Auslands-BAföG

Wer Inlands-BAföG bezieht, hat grundsätzlich auch Anspruch auf Auslands-BAföG. Unter Umständen kann auch ein Antrag auf Auslands-BAföG erfolgreich sein, wenn kein Inlands-BAföG bezogen wird, da die Bemessungsgrenzen unterschiedlich sind.

Gefördert werden neben weltweiten Studienaufenthalten - sei es an einer Partnerhochschule oder an einer frei gewählten Hochschule - auch weltweite Auslandspraktika, sofern das Praktikum Pflichtbestandteil des Studiums ist.

Die Leistungen bei einem Studium oder Praktikum im Ausland umfassen zusätzlich zur Inlandsförderung Auslandszuschläge (außerhalb der EU), notwendige Studiengebühren (bis zu Euro 4.600 im Jahr, Stand 2002) und Reisekosten. Die zusätzliche Auslandsförderung wird in voller Höhe als Zuschuss geleistet.

Auslands-BAföG wird nicht auf die Förderungshöchstdauer angerechnet. Die Förderung wird um die Dauer des Auslandsaufenthaltes (mindestens 3, höchstens 12 Monate) verlängert.

Voraussetzungen sind ausreichende Kenntnisse der Unterrichts- und Landessprache des Gastlandes, wobei die Kenntnisse der Landessprache, wenn sie von der Unterrichtssprache abweichen, sich auf Sprachkurse an der Hochschule, der Volkshochschule o.ä. beschränken können.

Die Anträge müssen i. d. R. 6 Monate vor Beginn des Ausbildungsabschnittes im Ausland an das zuständige Auslands-BAföG-Amt gestellt werden, allerspätestens jedoch bis zur Ausreise.