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Matthias Bald und Jan Hofmann präsentieren den Fotokalender mit dem sie 500 Euro für den Verein kleine Taten erwirtschafteten. | Foto Hinrichs / FH SWF
Matthias Bald und Jan Hofmann präsentieren den Fotokalender mit dem sie 500 Euro für den Verein kleine Taten erwirtschafteten. | Foto Hinrichs / FH SWF(Download )
Der verschwundene Schweinachtsbaum zu Soest | Fotos: Andrea Tittel / FH SWF
Der verschwundene Schweinachtsbaum zu Soest | Fotos: Andrea Tittel / FH SWF(Download )
Der verschwundene Schweinachtsbaum zu Soest | Fotos: Andrea Tittel / FH SWF
Der verschwundene Schweinachtsbaum zu Soest | Fotos: Andrea Tittel / FH SWF(Download )
21.12.2012

Wahre Weihnachtsgeschichten vom Campus Soest

Von kleinen guten Taten und gestohlenen und heimlich geschenkten Weihnachtsbäumen

Soest. Zwei kleine, aber wahre Weihnachtsmärchen haben sich jetzt am Soester Hochschulcampus zugetragen: So tauchte ein übernacht gestohlener Weihnachtsbaum in darauffolgenden Nacht in neuer Gestalt wieder auf und zwei Studenten sammelten mit dem Verkauf eines eigenen Kalender 500 Euro für einen guten Zweck.

Es geschah im hohen Advent auf dem parkähnlich angelegten Hochschulcampus der altehrwürdigen Hansestadt Soest. Pünktlich zum ersten Advent erstrahlte beim familiär geführten Fachbereich Agrarwirtschaft ein imposanter Weihnachtsbaum - liebevoll und mit einem bäuerlichem Augenzwinkern geschmückt. Den immergrünen Baum zierten kleine Schweinachtsengel in zart rosa, blau und glitzergrün. Seelig lächelten die Putten ihre Betrachter an und wenn man sehr genau hinhörte, meinte man, auch ein zartes adventliches Grunzen zu vernehmen.

In einer dunklen Nacht jedoch bemächtigten sich finstere Gesellen den Vorboten des Festes der Liebe. Lediglich die blau schimmernden Scherben eines zerborstenen Schweineengels blieb am Boden zurück. Der Platz stand kahl. Im Schnee mischten sich die Spuren der Schurken mit denen der früheren Bewunderer. Niedergeschlagen machten sich die Angehörigen des Fachbereichs Agrarwirtschaft an ihr Tagewerk.

Doch schon am Morgen danach war die Verwunderung und Freude groß: In der Nacht nach der Entwendung hatten ebenso Unbekannte einen neuen Baum an Ort und Stelle errichtet. Es war ein neuer, nicht weniger ansehnlicher Christbaum, geschmückt mit güldenen Kugeln. Eine Lichterkette lag - noch ohne Stromversorgung und originalverpackt - unter dem Baum.
War es nun die späte Reue eines der Übeltäter oder waren gar Soester Weihnachtswichtel am Werk - diese Frage konnte nie geklärt werden.
Die zarten Schweinchen blieben verschwunden, aber der adventliche Friede war auf dem Campus Soest der Fachhochschule Südwestfalen wieder hergestellt.

Die zweite Soester Weihnachtsgeschichte kommt dagegen ganz ohne Bösewichter aus. Kurz vor Abschluss ihres Studiums wollten die beiden Studenten Matthias Bald und Jan Hofmann noch einmal etwas anderes machen. Die angehenden Wirtschaftsingenieure beschäftigen in ihrer Freizeit mit Musik, fotografieren und unterhalten in der Adam-Kaserne einen Musikraum-Atelier.

So erstellten sie einen Fotokalender und verkauften ihn für einen guten Zweck. Nur mit Mundpropaganda gelang es, alle 100 Exemplare zu verkaufen. Ein Reinerlös von 500 Euro kam so zusammen. Das Geld spenden die beiden an den Lippetaler Verein "Kleine Taten". "Uns hat besonders überzeugt, dass die Gruppe Projekte hier bei uns und in Entwicklungsländern unterstützt", sagt Jan Hofmann (23). So unterstützt der Verein Kleine Taten die Clarenbach Schule in Soest und eine Kindertagesstätte in Brasilisen.

Matthias Bald hat die Fotos beigesteuert, die er während seines Praxissemesters in Paris gemacht hat. Daneben führten in private Reisen nach London und Paris. Diese Mal wählten sie Bilder aus rein ästhetischen Gründen aus. "Wir denken jetzt über einen Nachfolgekalender mit klarem Thema nach", sagt 25-jährige, der wie Hofmann im siebten Semester Engineering and Project Management eingeschrieben ist.

Doch die beiden haben noch weitere Ideen im Kopf: So entstehen gerade zwei Musikprojekte und sie planen eine Symbiose von Musik und Foto. Daneben beschäftigen sie sich mit Tontechnik. "Wir sind eben Wirtschaftsingenieure und können von allem ein bisschen", schmunzelt Bald, der sein Praxismodull beim Batteriehersteller HOPPECKE im Sauerland absolviert hat. Den baldigen Abschluss des Studiums wollen die beiden auch nicht aus den Augen verlieren. "Wir studieren eigentlich nur noch, weil wir gern länger ins Soest bleiben würden. Es ist so schön hier."

www.fh-swf.de/fb-aw
www.kleine-taten.de