Materialbezugsgebühr in Verbundstudiengängen

An den am Verbundstudium beteiligten Fachhochschulen wird von den in einem Verbundstudiengang eingeschriebenen Studierenden oder zugelassenen Teilnehmerinnen und Teilnehmern eine Materialbezugsgebühr erhoben. Die Materialbezugsgebühr ist eine pauschalisierte Standardgebühr, die auf die Studiendauer umgelegt wurde und fällt daher grundsätzlich jedes Semester an. Hierbei ist es irrelevant, ob in dem jeweiligen Semester Studienmaterialien tatsächlich bezogen werden oder nicht.

Die Rechtsgrundlage ergibt sich gemäß § 6 StBAG NRW, § 2 Abs. 1 der Fern- und Verbundstudien – RVO NRW i.V.m. § 1 Absatz 1 der Gebührensatzung der am Verbundstudium beteiligten Fachhochschulen des Landes Nordrhein-Westfalen über die Erhebung von Gebühren für die Aufbereitung und technische Umsetzung, den Vertrieb und den Bezug der Inhalte von Verbundstudien.

Den Text der Gebührensatzung sowie weitere Informationen zur Materialbezugsgebühr können Sie auf den Seiten des Instituts für Verbundstudien einsehen.

Bei Bedürftigkeit kann die Gebühr auf Antrag ermäßigt oder erlassen werden.

Für den Antrag auf Ermäßigung / Erlass ist zu beachten:

Formformloser, schriftlicher Antrag
Fristinnerhalb der Rückmeldefrist des jeweiligen Semesters
Beizufügende UnterlagenDie für die Bedürftigkeitsprüfung erforderlichen Unterlagen (Festsetzungsbescheid über Leistungen nach Abschnitt 2 des Bundessozialhilfegesetzes oder Förderungsbescheid nach BAföG für das beantragte Semester oder Leistungsbescheid bei Arbeitslosigkeit/Zahlungsunfähigkeit des Arbeitgebers nach SGB III) sind in beglaubigter Form beizufügen

Bedürftig sind Studierende mit Hauptwohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland, die zum Zeitpunkt der Antragstellung

  • laufende Hilfe zum Lebensunterhalt nach Abschnitt 2 des Bundessozialhilfegesetzes (BSHG) erhalten oder
  • Förderung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) für das Semester erhalten, für das Gebührenermäßigung beantragt wird oder
  • Leistungen bei Arbeitslosigkeit und Zahlungsunfähigkeit des Arbeitgebers nach dem Sozialgesetzbuch III – Arbeitsförderung – erhalten und diese Leistungen die Höhe der Regelsätze nicht übersteigen, die der Gebührenschuldner als Regelbedarf entsprechend der Regelsatzverordnung für das Land Nordrhein-Westfalen gemäß § 22 Bundessozialhilfegesetz erhalten würde.