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Vor gut gefülltem Auitorium gaben Prof. Dr. Filiana Santoso, Ursula Prehn, Sabine Mahlstedt, Prof. Dr. Werner Krybus, Prof. Jürgen Grüneberg den frisch eingetroffenen indonesischen Studenten erste Hinweise zum Aufenthalt und Studium in Deutschland.
Vor gut gefülltem Auitorium gaben Prof. Dr. Filiana Santoso, Ursula Prehn, Sabine Mahlstedt, Prof. Dr. Werner Krybus, Prof. Jürgen Grüneberg den frisch eingetroffenen indonesischen Studenten erste Hinweise zum Aufenthalt und Studium in Deutschland.(Download )
Prof. Jürgen Grüneberg gegrüßte 252 Indonesier auf dem Soester Hochschulcampus. Nach einer Phase des Blockstudiums verteilen sich die Studierenden auf Firmen in ganz Deutschland, um deutsche Unternehmenspraxis kennenzulernen.
Prof. Jürgen Grüneberg gegrüßte 252 Indonesier auf dem Soester Hochschulcampus. Nach einer Phase des Blockstudiums verteilen sich die Studierenden auf Firmen in ganz Deutschland, um deutsche Unternehmenspraxis kennenzulernen.(Download )
06.02.2013

Pünktlichkeit, Heimweh und verrückte Deutsche

252 Studierende aus Indonesien verbringen Praxissemester in Deutschland. Einführungsveranstaltung stellte deutsche Tugenden in den Vordergrund.

Soest. Auf die Sekunde genau begann Prof. Jürgen Grüneberg die Einführungsveranstaltung für die diesjährigen Studierenden aus Indonesien. Obwohl erst die Hälfte der 252 Hochschüler aus Fernost im Soester Audimax der Fachhochschule Südwestfalen eingetroffen war, berichtete er unbeirrt der Nachzügler weiter, was die Gäste in Deutschland erwartet.

Damit setzte Grüneberg die Hauptbotschaft der Erstunterweisung eindrücklich um: Pünktlichkeit, Pünktlichkeit, Pünktlichkeit: "In Deutschland erwarten das Ihre Hochschullehrer, Ihre Unternehmen aber auch Ihre Kollegen, Freunde und Gastgeber", betonte der Soester Altdekan. Jedoch ließ er eine Hintertür offen: "Wenn Sie doch einmal zu spät zur Vorlesung kommen, nutzen Sie bitte den rückwärtigen Eingang. So stören Sie die Veranstaltung weniger und vielleicht drückt der jeweilige Professor ein Auge zu - vielleicht."

Immer wieder würden die Gaststudenten in Situationen kommen, wo sie denken die deutschen seinen verrückt. "Und Sie werden Heimweh bekommen. Dafür brauchen Sie sich nicht zu schämen." Grüneberg weiß, wovon er spricht. Bereits seit mehr als zehn Jahren bringt der 78-jährige Indonesische Studenten nach Soest. "Sprechen Sie mit Freunden darüber - und halten Sie Kontakt zu Ihrer Familie!" Das habe zudem den positiven Nebeneffekt, dass sich die Angehörigen keine Sorgen machen.

Die Partnerhochschule Swiss German University Jakarta (SGU), deren Rektor Grüneberg bis vor einem Jahr war, schickt in diesem Jahr so viele Studierende wie noch nie nach Europa - eine logistische Meisterleistung für Grünebergs Mannschaft. Für die zwei Blockphasen an der Soester Fachhochschule mit zahlreichen Vorlesungen benötigen alle Indonesier Unterkünfte vor Ort. Hier lernen sie erste Schritte in der neuen Umgebung, eröffnen ein Bankkonto, kaufen die erste Telefonkarte. Und alle benötigen ein Europäisches Partnerunternehmen, in dem sie ihr Praktikum ableisten können - und wieder eine Unterkunft.

Pünktlichkeit ist auch das Thema von Dr. Filiana Santoso, der stellvertretenden SGU-Rektorin: "Wenn Sie einen Deutschen nach dem Weg fragen, planen Sie bitte die doppelte Zeit ein!" Die Chemikerin hat in Deutschland studiert. Zurück in Indonesien schreite sie zwar schneller als andere Indonesier. "Aber auf dem Weg zur Mensa musste ich mich eben sehr beeilen, um mit Prof. Dr. Krybus schritthalten zu können."

Der angesprochene Dekan des Fachbereichs Elektrische Energietechnik begrüßte die Studierenden und stellte Hochschule, Hansestadt und Stundenplan vor. Und Krybus erläuterte, wie die Akademiker aus dem viertgrößte Staat der Welt die viel beschworenen verrückten Deutschen live erleben können: "Fahren Sie am Rosenmontag nach Düsseldorf oder Köln!"

Fachbereich Elektrische Energietechnik | Swiss German University Westphalia Stiftung e.V. | Swiss German University