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1.000 Euro für das Konzept E-Ground des Soester Kreativ-Teams: (v.l.n.r.) Jonas Schulze-Frenking, Carina Thöne, Matthäus Paracz und Ann-Kathrin Wulf. Betreut wurden sie von Prof. Dr. Ulrich Kern (r.).
1.000 Euro für das Konzept E-Ground des Soester Kreativ-Teams: (v.l.n.r.) Jonas Schulze-Frenking, Carina Thöne, Matthäus Paracz und Ann-Kathrin Wulf. Betreut wurden sie von Prof. Dr. Ulrich Kern (r.).(Download )
14.12.2012

3. Preis für Soester Studierende im Wettbewerb Living in the Future Award 2012

Design: Denken für die Zukunft der Energiewende

Vier Studierende der FH Südwestfalen gewinnen mit "E-Ground" den dritten Preis im Wettbewerb Living in the Future. Das Konzept der angehenden Designmanager/innen basiert auf dem technologischen Ansatz des Energy Harvesting und wandelt die Bewegung des Menschen in elektrische Energie um.

Mithilfe piezoelektrischer Kristalle wird der durch Bewegung entstehende Druck von gehenden Menschen auf einem Fußweg in Energie umgewandelt, mit der man beispielsweise die Straßenbeleuchtung betreiben kann. Matthäus Paracz, Jonas Schulze Frenking, Carina Thöne und Ann-Kathrin Wulf entwickelten im Seminar "Gestaltungsprojekt" das Konzept "E-Ground" für ihren mit 1.000 Euro ausgezeichneten Wettbewerbsbeitrag. Die Studenten des Studiengangs Design- und Projektmanagement stellten sich die Aufgabe, durch neue Energiequellen den Anteil fossiler Energien gerade in urbanen Ballungsgebieten zu reduzieren. Unter Leitung von Prof. Dr. Ulrich Kern wurden im Seminar technologische Optionen antizipiert, die von den Designmanager/innen in plausible Lösungen transferiert wurden. Das Kreativ-Team aus Soest nahm sich des Themas des Energie-Erntens (Energy Harvesting) an und untersuchte, welche Möglichkeiten der Energieerzeugung und ihrer -umwandlung durch den Menschen selbst existieren. So fanden die Studierenden heraus, dass bei Massenveranstaltungen des Sports jede Menge menschlicher Energie ungenutzt bleibt. Ihre Idee der "Human Power Streets" als Zu- und Abgänge in Stadien hat als Nebeneffekt auch die Veränderung des Bewusstseins zur Energie zur Folge.
Im Rahmen des Wettbewerbs "Living in the Future Award" waren Studierende aller Fachrichtungen aufgerufen, Ideen für das Wohnen und Arbeiten in der Zukunft zu entwickeln. Künftige Produkte und Systeme sollten Antworten auf Megatrends wie Energie- und Ressourceneffizienz, Gesundheit und Wellness, Individualisierung, digitale Vernetzung, demografischer Wandel, Mobilität oder Urbanisierung liefern.

10 bis 15 Jahre Entwicklungshorizont für kreative Konzepte

Zum zweiten Mal wurde der Innovationspreis vom "Gebäudetechnik Südwestfalen e.V" ausgelobt und ausgeschrieben. Der Verein wird von namhaften Unternehmen und Weltmarktführern der Branche getragen, die sich von den Studierenden erhoffen, dass in die weitere Zukunft gedacht und konzipiert wird. Von den Beiträgen werden prinzipielle Problemlösungsideen und keine unmittelbar realisierbaren Entwürfe erwartet. Im Vordergrund steht das Merkmal des Innovativen. Notwendig hierfür ist die Identifizierung von Megatrends auf unterschiedlichen Ebenen (z.B. global, gesellschaftlich, ästhetisch, kulturell, ökonomisch) und die Konzeption von Problemlösungsansätzen als Antwort auf die langfristig wirksamen Entwicklungen.
Der erste, mit 3.000 Euro dotierte Preis ging an Judith Lennartz, Architektur-Absolventin der RWTH Aachen, für ihr "Growing a Home – Wohnhaus für den modernen Nomaden". Der Entwurf sieht ein selbstwachsendes und sich auch wieder entsorgendes Gebäude vor, das auf der Basis von Pilzen sich entwickelt. Den zweiten Platz (2.000 Euro) belegte das Projekt "BCI-Home Systems" des Frankfurter Architektur-Studenten Gäkhan Bayraktar. Im Zentrum des Beitrags steht die Idee, ein Brain-Computer Interface (BCI) zur Steuerung der Haustechnik zu verwenden.

Design- und Projektmanagement: in Deutschland einzigartig

Der junge Studiengang Design- und Projektmanagement der Fachhochschule Südwestfalen ist Teil des Fachbereichs Maschinenbau-Automatisierungstechnik. Der Lehrbetrieb wurde 2007 aufgenommen und inzwischen studieren etwa 160 Studierende auf dem Campus Soest. Das Curriculum rekurriert auf die Herausforderungen der Kreativwirtschaft und kombiniert interdisziplinär relevante Studienteile aus Gestaltung und Technik, Betriebswirtschaft und Sozialwissenschaften. In dieser Form ist der Studiengang deutschlandweit einzigartig. Die Absolventen des Studiengangs finden sich in den DAX-Unternehmen, aber auch in mittelständischen Betrieben Südwestfalens wieder.

www.fh-swf.de/dpm-soest
www.living-in-the-future.de
www.dorma.de