Mit Beeinträchtigung ins Ausland:
Sonderfördermittel nutzen

Studierende mit Beeinträchtigungen können Sonderfördermitteln bekommen, wenn sie mit ERASMUS+ oder DAAD-Programmen ins Ausland gehen.

Neben dem Auslands-BAföG sind Stipendien auch für Studierende mit Beeinträchtigungen die wichtigste Finanzierungshilfe für ein Auslandsstudium. Bei der Vergabe der Stipendien findet in der Regel ein Auswahlverfahren statt, in dem die fachliche Qualifikation und persönliche Eignung geprüft werden.

Bei der Planung eines Auslandsaufenthalts entstehen häufig Schwierigkeiten, weil zusätzlich zum Lebensunterhalt beeinträchtigungsbedingte Mehrbedarfe/Mehrkosten finanziert werden müssen. Auslands-BAföG und Stipendien berücksichtigen diese Zusatzkosten nicht.

Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) stellt für seine Stipendiat/innen Sonderfördermittel bereit, um ungedeckte beeinträchtigungsbedingte Zusatzkosten zu finanzieren.

Mit ERASMUS+ ins Ausland

Für Studien- und Praktikumsaufenthalte in Europa nutzen Studierende besonders gern das ERASMUS+-Programm:
Der Studienaufenthalt wird dabei an einer Partnerhochschule absolviert, mit der die Fachhochschule Südwestfalen eine ERASMUS-Kooperationsvereinbarung geschlossen hat. Diese Partnerhochschulen finden Sie hier.

Eine Praktikumsstelle müssen sich Studierende selbst suchen, werden dabei aber vom Akademischen Auslandsamt in Iserlohn / Soest unterstützt.

Sonderförderung für Studierende mit Behinderungen

Studierende mit Behinderungen können für Studien- oder Praktikumsaufenthalte, die sie im Rahmen von ERASMUS+ durchführen, Sonderfördermittel für ungedeckte beeinträchtigungsbedingte Mehrkosten beantragen. Die Mittel werden direkt bei der Fachhochschule Südwestfalen beantragt. Informationen und Anträge gibt es bei Christine Lange im Akademischen Auslandsamt.

Mehrkosten

Beeinträchtigungsbedingte Mehrkosten können beispielsweise entstehen für
• die An- und Abreise,
• eine barrierefreie Unterkunft,
• eine zusätzliche Unterkunft für eine notwendige Assistenz,
• technische oder personelle Hilfen am auswärtigen Hochschulort oder
• ungedeckte medizinische Betreuungsleistungen.

Beantragung

Antragsberechtigt sind Studierende, die eine Behinderung mit einem Grad der Behinderung von mindestens 50 haben. Auf Antrag erhalten Studierende entweder eine pauschale Förderung, deren Höhe an die jeweiligen Länderfördersätze gekoppelt ist, oder – wenn das nicht reicht – einen Zuschuss auf Basis der realen Mehraufwendungen (in der Regel maximal 10.000 Euro).

Folgende Dokumente müssen dem Antrag beigelegt werden:
• Nachweis der Schwerbehinderung durch Ausweis oder alternative Nachweise
• Ablehnungen der Kostenübernahme für die beantragten Maßnahmen durch andere Stellen.
• Wenn ein Zuschuss auf Basis der Mehraufwendungen beantragt wird, muss außerdem eine detaillierte Kostenschätzung beigelegt werden.

Pauschal geförderte Studierende brauchen keine Einzelnachweise zum Einsatz der Sonderfördermittel zu erbringen. Sie ergänzen den obligatorischen Erfahrungsbericht zum Abschluss des Auslandsaufenthalts mit Angaben zu den beeinträchtigungsbedingten Aspekten.

Studierende, die größere Mehraufwendungen haben und dafür Mittel beantragen, müssen entsprechende Einzelnachweise erbringen. Anträge auf Sonderfördermittel, die über der Pauschalsumme liegen, müssen mindestens zwei Monate vor Antritt des Studienaufenthalts im Ausland bei der zuständigen Stelle des DAAD vorliegen.

Am besten lassen Sie sich dazu im Akademischen Auslandsamt der Fachhochschule Südwestfalen beraten.

Austauschprogramme des DAAD

Studierende mit Beeinträchtigungen können sich für alle Stipendien des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) bewerben. Er ist der wichtigste Stipendiengeber für Auslandsaufenthalte

Sonderförderung für Studierende mit Behinderungen

Um die Auslandsmobilität von deutschen DAAD-Stipendiat/innen mit Behinderung oder chronischer Krankheit zu erleichtern, übernimmt der DAAD auf Antrag die auslandsbedingten und durch eine Behinderung oder chronische Erkrankung begründeten Mehrkosten bis zu einer Obergrenze von in der Regel 10.000 Euro. Aber nur wenn diese Kosten nicht nach vorhergehender Prüfung von anderen Trägern oder der Krankenversicherung übernommen werden.