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Prof. Dr. R. Herbertz sieht noch ein großes Material- und Energieeffizienzpotential durch das Querkeilwalzen
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12.04.2017

Steigerung der Material- und Energieeffizienz in der Umformtechnik

Deutsche Bundesstiftung Umwelt fördert zukunftsweisendes Technologie-Projekt an der Fachhochschule Südwestfalen in Iserlohn

Iserlohn. Ein neues Forschungsprojekt an der Fachhochschule Südwestfalen in Iserlohn soll die Material- und Energieeffizienz bei den Unternehmen der Branche Massivumformung verbessern und damit einen Beitrag zur Umweltentlastung leisten. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fördert das Vorhaben, das im Labor für Massivumformung durchgeführt wird, mit 250.000 Euro.

Die Branche Massivumformung zählt zu den energieintensiven Wirtschafts-bereichen. Jährlich verarbeiten die rund 250 zumeist mittelständischen Unternehmen ca.3,2 Mio. Tonnen Stahl, die zu über 2 Mrd. Teile verarbeitet werden und mit einem Produktionswert von ca. 8,5 Mrd. Euro zu einem Großteil der Automobilindustrie zugeliefert werden. Dafür wird Erwärmungsenergie von ca. 1.300 GWh benötigt. Die freigesetzte CO 2 Menge bei der Materialherstellung beträgt bereits rund 4.900.000 Tonnen und bei der Materialerwärmung während der Weiterverarbeitung werden weitere ca. 710.000 Tonnen ausgestoßen. Auf die Gesamtenergie- und CO 2-Bilanz hat dabei der benötigte Materialeinsatz einen entscheidenden Einfluss.

„Aus energetischer, umweltpolitischer und wirtschaftlicher Sicht ist die derzeitige Situation nicht akzeptabel“, sagt Prof. Dr. Rainer Herbertz, Leiter des Iserlohner Labors für Massivumformung, „der durchschnittliche Materialverlust während der Verarbeitung liegt derzeit bei 25%“. Eine Möglichkeit, bei Massivumformverfahren Material und Ressourcen einzusparen, bietet das Querkeilwalzverfahren, das als Vorformverfahren für das nachträgliche Gesenkschmieden vorteilhaft zur Anwendung kommen kann. Dem Vorteil dieses Verfahrens wie gute Materialausnutzung stehen allerdings auch Nachteile entgegen. Beim Walzprozess können innere Defekte in Form von Rissen und Hohlräumen (der s.g. Mannesmann-Effekt) auftreten, die wegen der Bauteilsicherheit in jedem Fall vermieden werden müssen.

Ziel des neuen Forschungsvorhabens soll daher die Entwicklung und der Gültigkeitsnachweis eines sicheren Auslegungskriteriums für Querkeilwalzwerkzeuge auf der Basis von Prozesskennfeldern sein, mit dem eine Materialschädigung infolge des Mannesmann-Effekts vermieden wird. „Hiermit möchten wir einen signifikanten Beitrag zur Umweltentlastung leisten, indem die Ressourcenpotentiale des Querkeilwalzens bis an die Grenzen ausgenutzt werden“, umreißt Prof. Herbertz den Nutzen der Forschungsarbeiten.

Der innovative Problemlösungsansatz sieht eine Ausweitung der Verfahrens-grenzen des Querkeilwalzens vor. Mittels Prozesskennfelder werden die richtigen Werkzeugparameter ermittelt und in der Konstruktion berücksichtigt. Die erforderlichen Versuche zur Ermittlung von material- und chargenspezifischen Prozesskennfeldern können zukünftig im jeweiligen Unternehmen mit bestehenden Produktionsanlagen und unter realen Produktionsbedingungen ermittelt werden.

Die Gesamtprojektkosten belaufen sich auf rund 375.000 Euro, die die DBU dem Industrieverband Massivumformung e.V,. in Hagen zur Verfügung gestellt hat. Mit der Durchführung des Forschungsvorhabens hat der Industrieverband Massivumformung das Labor für Massivumformung beauftragt. „Das ist für uns in jeder Hinsicht ein großer Erfolg, auch weil das Vorhaben nach einem umfangreichen Auswahlverfahren unter alternativen Forschungsinstituten schlussendlich nach Iserlohn geholt werden konnte“, so  Prof. Herbertz. In das Projekt sind insgesamt 13 Unternehmen eingebunden. „Damit hat das Vorhaben Modellcharakter“, berichtet Prof. Herbertz, „denn wir können die Ergebnisse 1:1 in die betriebliche Umgebung übertragen und bewerten“.

Die Pressemitteilungen der letzten 30 Tage.

15.01.2018

Glühende Drähte, lesende Maschinen und Handys mit Gleichgewichtssinn

Fachhochschule Südwestfalen lädt zur Kinder-Uni in Hagen ein. Anmeldung ab sofort online möglich, Teilnahme kostenlos

Hagen. Jahresbeginn ist Kinder-Uni-Zeit. Zum sechsten Mal findet im Februar und März die Kinder-Uni der Fachhochschule Südwestfalen in Hagen statt. Die erste von drei spannenden Vorlesungen mit ganz neuen Themen startet am 20. Februar. Danach geht es im Zweiwochenrhythmus weiter. Eingeladen sind Kinder im Alter zwischen neun und zwölf Jahren. Die Teilnahme ist selbstverständlich kostenlos, die Anmeldung ab sofort möglich.

11.01.2018

Bestseller als Sinnbild einer kirchlichen Systemkrise?

Hagener Hochschulgespräch kreist am 15. Januar um das Buch „Die Nonnen von Sant’Ambrogio“ / Autor Prof. Dr. Hubert Wolf ist zu Gast

Hagen. Zum Abschluss der aktuellen Vortragsreihe beschäftigt sich das letzte Hagener Hochschulgespräch mit dem Spiegel-Bestseller „Die Nonnen von Sant'Ambrogio“. Autor Prof. Dr. Hubert Wolf wird zunächst referieren und anschließend darüber diskutieren, ob sein Werk als Sinnbild einer kirchlichen Systemkrise gelten kann. Los geht es am Montag, 15. Januar, um 17:30 Uhr in der Fachhochschule Südwestfalen in Hagen.

21.12.2017

Ein gelungener Jahresabschluss

Bei der Weihnachtsrallye an der Fachhochschule Südwestfalen in Hagen ging niemand leer aus

Hagen. Normalerweise wird im Audimax der Fachhochschule Südwestfalen in Hagen konzentriert zugehört, aufgepasst, mitgeschrieben. Einmal im Jahr sind dort aber ganz andere Talente gefragt. Dann werden Bürostühle beschleunigt, Luftballons zum Platzen gebracht, Tischtennisbälle jongliert. Weihnachtsrallye eben.

Die Pressemitteilungen der letzten 30 Tage.

11.01.2018

Informieren aus erster Hand

Infos rund ums Studium an der Fachhochschule Südwestfalen beim Info-Tag am 24. Januar

Iserlohn. Traditionell öffnet die Fachhochschule Südwestfalen Anfang des Jahres ihre Labore beim Info-Tag. Schüler, Lehrer und Eltern haben in diesem Jahr am 24. Januar die Gelegenheit, sich über die Studienmöglichkeiten am Frauenstuhlweg zu informieren und die Hochschule einmal von innen kennen zu lernen.

21.12.2017

Enigma-App führt Museumsbesucher in die Funktionsweise der Verschlüsselung ein

Fachhochschule Südwestfalen entwickelt 3D-Simulation für Heinz Nixdorf MuseumsForum

Iserlohn. Im Zweiten Weltkrieg war die Enigma für das deutsche Militär und andere Behörden das Medium zur Verschlüsselung des Nachrichtenverkehrs und zur geheimen Kommunikation. Eine Original- Enigma können die Besucher im Heinz Nixdorf MuseumsForum (HNF) in Paderborn betrachten. Dank einer von der Fachhochschule Südwestfalen entwickelten 3D- Simulation lernen sie jetzt auch die Funktionsweise der Enigma kennen und können nachvollziehen, wie die Verschlüsselung umgesetzt wurde.

19.12.2017

Heinz-Joachim Henkemeier bleibt Kanzler der Fachhochschule Südwestfalen

Hochschulwahlversammlung bestätigt Verwaltungschef im Amt

Iserlohn. Die Hochschulwahlversammlung der Fachhochschule Südwestfalen wählte gestern Heinz-Joachim Henkemeier erneut für acht Jahre zum Kanzler der Fachhochschule Südwestfalen.

Die Pressemitteilungen der letzten 30 Tage.

17.01.2018

Mensch-Maschine-Interaktion

Mescheder Hochschulreferat von Prof. Dr. Thomas Kopinski am 24. Januar: Moderne Interaktionssysteme – Der Mensch im Mittelpunkt

Meschede. Am 24. Januar spricht Prof. Dr. Thomas Kopinski im Mescheder Hochschulreferat mit dem Thema „Moderne Interaktionssysteme - Der Mensch im Mittelpunkt“. Im öffentlichen Vortrag an der Fachhochschule Südwestfalen geht es um die aktuelle und zukünftige Entwicklung der Mensch-Maschine-Interaktion.

12.01.2018

Ein Ingenieur auf dem Weg zum Lehrer

Ingo Renk arbeitet nach seinem Elektrotechnikstudium als Vertretungslehrer am Berufskolleg Berliner Platz und an seinem Master of Education

Arnsberg. Ingo Renk unterrichtet seit September 2017 als Vertretungslehrer am Berufskolleg Berliner Platz des Hochsauerlandkreises. Das Besondere: Der 26-Jährige hat kein Lehramts-Studium, sondern gerade seinen Bachelor in Elektrotechnik absolviert. Möglich macht dies eine didaktische Zusatzqualifikation.

04.01.2018

Die Zukunft der Logistik

Prof. Dr. Stefan Lier spricht im Mescheder Hochschulreferat am 10. Januar an der Fachhochschule Südwestfalen über Herausforderungen und Trends

Meschede. Im Mescheder Hochschulreferat am 10. Januar geht es um die Zukunft der Logistik. Prof. Dr. Stefan Lier spricht in seiner Antrittsvorlesung über Herausforderungen und Trends. Lier ist Professor für Logistik. Seine Spezialität sind modulare Logistiklösungen, beispielsweise Chemiefabriken in Containern.

22.12.2017

Montekita wieder Haus der kleinen Forscher

Kindertageseinrichtungen Montekita wird zum dritten Mal von der Stiftung Haus der kleinen Forscher zertifiziert

Bestwig. Forschen gehört für die Kinder der Kindertageseinrichtungen Montekita in Bestwig zum Alltag. Sie haben einen eigenen Experimentierraum mit Lupen, Mikroskop, Pipetten und weiterer Forscherausrüstung. Und schriftlich haben sie es auch: Zum dritten Mal ist die Montekita als Haus der kleinen Forscher zertifiziert.

Die Pressemitteilungen der letzten 30 Tage.

17.01.2018

„Rot“ „Rot“ und „Rot Schuss“ machen das Rennen

R4 Team Westfalen startet mit zwei Autos bei der Rallye nach Marrakesch

Soest. Nur noch wenige Tage, dann startet die 4L Trophy von Biarritz nach Marrakesch - mit dabei auch in diesem Jahr Studierende der Fachhochschule Südwestfalen. Zwar hat sich das R4 Team Westfalen auf jetzt nur noch vier Fahrer reduziert, das tut der Motivation aber keinen Abbruch. Am 15. Februar fällt der Startschuss der Wüstenrallye in Biarritz.

15.01.2018

Soester Agrarpreis verliehen

Absolvent Christian Helms erhält den mit 1.000 Euro dotierten Preis

Soest. Der Soester Agrarpreis des Ehemaligenverbandes Susatia geht in diesem Jahr an Christian Helms. Der Bachelor-Absolvent der Agrarwirtschaft hat sein Studium mit einem sehr guten Ergebnis abgeschlossen und sich darüber hinaus für seine Kommilitoninnen und Kommilitonen engagiert. Im Rahmen des Soester Agrarforums wurde Helms für seine Leistungen ausgezeichnet.

15.01.2018

Mit Augenmaß und Respekt in Richtung Zukunft

Agrarforum: „Landwirtschaft zwischen Digitalisierung und Agrarreform“

Soest. Wenn es um die Zukunft für landwirtschaftliche Betriebe geht, rücken technische, vor allem aber agrarpolitische Entwicklungen in den Fokus. So hatte das aktuelle Thema des Agrarforums „Landwirtschaft zwischen Digitalisierung und Agrarreform“ gut 700 Gäste aus Praxis, Wissenschaft und Politik aus dem gesamten Bundesgebiet in die Soester Stadthalle geführt. Gemeinsam mit dem Ehemaligenverband Susatia hatte der Fachbereich Agrarwirtschaft der Fachhochschule Südwestfalen eingeladen.

10.01.2018

Mittendrin sein beim Info-Tag an der Fachhochschule

Fachbereiche stellen sich und das umfassende Studienangebot vor

Soest. Neues Jahr, neues Ich? Ein Studium an der Fachhochschule Südwestfalen ist zumindest eine handfeste Option, den Grundstein für eine erfolgreiche Karriere zu legen. Gleich zu Jahresbeginn stellt die Hochschule ihr umfangreiches Studienangebot vor. Die drei Fachbereiche am Standort Soest präsentieren sich am Dienstag. 30. Januar 2018. Der Info-Tag richtet sich an Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer sowie Eltern, die sich einen Überblick über das umfangreiche Angebot an Studienmöglichkeiten machen möchten. Außerdem können sich Interessierte an diesem Tag zu Themen rund ums Studium wie Auslandsstudium oder BAföG informieren.

19.12.2017

Zwischen Digitalisierung und Agrarreform

Soester Agrarforum: Zukunftsfragen für landwirtschaftliche Betriebe

Soest. Traditionell beschäftigt sich das immer zu Jahresbeginn stattfindende Soester Agrarforum mit einem für alle in der Gesellschaft und den Berufsstand wichtigen und zukunftsbestimmenden Thema. „Landwirtschaft zwischen Digitalisierung und Agrarreform – Zukunftsfragen für Betriebe“, lautet der Titel der kommenden Ausgabe am Freitag, 12. Januar 2018, von 8.30 bis 13 Uhr in der Soester Stadthalle. Als Veranstalter haben der Soester Fachbereich Agrarwirtschaft der Fachhochschule Südwestfalen sowie der Ehemaligenverband Susatia wieder ein attraktives Programm mit Vorträgen zum Thema zusammengestellt.

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