Impressionen vom Girl's Day 2012

Am 26. April 2012 fand zum zwölften Mal der Girls’Day statt. Wie der Name schon verrät, ein Tag, ausschließlich für Mädchen. An diesem Zukunfts-Mädchentag haben sie die Möglichkeit, in die unterschiedlichsten „Männerberufe“ ’reinzuschnuppern.

Auch die Fachhochschule Südwestfalen in Iserlohn nahm dieses Jahr wieder teil und bot den jungen Schülerinnen Schnupperkurse im technischen sowie ingenieurwissenschaftlichen Bereich an. „Ich klicke, also bin ich...“ war einer von vielen angebotenen Kursen. Unter der Leitung von Dipl.- Ing. Georg Overmann und unter Mithilfe von Informatikstudent Tobias Holke gingen die Schülerinnen der Frage auf den Grund „Was weiß das Internet über mich? “

Mit einer kurzen Videoeinführung ging es los und schnell wurde klar, das Internet weiß mehr als gedacht. In einer Art „kleinem Wettkampf“ sollten die Mädchen anschließend anhand des Internets möglichst viel übereinander herausfinden. Obwohl sie sich zuvor nicht kannten, konnten sie sich nach ihrer kurzen Recherche Details wie Hobbys, Wohnorte oder Geburtsdaten gegenseitig zuordnen. Die Mädchen erfuhren: Manche Informationen können wehtun, daher sollte man möglichst wenig preisgeben.

Erstaunt waren die Schülerinnen vor allem von einer Tatsache: „Es ist überraschend, dass das alles legal passiert ist“, sagt Jennifer Wallutt (13), Schülerin einer Realschule in Letmathe „Über die eigene Homepage sind es zwei bis drei Schritte bis zum detaillierten Profil.“ Die Öffentlichkeit, die das Internet bietet, kann auch schnell mal gefährlich werden, hat auch Jule Heinz-Fischer (13), Schülerin des Ruhrtal Gymnasiums in Schwerte gelernt: „Krass, wie schnell die Polizei vor der Tür stehen kann!“

Alles wurde gut vermittelt und Georg Overmann hat sich viel Mühe gegeben, das Thema anschaulich und verständlich zu gestalten. Abschließend zum Einblick in die Internetwelt zieht Jule für sich als Fazit: „Was ich ’reinstelle, kommt auch ’raus!“ Für die meisten Mädchen war es die erste Teilnahme am Girls’Day, aber alle sind sich einig, dass es nicht die Letzte war. „Der Girls’Day ist eine gute Vorbereitung auf das schulische Praktikum“, findet Jennifer. Sie wollen auch nächstes Jahr alle wieder teilnehmen.

Von Leonie Lechelt, Schülerin Klasse 10 des Hildegardis-Gymnasiums in Hagen