Ausbildungsinitiative Roboter AG
Aufgrund des sich immer dramatischer zuspitzenden Ingenieurmangels in Deutschland entstand die Idee, mit einer Ausbildungsinitiative schon früh auf Schüler allgemeinbildender Schulen zuzugehen und das Interesse an Technik gezielt zu fördern. Diese Initiative ist als Gemeinschaftsaktion der Fachhochschule Südwestfalen in Meschede und Industrieunternehmen der Region zu sehen und soll aus unterschiedlichen Teilaktionen bestehen.
In verschiedenen Gesprächen im Vorfeld mit Fachlehrern und Schulleitern verschiedener Gymnasien stellte sich heraus, dass der Kontakt Hochschule/Unternehmen in der Oberstufe eigentlich nicht mehr die Rolle bei der Berufsentscheidung von Schülern hat - die Weichen sind oft schon gestellt, der Besuch eines Mathematik- oder Physikleistungskurs früh in Frage gestellt. Der Tenor in den Gesprächen war einhellig, dass Aktionen so früh wie möglich stattfinden sollten, z.B. in der sogenannten Differenzierungsstufe (Klasse 9 und 10) in Form verschiedener Aktivitäten, die "Spaß auf Technik" bringen sollen. Eine erste Aktion wird die sogenannte Roboter-AG sein. Für dieses erste Projekt konnten das Städtische Gymnasium Meschede sowie das Städtische Gymnasium Erwitte gewonnen werden.
In dieser Roboter-AG sollen die Schüler mit Hilfe von Lego-Mindstorm aus dem Lego-Dacta-Programm das Konstruieren (und später auch das Programmieren) selbstentwickelter Roboter erlernen. Einen Workshop in den Räumen der Hochschule mit einer Schülergruppe des Städtischen Gymnasiums Meschede im Sommer 2002 war ein voller Erfolg! Ziel der AG soll zunächst sein, dass die Schüler eine gewisse Routine im Umgang mit dem für solche Zwecke hervorragend geeigneten und vielfach erprobten Lego-System bekommen. Sie sind dann fit für einen schulübergreifenden Wettbewerb! In der letzten Woche vor den Sommerferien werden dann Schülergruppen der beteiligten Gymnasien in den Räumen der Hochschule drei Tage lang eine Wettbewerbsaufgabe lösen. Am Nachmittag des dritten Tages wird es dann zur Wettbewerbsaustragung kommen, bei dem es natürlich für die Schüler etwas zu gewinnen geben wird. Die Durchführung dieses abschließenden Wettbewerbs wollen wir öffentlichkeitswirksam gestalten.
Der organisatorische Ablauf ist nun wie folgt geplant:
Die Hochschule betreut die AG's mit einem extra hierfür eingestellten Studenten und einem Dozenten des Maschinenbaus. Personalaufwendungen seitens der Schule entfallen weitgehend. Die AG's werden im Anschluss an den Unterricht über ca. 8 Wochen in Räumen der jeweiligen Schule durchgeführt. Die Roboter-Kästen werden den Schulen kostenfrei zur Verfügung gestellt. Da die Hochschule die gesamte Organisation und Betreuung übernimmt, können die Industrieunternehmen sich an den Kosten für die Beschaffung der notwendigen Lego-Mindstorm-Kästen beteiligen (ca. 1500 EUR pro Schule bzw. AG-Gruppe). Um einen öffentlichwirksamen Start einer AG zu haben, schlagen wir vor, dass die Roboter-Kästen von einem Vertreter des Unternehmens der Schule in Anwesenheit der Schulleitung, der Hochschulvertretung und des betreuenden Studenten und der Presse übergeben werden.
Wir würden uns freuen, wenn wir Sie von unserer Idee begeistern konnten und Sie als Kooperationspartner bzw. Sponsor gewinnen können.
Prof. Dr.
Jürgen
Bechtloff









