Elektrotechnik (BA)

Inhalt des Studiengangs

Der Bachelor-Studiengang Elektrotechnik mit den Studienrichtungen

  • Automatisierungstechnik und Mechatronik
  • Informations- und Medientechnik
  • Kommunikationstechnik

wird als 6-semestriger anwendungsorientierter Studiengang ab dem Wintersemester 2009/2010 angeboten, der zum international bekannten Abschlussgrad Bachelor führt. Dieser Studiengang ist akkreditiert. Ein zusätzliches Praxissemester kann optional absolviert werden, wodurch sich die Regelstudienzeit auf 7 Semester erhöht.

Zusammen mit Siemens Professional Education (SPE) wird der Studiengang auch in einem dualen Modell angeboten, bei dem das Studium mit einer Ausbildung zum Fachinformatiker bzw. zur Fachinformatikerin Systemintegration in einer interessanten Mischung von Theorie und Praxis miteinander verwoben sind. Das duale Studienmodell ist auf vier Jahre ausgelegt. (Hier berichtet Stefan Tesch über seine Erfahrungen im dualen Studium.)

Insgesamt ist das praxisnahe Studium in Meschede durch kleine Lerngruppen, eine intensive Betreuung und einen engen Kontakt zu den Dozenten geprägt sowie durch eine exzellente Laborausstattung in einem modernen Hochschulgebäude gekennzeichnet.

Diese erste akademische Qualifikation als Bachelor kann anschließend durch ein Master-Studium ergänzt und vertieft werden. Die Einschreibung erfolgt jeweils nur zum Wintersemester.

Hier die Bewerbung und Einschreibung


Informations-, Kommunikations- und Automatisierungstechnik als Schlüsseltechnologien

Informations-, Kommunikations- und Automatisierungstechnik sind als Schlüsseltechnologien für unsere Wirtschaft von entscheidender Bedeutung und finden in vielen Bereichen ihre Anwendung. Internet, Mobilfunk, Multimedia, Datenbank- und Informationssysteme, Software-Techniken, digitales Fernsehen, Navigationssysteme, Kommunikationssysteme, Mikrocomputertechnik sowie leistungsfähige Sensoren und Steuerungs- und Antriebssysteme stehen stellvertretend für diese Betätigungsfelder.

Mehr als 50% der Industrieproduktion und über 80% der Exporte Deutschlands hängen heute vom Einsatz dieser Schlüsseltechnologien ab und bilden die Grundlagen der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit unseres Landes. Im Maschinen- und Anlagenbau, in der Chemische Industrie und auf dem Automobilsektor liefern diese Technologien Steuerungen, Test- und Prüfeinrichtungen, regeln Verfahrensabläufe und bestimmen – wie bei den Kraftfahrzeugen – mittlerweile alle wichtigen Funktionen: Antrieb, Kommunikation, Komfort, Sicherheit.


Aufbau des Studiums

Das Studium ist modular aufgebaut. Unter Modulen verstehen wir inhaltlich zusammen gehörende Fächer. Die einzelnen Fächer sind nach dem European Credit Point Transfer System (ECTS) normiert. Pro Semester können 30 Credit Points erworben werden. Dabei wird ein Vollzeit-Studium (40-Stunden-Woche) vorausgesetzt.

Das Studium macht die Studierenden zunächst mit den mathematischen und physikalischen Grundlagen vertraut. Diese werden parallel anhand ingenieurspezifischer Anwendungen vertieft (z.B. Grundlagen der Kommunikationstechnik, Elektronik, Digitaltechnik), wobei auch das konkrete Umsetzen in Form von Laborversuchen in kleinen Gruppen vermittelt wird. Daran schließt sich eine vertiefende Lernphase an. Neben den Pflichtmodulen sind Wahlpflichtmodule zu belegen, wobei sich die Studierenden für eine der genannten Studienrichtungen entscheiden können:

  • Automatisierungstechnik und Mechatronik,
  • Informationstechnik und Medientechnik
  • Kommunikationstechnik

Neben den rein technischen Fächern gehören die Vermittlung von Schlüsselqualifikationen wie Projektmanagement und Präsentationstechnik, von englischer Sprachkompetenz sowie des grundlegenden betriebswirtschaftlichen Denkens zum Inhalt des Studiums. Eine Stärkung der sozialen Kompetenz erfolgt durch Gruppenarbeit in Laboren, Projektarbeiten in der industriellen Praxis und die Förderung der Gruppenarbeit in den Übungen. Wichtiger Bestandteil des Studiums ist eine obligatorische Projektarbeit. Dabei wird – häufig interdisziplinär und unter Beteiligung mehrerer Fachdozenten - die Teamfähigkeit der Studierenden und die projektorientierte Arbeitsweise trainiert. Auf diese Weise kann eine grundsätzliche Methodenkompetenz zur Lösung komplexer Aufgabenstellungen und die Fähigkeit der Anwendung des Grundlagenwissens auf konkrete Problemstellungen gestärkt werden.

Eine besondere Bedeutung kommt im Hinblick auf den Anwendungs- und Praxisbezug auch der Bachelor-Arbeit zu, die entsprechend der Prüfungsordnung dokumentieren soll, dass der Studierende befähigt ist, innerhalb einer vorgegebenen Frist eine praxisorientierte Aufgabe aus der Elektrotechnik selbstständig mit den in der Anwendung erprobten wissenschaftlichen und fachpraktischen Methoden zu bearbeiten. Sie wird zumeist in Kooperationen mit Unternehmen angefertigt, was die konsequent anwendungsorientierte Ausrichtung des Studiengangs unterstreicht.

Der besondere Aufbau des Studiums – vielseitiges Kernstudium und vertiefendes Fachstudium – befähigt die von uns ausgebildeten Absolventinnen und Absolventen, sich ständig ändernden Arbeitsmarktsituationen erfolgreich anzupassen.


Ziel des Studiengangs und Tätigkeitsbereiche

Ziel des Studiengangs ist der auf einer breiten wissenschaftlichen und technischen Basis ausgebildete anwendungsorientierte Ingenieur der Elektrotechnik, der vertiefte Kenntnisse in den oben genannten Schwerpunkten besitzt und in vielen unterschiedlichen Bereichen eingesetzt werden kann.

Im Bereich der „Mechatronik und Automatisierung“ steht die interdisziplinäre Verbindung von Mechanik/Maschinebau, Elektronik und Informationstechnik zu einem Gesamtsystem im Vordergrund. Sensoren, elektrische und pneumatische Antriebe sowie elektronische Steuerungssysteme mit der zugehörigen Hard- und Software stellen dabei wichtige Bestandteile dar. Ingenieure der Automatisierungstechnik und Mechatronik arbeiten in Betrieben des Maschinen- und Anlagenbaus, Verfahrenstechnik, der Elektrotechnik und Elektronik, in der Automobil- und Luftfahrtindustrie, der Automatisierungstechnik sowie Robotik.

Die Studienrichtung Kommunikationstechnik befasst sich vertieft mit den Themen Funksysteme (Mobilfunk, WLAN), Übertragungstechniken, Signalverarbeitung (Audio/Video) und Kommunikationsnetze (Computer-Netze, Breitband, Rundfunk und Fernsehen). Ingenieure im Bereich Kommunikationstechnik arbeiten in allen Branchen, die Systeme der Kommunikations- und Informationstechnik entwickeln und fertigen, aber auch bei Netzbetreibern, Rundfunkanstalten, Automobilzulieferern oder Ingenieur-Büros.

Die Studienrichtung „Informations- und Medientechnik“ bietet die Möglichkeit, vertiefende Kenntnisse und Erfahrungen in den Bereichen der Software-Technik und Datenbanken sowie in den Anwendungen der Informatik (z.B. Webdesign, Anwendungsprogrammierung) und Medientechnik (z.B. Radio- oder Fernsehproduktion) zu erlangen. Als potenzielle Arbeitgeber kommen dabei alle Firmen in Frage, die sich mit Internet- oder Online-Diensten oder mit E-Commerce beschäftigen, aber auch alle Firmen, die in der Software- und Datenbankentwicklung, indem IT-Management sowie in der Medien- und Kommunikationsbranche tätig sind.

Für alle drei Schwerpunkte bestehen weiterhin Beschäftigungsmöglichkeiten bei Wirtschafts- und Berufsverbänden, Behörden und in Forschung und Lehre oder Planungs- und Ingenieurbüros. Nach entsprechender Berufspraxis können in Großfirmen, mittelständischen Firmen oder im öffentlichen Dienst Führungspositionen erreicht werden. Auch eine selbstständige Tätigkeit als beratender Ingenieur ist möglich.


Ausbildungsbegleitendes Studium mit Stipendium (Duales Studienmodell)

Naturwissenschaftlich und technisch interessierten Abiturienten bzw. Fachabiturienten können sich ab sofort für ein kombiniertes Ausbildungs- und Studienmodell mit einer zukunftsträchtigen Mischung Elektrotechnik und Informatik bewerben.

Entwickelt und angeboten wird dieses duale Studienmodell in Kooperation zwischen Siemens Professional Education (SPE) in Paderborn und dem Standort Meschede der Fachhochschule Südwestfalen.

Praxisnah lernen die Studierenden sowohl die Grundlagen als auch die Anwendungen der modernen Kommunikations- und Informationstechnik kennen. Sich abwechselnde und gut aufeinander abgestimmte Studien-, Ausbildungs- und Praxisphasen an Hochschule, Berufskolleg und in einem führenden IT-Unternehmen sorgen für eine interessante und bedarfsorientierte Mischung aus Theorie und Praxis.

Das duale Studienmodell ist auf vier Jahre ausgelegt. Nach drei Jahren kann der IHK-Abschluss „Fachinformatiker/-in Systemintegration“ und nach einem weiteren Jahr der Abschluss zum Bachelor of Engineering im Bereich Elektrotechnik (Schwerpunkt Kommunikationstechnik) erworben werden. Intensive Abstimmungen und organisatorische Maßnahmen haben die Parallelisierung zwischen Studium und Ausbildung und damit eine Verkürzung der Gesamtzeit von sonst sechs auf vier Jahre ermöglicht. Während der Ausbildungszeit erhalten die Teilnehmer eine Ausbildungsvergütung (ca. 800 € pro Monat) sowie weitere finanzielle Unterstützungen während der Zeit in Paderborn (Spesen, Wohnungsbereitstellung etc.) und Meschede (Wohngeldzuschuss). Darüber hinaus besteht eine tariflich zugesicherte Übernahmegarantie durch das beteiligte IT-Unternehmen.

Die Bewerbung sollte online erfolgen. Weitere Informationen zum Studienmodell sind unter www.siemens.com/ausbildung verfügbar.
Bei weiteren Fragen steht Herr Langner, Siemens Berufsbildung unter 05251/8-24058 oder heiko.langner@siemens.com zur Verfügung.

Der Umgang mit dem Computer steht in der Ausbildung im Vordergrund: Verschiedene Programmiersprachen und Betriebssysteme (Windows, Unix, Linux) werden behandelt ebenso wie die Vernetzung von Computern. In Zusatzkursen können Englisch-Zertifikate sowie verschiedene Zertifikate namhafter IT-Unternehmen (Microsoft, Cisco, …) erworben werden.

  • Betriebswirtschaft
  • Kommunikation, Kunden- und Dienstleistungsorientierung
  • Microsoft Windows, UNIX, LINUX
  • Systemkonfiguration u. -verwaltung
  • Netzwerkarchitekturen und –protokolle, Netzwerkmanagement
  • Programmierung und Datenbanken
  • Vorbereitung auf Zertifizierungen
  • IT-Administration und –Management
  • Informationssicherheit
  • Betreuung vernetzter Systeme, Netzwerkprojektierung

Interessierte sollten neben Ihrem grundsätzlichen Interesse an der modernen Technologie sollten die Freude am Umgang mit Menschen mitbringen und das Bestreben, eigenständig und verantwortungs-bewusst zu arbeiten. Sie sollten sich gern neuen Herausforderungen stellen und vor allem mathematisch-technisches Verständnis mitbringen und Eigeninitiative, Kommunikations- und Teamfähigkeit sowie Flexibilität und räumliche Mobilität zeigen.

Für den Ausbildungsplatz und das Stipendium können sich Interessenten bewerben unter: ausbildung.siemens.de oder unter

Heiko Langner
Siemens Professional Education
Competence Center Paderborn
Heinz-Nixdorf-Ring 1
33106 Paderborn
Tel: 05251/8-24058
Fax: 05251/8-28303
heiko.langner@siemens.com

Anprechpartner für den dualen Studiengang an der Hochschule in Meschede ist Prof. Dr. C. Lüders.

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O-Ton: Daniel Sander (Elektrotechnik)

„Vor dem Studium habe ich bereits eine Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration gemacht. Dazu passt die Fachrichtung Kommunikationstechnik hier in Meschede sehr gut. Für den Standort sprechen auch die gute Betreuung der Studierenden, der hohe Praxisbezug des Studiums und nicht zuletzt die Nähe zu meinem Wohnort.“