Maschinenbau

Der Bachelor-Studiengang Maschinenbau

Der siebensemestrige Studiengang Maschinenbau mit dem Abschluss „Bachelor of Engineering“ ermöglicht den Studierenden die Spezialisierung auf eine der drei Studienrichtungen:

  • Anlagen- und Energietechnik
  • Konstruktionstechnik
  • Produktionsmanagement

Es handelt sich um einen Vollzeit - Präsenzstudiengang mit Studienbeginn im Wintersemester. Er ist geprägt durch regelmäßige Vorlesungen, Übungen, Seminare und Praktika. Zusätzlich wird viel Wert auf Projektarbeit und eigenständiges Lernen gelegt.

In den ersten drei Semestern werden gemeinsame naturwissenschaftliche und technische Grundlagenstudieninhalte vermittelt. Darauf bauen die vier Studienrichtungen auf. Die Inhalte dieser Studienrichtungen ermöglichen ein zielgerichtetes Studium.

Die Studienrichtungen resultieren im Wesentlichen aus dem bisher gegebenen Wahlangebot, das nun zu spezifischen Ausrichtungen zusammengefasst wird, so dass insgesamt die Wahlmöglichkeiten eingeschränkt werden. Damit wird einerseits der Forderung nach Straffung von Studiengängen, anderseits den Wünschen der regionalen Industrie nach eindeutiger Ausrichtung der Studieninhalte Rechnung getragen.

Die Studienrichtung Anlagen- und Energietechnik befähigt nicht nur zum Anlagenbau, basierend auf mechanischer Verfahrenstechnik, sondern auch zum zukunftsorientierten Umgang mit Energie. Bei der Konstruktionstechnik stehen Vermittlung und Erarbeitung komplexer Systeme sowie Anwendung übergreifender Technologien und Entwicklungsgrundsätze im Vordergrund. Komplexe Maschinen und Geräte bestehen neben der Mechanik zu einem immer größeren Anteil aus elektronischer Steuerungs- und Regelungstechnik mit maschinenspezifischer Software. Die Studienrichtung Produktionstechnik trägt den Erfordernissen der globalen Produktions- und Fertigungswirtschaft Rechnung. Neben dem Wissen über Planung und Steuerung der Fertigung mit einem Schwerpunkt auf der Logistik werden erforderliche Managementtechniken vertieft.

Im fünften und sechsten Semester ist je ein praxisbezogenes Projekt zu erstellen, dessen Bearbeitungszeit höchstens acht Wochen beträgt. Den Abschluss des Studiums bilden ein hochschulgelenktes Praxismodul, die schriftliche Bachelorarbeit und eine mündliche Prüfung, das Kolloquium.

Eine intensive Anwendung der erarbeiteten Kenntnisse und die Vernetzung mit der Praxis werden durch jeweils zwei Projektarbeiten erreicht, die teilweise in direkter Zusammenarbeit mit der Industrie durchgeführt werden. Sie werden im siebten Semester ergänzt durch ein ingenieurmäßiges Praxismodul als Industrieprojekt. Durch diese Studienelemente werden die fachlichen und überfachlichen Kompetenzen der Studierenden gezielt gefördert, ihr Weg in die selbständige Arbeitsweise gefördert.

Die Inhalte der Studien- oder Vertiefungsrichtungen sind so angelegt, dass der Einstieg in eine Tätigkeit als Ingenieur/in in nahezu jedem betrieblichen Umfeld des Maschinenbaus möglich ist. Die Arbeitsgebiete erstrecken sich von der Entwicklung über die Fertigungsorganisation bis zur Produktion technischer Zulieferteile und Produkte.

Der Studiengang wird insbesondere aufgrund der Forderungen der regionalen Industrie realisiert. Diese fordert ein stärkeres anwendungsorientiertes Profil, das durch das Praxismodul gewährleistet wird. Die Erfahrungen in der Ausbildung von Diplomingenieuren und -ingenieurinnen haben gezeigt, dass damit dem Bedarf der Industrie am besten entsprochen wird. Dies wird uns immer wieder von den Firmen des „Soester Modells“ bestätigt, die auch den siebensemestrigen Studiengang fordern.

Darüber hinaus ist ein siebensemestriges Bachelor-Studium Voraussetzung zur Teilnahme an dem dreisemestrigen Master-Studiengang Elektronik Systems and Engineering Management (MSc.), der vom Fachbereich Elektrische Energietechnik am Standort Soest angeboten wird und in dem Professoren des Fachbereichs Maschinenbau - Automatisierungstechnik Lehrveranstaltungen durchführen.

Sicherung des Studienerfolges

Der hohe Studienerfolg wird durch aktive Maßnahmen erreicht (80 % der Absolventen in der Regelstudienzeit):

  • Im Kampf um die guten Köpfe – gemeinsam gegen den Studienabbruch
  • Beratungssystem des Fachbereichs Maschinenbau – Automatisierungstechnik
  • niedrig- und hochschwellige Maßnahmen gegen den Studienabbruch

Studienmotivation StudienerfolgLebensorientierung
  • Beratungs- und Eignungstest vor der Einschreibung
  • Mustertest und Musterlösung im Internet
  • monatliche Studienberatung für Studieninteressierte abends
  • Internetinformation über Studiengänge und Berufsbild
  • Berufsfeldberatung für Studierende
  • Lerngruppen / Gemeinschaft
  • Treffen von Studierenden höherer Semester mit Studienanfängern
  • Alumni-Netzwerk / Patenschaften
  • Identifizierung gefährdeter Studierender* durch Prüfungsausschuss
  • Einladung und Beratung gefährdeter Studierender durch den Prüfungsausschuss
  • Studienverlaufsberatung durch den Prüfungsausschuss
  • Tutorien vor den Klausuren für Wiederholer, ab 10 Studierende
  • wöchentliche Einzelberatung durch Hochschullehrer verstärkt vor Klausuren
  • Brückenkurse
  • Mathematik
  • Technisches Zeichnen
  • Englisch
  • Prüfungen viermal pro Jahr
  • Vorkurs Mathematik
  • Lernen-Lern-Kurs zum Studienbeginn
  • Motivationskurs
  • Beratung zum Lernen lernen
  • monatlich Vorträge zum Thema „Was macht ein MB-Ingenieur“ im Rahmen des „Soester Forum“
  • Karrieretag / Absolventenmesse
  • Seelsorgerischer Klöntreff
  • Beratung für Migranten
  • wöchentlicher Ingenieur-Stammtisch

* Identifizierung gefährdeter Studierender:

  • weniger als 50 % der erforderlichen Credits im Semester erreicht
  • weniger als 60 % der bis zu diesem Semester erforderlichen Credits erreicht

Auf dem neuen Hochschulcampus stehen modernste Einrichtungen und eine optimale EDV-Ausstattung zur Verfügung. Forschung und Entwicklung zum Beispiel auf den Gebieten Laserbearbeitung, Umweltschutz in der Produktionstechnik, High-Tech-Werkstoffe oder Telekooperation fließen in die Lehre ein. Alle Professorinnen und Professoren haben langjährige Industrieerfahrung, kennen die Unternehmen der Region und nutzen ihre Kontakte für Studierende und AbsolventInnen.

Etablierte Auslandskontakte bestehen zu einer Vielzahl von Hochschulen weltweit.