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04.10.2012

Ländliche Lebensverhältnisse im Wandel

Neues Forschungsvorhaben: Soester Institut i.green untersucht zwei Dörfer. Projektleiterin Dr. Luisa Vogt wirbt Bundesmittel in sechsstelliger Höhe ein

Soest. Das von der Fachhochschule Südwestfalen unterhaltene Institut für Green Technology & Ländliche Entwicklung (i.green) hat ein weiteres Forschungsprojekt eingeworben. Im Rahmen einer bundesweiten Studie untersucht das Soester Institut zwei Dörfer in Niedersachsen.

Für das Teilprojekt konnte i.green-Mitarbeiterin Dr. Luisa Vogt Bundesmittel in Höhe von knapp 170.000 Euro einwerben. Untersucht werden die Dörfer Elliehausen und Groß Schneen bei Göttingen. Zur Unterstützung für das über zwei Jahre laufende Projekt konnte das Institut den Diplom-Geographen Michael Kriszan als Mitarbeiter gewinnen.

Das Verbundvorhaben "Ländliche Lebensverhältnisse im Wandel 1952, 1972, 1993 und 2012" betrachtet insgesamt 14 Dörfer. Das Besondere ist die langfristig angelegte Untersuchungsfolge. Auf diese Weise können Veränderungen der Lebensverhältnisse in ländlichen Räumen und deren Auswirkungen immer an ein und denselben Orten und deren Umland beleuchtet werden.

Nach der Wiedervereinigung wurde die ursprünglich zehn Dörfer umfassende Studie um vier Dörfer aus den neuen Bundesländern erweitert. Die aktuelle Studie läuft von 2012 bis 2014. Sie wird vom Thünen-Institut für Ländliche Räume koordiniert und durch die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) aus Mitteln des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) finanziert. Einziges nordrhein-westfälisches Dorf der bundesweiten Studie ist Westrup im Kreis Minden-Lübbecke.

An der Verbundstudie sind insgesamt sieben Projektpartner beteiligt: Das Institut für Green Technology & Ländliche Entwicklung der Fachhochschule Südwestfalen, das Institut für Sozialwissenschaften des Agrarbereichs der Universität Hohenheim, der Fachbereich Bildungs- und Sozialwissenschaften der Bergischen Universität Wuppertal, die Fakultät Soziale Arbeit der Hochschule Mittweida, das Institut für Lebensmittel- und Ressourcenökonomie der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, das Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung gemeinnützige GmbH Berlin (IZT) sowie das Thünen-Institut für Ländliche Räume.

i.green | Thünen-Institut