Bio- und Nanotechnologien (B.Sc.)

Der Studiengang Bio- und Nanotechnologien fasst die Schlüsseltechnologien Biotechnologie, Umwelttechnik, Nano- und Oberflächentechnik zusammen, denen für die zukünftige Entwicklung eine herausragende Bedeutung beigemessen wird.

Der Fachbereich Informatik und Naturwissenschaften bietet den Studiengang Bio- und Nanotechnologien seit dem Wintersemester 2002/2003 an.

Seit dem Wintersemester 2006/2007 wird dieser Studiengang mit dem Abschluß "Bachelor of Science (B. Sc.)" angeboten. Der Bachelor-Studiengang wurde 2006 akkreditiert.

Inhalte des Studiums

Sowohl die Biotechnologie als auch die Nanotechnologie sind Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts. Das bedeutet, diesen beiden Technologien wird für die Zukunftsfähigkeit des Industriestandortes Deutschland eine ganz besondere, prägende Bedeutung beigemessen.

Der Bachelor-Studiengang Bio- und Nanotechnologien fasst beide Technologien in einem interdisziplinären naturwissenschaftlichen Ansatz zusammen. Er richtet sich als einziger Studiengang der Fachhochschule Südwestfalen speziell an Schülerinnen und Schüler mit einem ausgeprägtem Interesse an Naturwissenschaften, insbesondere Biologie und Chemie.

Aufbau des Bachelor-Studiums

In den ersten drei Semestern stehen insbesondere mathematische und naturwissenschaftliche Grundlagen auf dem Programm. Neben Modulen mit biologischer und chemischer Ausrichtung sind beispielsweise auch Lehrinhalte aus dem Bereich der Informatik und Physik in breitem Umfang vertreten. Ferner werden über Module wie z.B. Betriebswirtschaftslehre und Patentwesen wichtige überfachliche Qualifikationen vermittelt.

Im weiteren Verlauf des Studiums werden die auf den naturwissenschaftlichen Grundlagen aufbauenden Anwendungen vermittelt. Dies erfolgt nicht nur über Querschnittsmodule wie Instrumentelle Analytik, Nanomaterialien und Verfahrenstechnik, sondern auch über einen großen Wahlpflichtmodulbereich mit insgesamt sieben im 4. und 5. Semester anwählbaren Wahlpflichtmodulen.

Im sechsten Semester werden im Wesentlichen eine Projektarbeit und die Bachelor-Studienarbeit durchgeführt, die zusammen mit einer mündlichen Prüfung (Kolloquium) den Abschluss des Studiums bildet.

Empfehlenswert ist die Durchführung eines fakultativen (d.h. nicht zwingend vorgeschriebenen) Praxissemesters bei einem Industriebetrieb oder einer Forschungseinrichtung im In- oder Ausland. Dadurch verlängert sich die Studiendauer zwar auf sieben Semester, jedoch werden zusätzliche praktische Erfahrungen und überfachliche Qualifikationen erworben, die sich bei der Stellensuche als vorteilhaft erweisen können. Ein Praxissemester im Ausland wird vom Akademischen Auslandsamt der Fachhochschule Südwestfalen begleitet und unterstützt.

Weitere Informationen zum Ablauf des Studiums finden Sie im Studienverlaufsplan der Bachelor-Prüfungsordnung .

Berufsaussichten

Die Biotechnologie hat mittlerweile auf nahezu alle Gebiete des täglichen Lebens Einfluss genommen. Sie hat Eingang gefunden in Medizin, Pharma, Landwirtschaft, Lebensmitteltechnologie, Chemie und Umweltschutz.

Ebenso findet die Nanotechnologie heute - und zum Teil schon seit Jahrzehnten - in vielen Produkten des täglichen Lebens Anwendung, ohne dass der Verbraucher sich dessen bewusst ist.

Die Absolventen sind daher in einem sehr breiten beruflichen Betätigungsfeld einsetzbar, z. B. in Chemie- und Pharmaunternehmen sowie bei Herstellern von Beschichtungsstoffen, Lacken, Galvano- und Vorbehandlungschemikalien, Klebstoffen, Kunststoffen und anorganischen Werkstoffen (Keramiken, Gläser), Verpackungsstoffen, Kosmetika, Getränken und Point-of-Care-Produkten. Hinzu treten die Anwender bio- und nanotechnologischer Verfahren, z.B. Automobilhersteller und Automobilzulieferer sowie Lebensmittelhersteller, Apotheken und deren Zulieferer.

Insofern können den Absolventen mit Recht ausgezeichnete berufliche Perspektiven prognostiziert werden