Studiengang Technische Informatik

Inhalt des Studiengangs

Der Studiengang Technische Informatik versteht sich als interdisziplinärer Studiengang an der Schnittstelle zwischen Informatik und Elektrotechnik. In diesem Studium beschäftigen Sie sich mit mit dem Einsatz von Hard- und Software in technischen Systemen.

Dazu gehört die Entwicklung problemangepasster Rechnersysteme, die Integration in das zu steuernde System sowie die Programmierung der und die Kommunikation zwischen den einzelnen Teilsystemen. Dies ist insbesondere deshalb wichtig, weil in komplexen Systemen in der Regel mehr als nur ein Computer eingesetzt wird. In einem modernen Auto arbeiten z.B. mittlerweile fünfzig und mehr Computer, die zusammen für den Komfort, die Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs und die Erhöhung der Sicherheit verantwortlich sind. Ein weitreichendes Anwendungsgebiet der Technischen Informatik sind z.B. Fragestellungen aus dem Bereich der Automatisierungstechnik.

Studienschwerpunkte

Der Studiengang Technische Informatik vermittelt die benötigten Kenntnisse aus den Bereichen Informatik und Elektrotechnik, die für den Einsatz des Computers in technischen Systemen vorausgesetzt werden. Dies sind neben den Grundlagen insbesondere folgende Schwerpunkte:

Hardwaretechnik:

Für den Einsatz von Computern in technischen Systemen ist ein grundlegendes Verständnis vom Aufbau und der Funktionsweise von Computern unerlässlich. Das Spektrum umfasst einfache 8-Bit-Controller bis hin zu 32-Bit-Systemen. Da häufig Spezialsysteme eingesetzt oder aber spezielle Anpassungen an die technische Umgebung realisiert werden müssen, werden Verfahren zur Realisierung von Hardware-Schaltungen vermittelt. Dabei wird insbesondere der Einsatz programmierbarer Bausteine betrachtet.

Softwaretechnik

Dieser Bereich umfasst nicht nur die Programmierung in C, C++ und Java, sondern auch die Verfahren zur Realisierung großer Softwareprojekte. Hinzu kommen spezielle Programmierungstechniken der Technischen Informatik, wie z.B. die Echtzeitprogrammierung oder spezielle Algorithmen zur Optimierung technischer Systeme. Besonderer Wert wird auf die frühzeitige und umfangreiche Planung von Softwareentwicklungen gelegt. Hier stehen insbesondere die Methoden des Software Engineerings im Vordergrund. Die Einführung in moderne Softwarewerkzeuge und Entwicklungsumgebungen gehört ebenso zu den vermittelten Lehrinhalten, wie die Berücksichtigung effizienter Algorithmen.

Kommunikations- und Betriebssysteme

In der Technischen Informatik werden wenn immer möglich Standard-Komponenten eingesetzt. Dazu gehören etablierte Kommunikationssysteme wie z.B. das Internet oder Betriebssysteme wie WINDOWS oder UNIX / LINUX. Der Einsatz dieser Systeme in technischen Umgebungen setzt jedoch besondere Kenntnisse voraus die im Studium der Technischen Informatik vermittelt werden.

Industrielle Bildverarbeitung

Die Methoden der Bildverarbeitung werden zunehmend in vielen Bereichen eingesetzt, z.B. in der Qualitätssicherung, in der fehlerhaft produzierte Bauteile erkannt werden sollen, oder in der Sicherheitstechnik, in der mit Hilfe der Bildverarbeitung Gefahren abgewendet werden sollen.

Qualitätsmerkmale des Studienganges

Neben der fachlichen Ausbildung werden weitere Kenntnisse und Fähigkeiten vermittelt, die für einen Erfolg in der Berufswelt von großer Bedeutung sind. In speziellen Veranstaltungen werden Soft Skills wie Arbeitsorganisation, Teamfähigkeit oder Projektmanagement geschult. Zudem werden Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre und des Marketings vermittelt.

Alle Veranstaltungen werden von den Professoren und Professorinnen durchgeführt, wobei er/sie bei den Praktika und den Projektarbeiten gegebenenfalls von einem Mitarbeiter unterstützt wird. Durch den guten Kontakt mit den Studierenden wird den Lehrenden zeitnah deutlich, welche Inhalte vertieft werden müssen und wie neue Inhalte verstanden worden sind. Dies ist Voraussetzung für ein Studium, das eine gründliche, anwendungsorientierte Qualifikation engagierter Studierender zum Ziel hat.

Dem Studiengang Technische Informatik liegen die zentralen Qualifikationsziele des Fachbereichs zugrunde:

  • Gute Einstiegschancen in die Berufswelt
  • Erfolgreiche Umsetzung von Wissen in Produkte und Dienstleistungen
  • Befähigung zur Weiterbildung

Insgesamt steht die Ausbildung von Fachkompetenzen im Vordergrund.

Das folgende Bild stellt den prinzipiellen Studienverlauf grafisch dar: