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Prof. Dr. Walter Roth mit der grafischen Darstellung der Enigma
Prof. Dr. Walter Roth mit der grafischen Darstellung der Enigma (Download )
21.12.2017

Enigma-App führt Museumsbesucher in die Funktionsweise der Verschlüsselung ein

Fachhochschule Südwestfalen entwickelt 3D-Simulation für Heinz Nixdorf MuseumsForum

Iserlohn. Im Zweiten Weltkrieg war die Enigma für das deutsche Militär und andere Behörden das Medium zur Verschlüsselung des Nachrichtenverkehrs und zur geheimen Kommunikation. Eine Original- Enigma können die Besucher im Heinz Nixdorf MuseumsForum (HNF) in Paderborn betrachten. Dank einer von der Fachhochschule Südwestfalen entwickelten 3D- Simulation lernen sie jetzt auch die Funktionsweise der Enigma kennen und können nachvollziehen, wie die Verschlüsselung umgesetzt wurde.

Die Enigma zählt zweifellos zu den berühmtesten Verschlüsselungsmaschinen der Welt. Nur mit hohem personellen und maschinellen Aufwand gelang es im englischen Bletchley Park letztlich einen Weg zur Entschlüsselung der zugrundeliegenden Gleichungen zu finden und die deutschen Funksprüche nahezu kontinuierlich zu entziffern.

Eine Studierendenexkursion im Lehrgebiet 3D-Computergrafik führte Prof. Dr. Walter Roth vom Iserlohner Fachbereich Informatik ins Spionage Museum nach Oberhausen. Die dort ausgestellte Enigma inspirierte Professor und Studierende, diese im Rahmen der Lehre virtuell nachzubauen. Dazu nahmen die Studierenden das Oberhausener Modell komplett auseinander und fotografierten die Einzelteile.

In ihren Bachelorarbeiten haben die Studenten Eugen Iwanov und Carina Franken sowohl das grafische Design und das Layout für die Oberflächen nachgebaut als auch das Verschlüsselungsprogramm anhand der Algorithmen, die in der Original Enigma hinterlegt sind, entwickelt. Die kryptografischen Funktionen, die Bewegungssteuerung der Mechanik, die grundlegende 3D-Klassenbibliothek sowie das Vervollständigen des Programmcodes der Enigma steuerte Prof. Roth bei.

Das HNF war von dem Iserlohner Programm sofort begeistert und integrierte die App jetzt in seine Ausstellung. Das Museum zeigt das Original Modell aus dem Film „Das Boot“. Auch eine 4-Walzen-Enigma der Marine ist dort zu sehen. Funktechnik, Schlüsselbücher und eine interaktive Chiffrierwalze sind weitere prominente Ausstellungsstücke, um die spannende Geschichte der Enigma zu erzählen. Mit Hilfe der 3D-Simulation der Fachhochschule können die Besucher in das Innere der Enigma schauen und die Rotation der Walzen beobachten, die die Buchstaben für den verschlüsselten Text drehen. Entsprechend dem jeweiligen Tages- und Spruchschlüssel sind sie in der Lage, auch selber Text zu ver- oder zu entschlüsseln.

„Die Enigma an sich war ein absolutes High-Tech Produkt ihrer Zeit. Obwohl die Anzahl der denkbaren Kombinationen eingeschränkt war, ermöglichte die Enigma trotzdem eine enorm starke Verschlüsselung und benutzte eine seinerzeit schon sehr fortschrittliche Kryptografie“, berichtet Prof. Roth, „ dem Entschlüsselungs-erfolg durch die Alliierten verhalfen erst militärische Fehlentscheidungen zum Durchbruch, da Vorschriften erlassen wurden, die mit kryptografischem Know-how wenig zu tun hatten“.

Letztlich führte die Entschlüsselung der Enigma-Funksprüche zu einer deutlichen Verkürzung des Zweiten Weltkriegs und damit zur Rettung vieler Menschenleben. Der britische Historiker Sir Harry Hinsley, der in Bletchley Park für die militärische Auswertung der Funksprüche zuständig war, schreibt in seinem Buch über die Entschlüsselungsarbeiten, dass der Ausgang des Krieges auch ohne die Entschlüsselung wohl nicht anders gewesen wäre, dass aber die gelungene Entschlüsselung den Krieg nicht weniger als zwei, eher vier Jahre verkürzte.

 

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Experte für Cloud Computing berufen

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Meschede. Ist die Tatsache, dass eine Wissenschaftlerin oder ein Wissenschaftler viel oder wenig von anderen Wissenschaftlern zitiert wird, ein Maß für die wissenschaftliche Leistung? Mit dieser Frage beschäftigt sich Prof. Dr. Rüdiger Waldkirch seit 2011 und jüngst in seiner neuesten Veröffentlichung „Drivers of citations“ im Journal „Critical Perspectives on Accounting“.

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Frühpädagogik studieren ohne Erzieherausbildung

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Soest. Die Fachhochschule Südwestfalen bietet 59 Bachelor- und Masterstudiengänge an. Immer mehr liegt der Fokus darauf, auf die sich verändernden beruflichen Arbeitsfelder sowie die verlängerte Lebensarbeitszeit zu reagieren. Aus diesem Grund wurden beispielsweise die Zugangsmöglichkeiten für den berufsbegleitenden Bachelorstudiengang Frühpädagogik am Standort Soest erweitert. Der praxisorientierte Verbundstudiengang Frühpädagogik ist seit dem letzten Wintersemester auch für Studieninteressierte ohne Erzieherausbildung geöffnet. Für das Wintersemester 2018/2019 ist eine Bewerbung noch bis zum 31. August 2018 möglich.

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Zusammenspiel von Technik und Natur

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Soest. Blätter, von denen Regentropfen nahezu rückstandslos abperlen, Pflanzen, die wie Klett fest aneinanderhaften – die Natur ist eine unerschöpfliche Schatzkammer verblüffender Phänomene und zugleich Vorbild für technische Raffinesse, die sich in Gegenständen des Alltags vielfach wiederfindet. Die Adaption dieser „grünen Tricks“ liegt auch einem Projekt von Fachhochschule Südwestfalen in Soest und Zweckverband Naturpark Diemelsee zugrunde. Gemeinsam schaffen die Partner einen öffentlichen Bionik-Lehrpfad in Marsberg-Giershagen.

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