Prüfungsbedingungen / Nachteilsausgleich

Nach § 3 Absatz 5 Satz 2 des Hochschulgesetzes Nordrhein-Westfalen finden die besonderen Bedürfnisse behinderter und chronisch kranker Studierender an den Hochschulen Berücksichtigung.

Aus den Prüfungsordnungen der Fachhochschule Südwestfalen ergibt sich, dass Studierende, die aufgrund ihrer Behinderung oder chronischen Krankheit die Studien- oder Prüfungsleistungen nicht in der eigentlich vorgeschriebenen Form erbringen können, die Möglichkeit haben, schriftlich einen Nachteilsausgleich zu beantragen. Die vorgeschlagene, modifizierte Form der Prüfung muss einen gleichwertigen Nachteilsausgleich ermöglichen.

Verfahren

Studierende, die Nachteilsausgleiche benötigen, sollten sich rechtzeitig vor der Prüfung mit dem zuständigen Prüfungsausschuss/Prüfungsamt, dem Prüfer oder der Prüferin oder anderen zuständigen Stellen in Verbindung setzen. Nachteilsausgleiche sind immer individuelle Einzelfallentscheidungen, bei denen die Hochschulen einen Ermessensspielraum haben. Einen Anspruch auf eine bestimmte Form des Nachteilsausgleiches gibt es nicht.

Mögliche Modifikationen von Prüfungsordnungen (Die Liste ist nicht abschließend):

* Schriftliche Ergänzungen mündlicher Prüfungen oder schriftliche statt mündlicher Prüfung (z.B. für Studierende mit Hör- und Sprachbehinderungen)

Der Nachweis der Beeinträchtigung ist erforderlich, z.B. durch ärztliches Attest.

Wichtig

Ein Nachteilsausgleich kommt nur bei einer Behinderung in Betracht, die den Prüfling auch tatsächlich für die betreffende Prüfung beeinträchtigt. Somit werden durch den Nachteilsausgleich die fachlichen Anforderungen nicht reduziert. Es handelt sich bei einem Nachteilsausgleich nicht um eine Erleichterung, sondern um eine bedarfsgerechte Gestaltung von Bedingungen, um behinderten und chronisch kranken Studierenden das Absolvieren von Studien- und Prüfungsleistungen unter gleichwertigen Bedingungen zu ermöglichen.