Versicherungshinweise für ERASMUS-Placement

Ab dem Förderjahr 2012/13 müssen ERASMUS-Praktikanten eine Haftpflichtversicherung für Schäden, die der Praktikant am Arbeitsplatz verursacht und Unfallschäden, die der Praktikant am Arbeitsplatz erleidet, abschließen.

Studierende, die am Programm ERASMUS-Placement teilnehmen, können auf eigene Kosten an der Gruppenversicherung des DAAD teilnehmen.

Über den Gruppenhaftpflicht-Versicherungsvertrag, der Bestandteil der kombinierten Kranken-, Unfall- und Haftpflichtversicherung des Gruppenvertrag des Deutschen Akademischen Austauschdienstes ist, besteht innerhalb der Europäischen Union und in den sogenannten EWR-Staaten Versicherungsschutz für Haftpflichtschäden am Arbeitsplatz bzw. Einsatzort. Bitte beachten Sie, dass die Haftpflichtversicherung für Schäden am Arbeitsplatz damit keine Gültigkeit für die ERASMUS-Teilnehmer¬länder Kroatien, Schweiz und die Türkei hat. Praktikanten mit diesen Zielländern müssen sich für Haftpflichtschäden am Arbeitsplatz anderweitig versichern. Kranken-, Unfall- sowie Privathaftpflichtversicherungsschutz ist über die kombinierte Versicherung des DAAD jedoch auch in diesen Ländern gegeben.

Für Praktikanten sind Schäden am Arbeitsplatz abgesichert, auch wenn in den Unterlagen von „Privat“haftpflichtversicherung die Rede ist.

In der kombinierten Kranken-, Unfall- und Haftpflichtversicherung des DAAD sind jedoch keine Risiken mitversichert, die von der Berufshaftpflichtversicherung für Ärzte gedeckt werden bzw. nur gedeckt werden können. Weiterhin sind auch keine Vermögensschäden abgesichert. Dies sind Schäden, die durch die berufliche Tätigkeit entstehen. Hier einige Beispiele: Geld wird auf falsches Konto überwiesen, Maschine wird falsch programmiert, Konstruktion falsch berechnet oder Pestizide statt Dünger eingesetzt. Schäden dieser Art können über eine Vermögensschadenversicherung abgedeckt werden. Der Abschluss einer Versicherung gegen Vermögensschäden ist jedoch für ein ERASMUS-Praktikum nicht vorgeschrieben.

ERASMUS-Praktikanten können die kombinierte Versicherung direkt über den DAAD abschließen. Es handelt sich um den Tarif 720, mit einer monatlichen Versicherungsprämie von 23,50 Euro. Der Anmeldebogen und die Versicherungsbedingungen können über die Internetseite

bezogen werden.

Wir empfehlen den Studierenden dringend, sich vor Beginn des Praktikums bei dem jeweiligen Gastunternehmen nach dem bestehenden Versicherungsschutz für Praktikanten zu erkundigen, insbesondere nach den Versicherungen, die nicht über das Training Agreement beim Gastunternehmen abgefragt werden. Im Training-Agreement muss das Gastunternehmen Angaben zur Haftpflicht- und Unfallversicherung machen.

Mit der Unterschrift im Placement-Agreement bestätigen die Studierenden, dass entweder sie selbst, das Gastunternehmen oder die Heimathochschule die geforderten Versicherungen abgeschlossen haben. Die Angabe der Versicherung und die Versicherungsnummer ist optional. Die ERASMUS-Koordinatorinnen/en sind nicht verpflichtet, den Versicherungsschutz im Detail zu überprüfen, jedoch auf die Notwendigkeit des Abschlusses der relevanten Versicherungen hinzuweisen.

Wenn der Abschluss einer Versicherung über die Heimathochschule nicht möglich ist, können Sie dies durch einen Zusatz im Placement Agreement kenntlich machen. Streichungen von Formulierungen sind nicht zulässig, da es sich hierbei um Mindeststandards handelt.

Die Studierenden können selbstverständlich die entsprechenden Versicherungen auch über andere Versicherungsgesellschaften abschließen.

Quelle: DAAD