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Elektrotechnik ist alles. Außer Mainstream

Warum Elektrotechnik?

Warum Elektrotechnik? Eine einfache Frage, auf die es viele überzeugende Antworten gibt. Wir haben diese Frage Unternehmen in der Region gestellt. Lesen Sie doch mal, welche Antworten man bei Infineon in Warstein auf diese Frage für Sie hat. „Man“, das sind in diesem Falle HR-Director und Betriebsleiter Friedrich auf der Heiden, die Leiterin der Berufsausbildung Sylvia Dohmen und „Talent Attraction Manager“ Martin König.


Warum Elektrotechnik?

Friedrich auf der Heiden: Elektrotechnik, Physik und Co. klingen nicht „sexy“. Aber wenn man sich auf dem Stellenmarkt umschaut, sieht man: Die Chancen sind da. Im Vergleich zu anderen Studiengängen ist Elektrotechnik ein sehr guter Weg, einen zukunftsorientierten Job zu bekommen. Allein am Infineon-Standort Warstein haben wir im letzten Jahr rund 20 Elektrotechnik-Ingenieure eingestellt.

Sylvia Dohmen: Als Elektrotechniker gestaltet man Zukunft mit. Nachhaltigkeit ist da ein wichtiges Thema, beispielweise in der Elektromobilität oder den erneuerbaren Energien. In Vorstellungsgesprächen merken wir, dass junge Menschen sich damit identifizieren und sagen: „Ich will Teil dieser Story sein“.

Ist Elektrotechnik nicht eher von gestern?

Martin König: Im Gegenteil, Elektrotechnik ist heute praktisch in jeder Neuentwicklung. Nehmen Sie den neuen BMW i3. Das Halbleitermodul „Hybrid Pack“ für den Antriebsstrang wurde hier in Warstein entwickelt und wird hier produziert. Insgesamt sind in dem Fahrzeug 75 Halbleitermodule verbaut, vom Airbag bis zur Zentralverriegelung.

Friedrich auf der Heiden: Unsere Halbleitertechnologie finden Sie in Haushaltsgeräten oder Elektromobilen, in Medizintechnik aber auch in Windkraftanlagen oder Zugantrieben. Beispielsweise fährt die Metro in Manhattan mit Infineon-Halbleitern.

Martin König: Und das wird künftig eher mehr. Der Engineering-Anteil in den Produkten steigt. Einen großen Teil unseres Umsatzes machen wir heute mit Produkten, die nicht älter als fünf Jahre sind. Hier wird Innovation betrieben und dafür brauchen wir auch künftig Elektroingenieure.

Ein Vorurteil zur Elektrotechnik lautet, die Inhalte seien eher „staubtrocken“. Wie sehen Sie das?

Friedrich auf der Heiden: E-Technik ist nicht staubtrocken, da steckt eine ganze Menge Spaß dahinter. „Fun-Faktor“ bei der Elektrotechnik ist die unmittelbare Anwendbarkeit des Gelernten, im Studium und auch später im Betrieb. Es ist eben nicht nur sprödes Lernen.

Sylvia Dohmen: Vor allem ist der Einsatz elektrotechnischer Anwendungen sehr sinnvoll. Elektrotechnik hilft, die Welt heller, freundlicher und grüner zu machen. Wir schätzen, dass durch Einsatz unserer Produkte etwa 35 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden. Das finde ich nicht staubtrocken, sondern unheimlich spannend.

Ist das aus Ihrer Sicht ein Grund, bei Infineon in Südwestfalen zu arbeiten?

Sylvia Dohmen: Ja sicher. Infineon zählt laut Dow Jones Sustainability Index zu den nachhaltigsten Unternehmen der Welt. Außerdem gehören wir als Ausbildungsbetrieb zu den Top-Arbeitgebern in Deutschland.

Friedrich auf der Heiden: Viele Schüler und Studierende assoziieren uns aber leider nicht mit dieser Region. Nur wenige wissen, dass es uns hier in Warstein gibt. Dabei sind wir Weltmarktführer.

Martin König: Deshalb sind wir im Personal-Recruiting sehr aktiv. Das Wichtigste ist für uns das Know-how unserer Mitarbeiter. Dafür bieten wir Verlässlichkeit und Entwicklungsperspektiven. Wir haben hohe Ansprüche an unser Personal, unser Personal aber auch an uns. Das gilt auch oder gerade für die Elektrotechniker.

Zahlen, Daten, Fakten:

Die Infineon Technologies AG beschäftigt weltweit über 35000 Mitarbeiter an 32 Forschungs- und 20 Fertigungsstandorten. Am Standort Warstein arbeiten davon etwa 1900 Beschäftigte. Hier begann 1946 die Produktion von Gleichrichtern durch die AEG. Heute umfasst das Technologieportfolio zahlreiche Anwendungen von Mikroelektronik. Infineon hält mehr als 25000 Patente und Patentanmeldungen. Der Jahresumsatz 2014 betrug 5795 Millionen Euro.

Alles. Außer Mainstream.

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