Elektrotechnik (B.Eng.)

Studiengangbeschreibung

Der Studiengang Elektrotechnik wird zum Wintersemester 2017/2018 erstmalig in einer neuen Struktur mit einem deutlich höheren Flexibilisierungsgrad, zusätzlichen Studienschwerpunkten und neuen Optionen angeboten. Dadurch können Studierende ihr Studium individueller zusammenstellen.

Aufbau des Studiengangs

Der sechssemestrige Studiengang Elektrotechnik mit dem Abschluss „Bachelor of Engineering (B.Eng.)“ ist in drei Phasen unterteilt:

  • Grundstudium
  • Orientierungsphase
  • Vertiefungsphase

Zu Beginn des Studiums werden in dem zweisemestrigen Grundstudium zunächst Grundlagen in Mathemantik, Physik, Elektrotechnik und Informatik gelegt. Diese werden parallel anhand ingenieurspezifischer Anwendungen vertieft (z.B. Elektronik, Digitaltechnik). Von Anfang an wird die praktische Umsetzung des Erlernten in Form von Laborversuchen in kleinen Gruppen vermittelt und geübt.

Im Anschluss an das Grundstudium folgt die Orientierungsphase, in der Studierende acht von zehn Kernmodulen aus den verschiedenen Kernbereichen der Elektro- und Informationstechnik absolvieren.

In der Vertiefungsphase wählen die Studierenden Wahlpflichtmodule aus verschiedenen Wahlpflichtkatalogen aus und setzen damit individuelle Studienschwerpunkte. Durch die individuelle Zusammenstellung der Wahlpflichtmodule kann das Studium mit einem der folgenden Studienschwerpunkte abgeschlossen werden:

  • Automatisierungstechnik und Mechatronik
  • Elektronik
  • Ingenieurinformatik
  • Kommunikationstechnik
  • Medientechnik.

Neben den rein technischen Fächern gehört die Vermittlung von Schlüsselqualifikationen wie Managementkompetenzen, Kommunikations- und Teamfähigkeit zum Studienverlauf. Dazu werden zum einen nichttechnische Wahlpflichtmodule angeboten, andererseits bearbeiten die Studierenden bereits ab dem ersten Semester praktische Aufgaben in Teams. Die einzelnen Lehrveranstaltungen sind interaktiv gestaltet, auch aktuelle Themen aus Forschung und Praxis werden diskutiert. Wesentlich für das Studium der Elektrotechnik in Meschede ist der Anwendungs- und Praxisbezug. Ein wichtiger Bestandteil des Studiums ist deshalb eine Projektarbeit, die ebenso wie die abschließende Bachelorarbeit häufig in Kooperation mit Unternehmen angefertigt wird.

Individuelle Gestaltungsmöglichkeiten

Neben den verschiedenen Studienschwerpunkten und dem umfangreichen, individuell wählbaren Wahlpflichtangebot stehen den Studierenden weitere Möglichkeiten zur Ausgestaltung ihres Studiums zur Verfügung, die zusätzlich zu dem grundständigen sechssemestrigen Studiengang absolviert werden können. In der Regel führen diese Optionen dann auf einen Abschluss nach 7 Semestern.

Mehr Praxis: Studierende können eine fakultative Praxisphase absolvieren. Möglich ist zudem ein »Kooperatives Studium«, bei dem Studierende in vorlesungsfreien Zeiten in einem Unternehmen arbeiten, von dem sie im Gegenzug finanziell gefördert werden.

Mehr Wissen: Ein optionales Fachsemester soll es Studierenden ermöglichen, die Zugangsvoraussetzungen für dreisemestrige Masterstudiengänge zu erwerben und eventuell zusätzlich für die Zulassung geforderte Module bereits im Rahmen des Bachelorstudiums zu absolvieren.

Mehr Möglichkeiten bietet eine didaktische Zusatzqualifikation mit der Berufsperspektive Berufsschullehrer (Erwerb der Zugangsberechtigung für den »Master of Education«).

Mehr Zeit haben Studierende, die am »Studium flexibel« teilnehmen (Teilzeitstudium in den ersten beiden Semestern).

Mehr Internationalität: Der Studienverlauf ist so gestaltet, dass Studierende im Rahmen des 6-semestrigen Studiengangs ein Auslandssemester absolvieren können. Unterstützung bei der Planung bietet der Career Service der FH Südwestfalen.

Praxisintegriertes Studium

Eine enge Verzahnung zwischen Studium und Praxis ist im „Kooperativen Modell“ möglich, bei dem Studierende neben dem Studium in vorlesungsfreien Zeiten in einem Unternehmen arbeiten, von dem sie im Gegenzug finanziell gefördert werden. Die Praxisphasen im Unternehmen werden von Dozenten der Hochschule betreut und lassen sich als Studienleistungen zu einem Praxissemester anrechnen. Darüber hinaus bietet die Fachhochschule Südwestfalen in Kooperation mit externen Bildungspartnern ihre Studiengänge in einem parallelen Studienmodell ausbildungs- oder berufsbegleitend an.

Hier die Bewerbung und Einschreibung .

Informations-, Kommunikations- und Automatisierungstechnik als Schlüsseltechnologien

Informations-, Kommunikations- und Automatisierungstechnik sind als Schlüsseltechnologien für unsere Wirtschaft von entscheidender Bedeutung und finden in vielen Bereichen ihre Anwendung. Internet, Mobilfunk, Multimedia, Datenbank- und Informationssysteme, Software-Techniken, digitales Fernsehen, Navigationssysteme, Kommunikationssysteme, Mikrocomputertechnik sowie leistungsfähige Sensoren und Steuerungs- und Antriebssysteme stehen stellvertretend für diese Betätigungsfelder.

Mehr als 50% der Industrieproduktion und über 80% der Exporte Deutschlands hängen heute vom Einsatz dieser Schlüsseltechnologien ab und bilden die Grundlagen der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit unseres Landes. Im Maschinen- und Anlagenbau, in der chemischen Industrie und auf dem Automobilsektor liefern diese Technologien Steuerungen, Test- und Prüfeinrichtungen, regeln Verfahrensabläufe und bestimmen – wie bei den Kraftfahrzeugen – mittlerweile alle wichtigen Funktionen: Antrieb, Kommunikation, Komfort, Sicherheit.

Berufliche Perspektiven

Ziel des Studiengangs ist der auf einer breiten wissenschaftlichen und technischen Basis ausgebildete anwendungsorientierte Ingenieur der Elektrotechnik, der vertiefte Kenntnisse in den oben genannten Schwerpunkten besitzt und in vielen unterschiedlichen Bereichen eingesetzt werden kann.

Im Bereich der „Mechatronik und Automatisierung“ steht die interdisziplinäre Verbindung von Mechanik/Maschinebau, elektrischer Energietechnik, Elektronik und Informationstechnik zu einem Gesamtsystem im Vordergrund. Sensoren, elektrische und pneumatische Antriebe sowie elektronische Steuerungssysteme mit der zugehörigen Hard- und Software stellen dabei wichtige Bestandteile dar. Ingenieure der Automatisierungstechnik und Mechatronik arbeiten in Betrieben des Maschinen- und Anlagenbaus, Verfahrenstechnik, der Elektrotechnik und Elektronik, in der Automobil- und Luftfahrtindustrie, der Automatisierungstechnik sowie Robotik.

Die Schaltungsentwicklung bildet die Basis des Schwerpunkts „Elektronik“, in dem Themen wie analoge Schaltungstechnik, Mikrocomputertechnik, Digitale Signalprozessoren oder Signalverarbeitung behandelt werden. Der Bedarf an Ingenieuren im Bereich der Elektronik ist in allen Branchen vorhanden. Die Aufgaben von Ingenieuren mit der Ausrichtung „Elektronik“ erstrecken sich von der Entwicklung von Schaltungskomponenten oder ganzen Systemen für verschiedene Anwendungen wie z.B. Smart Home, Fahrerassistenzsysteme oder Medizintechnik bis hin zum Vertrieb.

Der Schwerpunkt „Kommunikationstechnik“ befasst sich vertieft mit den Themen Funksysteme (Mobilfunk, WLAN), Hochfrequenztechnik, Übertragungstechniken, Signalverarbeitung (Audio/Video) und Kommunikationsnetze (Computer-Netze, Breitband, Rundfunk und Fernsehen). Ingenieure im Bereich Kommunikationstechnik arbeiten in allen Branchen, die Systeme der Kommunikations- und Informationstechnik entwickeln und fertigen, aber auch bei Netzbetreibern, Rundfunkanstalten, Automobilzulieferern oder Ingenieur-Büros.

Der Bereich „Ingenieurinformatik“ bietet die Möglichkeit, vertiefende Kenntnisse und Erfahrungen in den Bereichen der Software-Technik und Datenbanken sowie in den Anwendungen der Informatik (z.B. Webdesign, Anwendungsprogrammierung) zu erlangen. Als potenzielle Arbeitgeber kommen dabei alle Firmen in Frage, die sich mit Internet- oder Online-Diensten oder mit E-Commerce beschäftigen, aber auch alle Firmen, die in der Software- und Datenbankentwicklung, im IT-Management sowie in der Medien- und Kommunikationsbranche tätig sind.

Der Studienschwerpunkt „Medientechnik“ befasst sich mit Themen der Multimediaproduktion und -präsentation (z.B. Radio- oder Fernsehproduktion) sowie dem Aufbau und der Funktionsweise von Multimediasystemen, dabei werden häufig Projekte mit regionalen Partnern (Unternehmen, Museen, Schulen) durchgeführt. Ingenieure mit dem Schwerpunkt Medientechnik arbeiten z. B. in Unternehmen in der Medienbranche, der Kommunikationsbranche oder auch im Bereich E-Commerce.

Für alle Schwerpunkte bestehen weiterhin Beschäftigungsmöglichkeiten bei Wirtschafts- und Berufsverbänden, Behörden und in Forschung und Lehre oder Planungs- und Ingenieurbüros. Nach entsprechender Berufspraxis können in Großfirmen, mittelständischen Firmen oder im öffentlichen Dienst Führungspositionen erreicht werden. Auch eine selbstständige Tätigkeit als beratende/r Ingenieur/in ist möglich.

Als Ansprechpartnerin seitens der Hochschule steht Ihnen in Meschede die Studiengangsbeauftragte Prof. Dr. Bianca Will zur Verfügung.

Ausbildungsintegriertes Studium mit Stipendium (Duales Studienmodell)

Naturwissenschaftlich und technisch interessierte Abiturienten bzw. Fachabiturienten können sich ab sofort für ein kombiniertes Ausbildungs- und Studienmodell mit einer zukunftsträchtigen Mischung aus Elektrotechnik und Informatik bewerben.

Entwickelt und angeboten wird dieses duale Studienmodell in Kooperation zwischen Siemens Professional Education (SPE) in Paderborn und dem Standort Meschede der Fachhochschule Südwestfalen. Sich abwechselnde und gut aufeinander abgestimmte Studien-, Ausbildungs- und Praxisphasen an Hochschule, Berufskolleg und in einem führenden IT-Unternehmen sorgen für eine interessante und bedarfsorientierte Mischung aus Theorie und Praxis.

Das duale Studienmodell ist auf vier Jahre ausgelegt. Nach drei Jahren kann der IHK-Abschluss „Fachinformatiker/-in Systemintegration“ und nach einem weiteren Jahr der Abschluss zum Bachelor of Engineering im Bereich Elektrotechnik (Schwerpunkt Kommunikationstechnik) erworben werden. Intensive Abstimmungen und organisatorische Maßnahmen haben die Parallelisierung zwischen Studium und Ausbildung und damit eine Verkürzung der Gesamtzeit von sonst sechs auf vier Jahre ermöglicht.

Der Umgang mit dem Computer steht in der im Studium integrierten Ausbildung zum Fachinformatiker im Vordergrund: Verschiedene Programmiersprachen und Betriebssysteme (Windows, Unix, Linux) werden behandelt ebenso wie die Vernetzung von Computern. Folgende Themen sind Teil der Ausbildung:

  • Betriebswirtschaft, Kommunikation, Kunden- und Dienstleistungsorientierung
  • Microsoft Windows, UNIX, LINUX - Systemkonfiguration u. -verwaltung
  • Netzwerkarchitekturen und Netzwerkmanagement
  • Programmierung und Datenbanken
  • IT-Administration und –Management, Informationssicherheit
  • Betreuung vernetzter Systeme, Netzwerkprojektierung

Interessierte an diesem dualen Ausbildungssystem sollten neben ihrem grundsätzlichen Interesse an der modernen Technologie die Freude am Umgang mit Menschen mitbringen und das Bestreben, eigenständig und verantwortungsbewusst zu arbeiten. Sie sollten Eigeninitiative, Kommunikations- und Teamfähigkeit sowie Flexibilität und räumliche Mobilität zeigen.

Während der Ausbildungszeit erhalten die Teilnehmer eine Ausbildungsvergütung sowie weitere finanzielle Unterstützungen während der Zeit in Paderborn (Berufsschulphasen) und Meschede (Studienphasen). Darüber hinaus besteht eine tariflich zugesicherte Übernahmegarantie durch das beteiligte IT-Unternehmen.

Die Bewerbung sollte online erfolgen. Weitere Informationen zum Studienmodell sind unter www.siemens.com/ausbildung verfügbar.

Für den Ausbildungsplatz und das Stipendium können sich Interessierte bewerben unter: ausbildung.siemens.de.

Bei weiteren Fragen steht Herr Heiko Langner, Siemens Professional Education, unter 05251/8-24058 oder heiko.langner@siemens.com zur Verfügung. Vertretungsweise richten Sie Ihre Anfragen per E-Mail bitte an Herrn Joachim Bokel joachim.bokel@siemens.com.

Weitere Informationen finden Sie in Kürze hier.

230  Labor Stecker Kabel Hände FH SWF Meschede

O-Ton: Daniel Sander (Elektrotechnik)

„Vor dem Studium habe ich bereits eine Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration gemacht. Dazu passt die Fachrichtung Kommunikationstechnik hier in Meschede sehr gut. Für den Standort sprechen auch die gute Betreuung der Studierenden, der hohe Praxisbezug des Studiums und nicht zuletzt die Nähe zu meinem Wohnort.“