
  • Versorgung mit Arznei-, Verband- und Heilmitteln
  • Stationäre Entbindung (nicht in Privatkliniken)
  • Häusliche Pflege (bei einer ambulanten oder einer Hausgeburt): Dieser Anspruch besteht nur, wenn eine im Haushalt lebende Person die Frau nicht im erforderlichen Umfang pflegen und versorgen kann. Die häusliche Pflege muss bei der Krankenkasse grundsätzlich vor Tätigwerden der Pflegekraft beantragt werden. Dem Antrag ist eine ärztliche Bescheinigung beizufügen mit Angaben über Grund, Art, Umfang und voraussichtlicher Dauer der häuslichen Pflege
  • Mutterschaftsgeld

Mutterschaftsgeld

Anspruch auf Mutterschaftsgeld haben Studentinnen nur, wenn sie bei Beginn der Schutzfrist in einem laufenden Beschäftigungsverhältnis stehen (gilt nicht bei befristeten Verträgen, die vor der Schutzfrist enden). Das Mutterschaftsgeld gilt als Ersatz für entgangenen Lohn während des Mutterschutzes und beträgt max. 13 Euro pro Tag. Ist das Einkommen höher, müssen die fehlenden Beträge vom Arbeitgeber gezahlt werden.

Beantragt wird das Mutterschaftsgeld unter Vorlage einer ärztlichen Bescheinigung bei der jeweiligen Krankenkasse.

Studentinnen, die geringfügig beschäftigt und über die Eltern oder den Partner familienversichert sind, haben Anspruch auf Mutterschaftsgeld in Höhe von maximal 210 Euro für die gesamte Mutterschutzzeit. Das vollständig ausgefüllte Antragsformular ist zusammen mit dem errechneten Entbindungstermin an das Bundesversicherungsamt zu richten:
Bundesversicherungsamt
- Mutterschaftsgeldstelle -
Friedrich-Ebert-Allee 38
53113 Bonn
Tel.: 02 28/619-18 88
E-mail: mutterschaftsgeldstelle@bva.de

Weitere Informationen wie ein Merkblatt für Mutterschaftsgeld und das Antragsformular finden Sie auf der Infoseite für Mutterschaftsgeld.