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Studierende der Fachhochschule üben den Aufbau eines Richtfunksystems.
Quelle: Privat
Studierende der Fachhochschule üben den Aufbau eines Richtfunksystems. Quelle: Privat (Download )
Das Betreibernetz der Innofactory GmbH: Erkennbar sind die alternativen Richtfunkstrecken nach Siegen.
Quelle: Privat
Das Betreibernetz der Innofactory GmbH: Erkennbar sind die alternativen Richtfunkstrecken nach Siegen. Quelle: Privat (Download )
Dominik Hennecke.
Quelle: FH Südwestfalen
Dominik Hennecke. Quelle: FH Südwestfalen (Download )
06.02.2013

Telekom-Netzausfall: Mittendrin statt nur dabei

Masterstudent Dominik Henneke arbeitet mit an der Umleitung von Richtfunkstrecken

Meschede / Siegen. Am 21. Januar ging im Siegerland nach einem Brand bei der Telekom in Siegen gar nichts mehr: weder Festnetz, noch Internet, noch Mobilfunk. An der Wiederherstellung der Funktionsfähigkeit des Leitungssystems hat sich auch der Masterstudent Dominik Hennecke beteiligt. Nicht theoretisch, sondern ganz praktisch "mittendrin" und sehr anschaulich bei der Umleitung des Datenstroms über Richtfunkstrecken.

Hennecke arbeitet bereits seit Abschluss seines Bachelorstudiums in Elektrotechnik im Jahr 2008 bei der Firma Innofactory in Lennestadt. Das Unternehmen stattet bisher unterversorgte, vor allem ländlich strukturierte Regionen mit leistungsfähigen Internetzugängen aus. Dies geschieht auf Basis einer Richtfunkinfrastruktur über Funk. So können beispielsweise Firmen miteinander vernetzt werden, wenn Glasfaserlösungen zu aufwändig oder teuer sind.

Durch den Brand im Siegener Telekom-Gebäude fielen mehrere von der Telekom gemietete Leitungen zur Versorgung von Kunden im Siegerland aus. Dominik Hennecke und seine Kollegen haben den Datenstrom statt über Olpe über den Hochsauerlandkreis und Meschede geleitet. So konnten die Abnehmer in den Kreisen Olpe und Siegen wieder versorgt werden.

"Eine Woche lang hatten wir so ziemlich viel zu tun", erzählt Hennecke. Und das neben laufenden Projekten im Unternehmen und einer fertig zu stellenenden Studienarbeit auf dem Schreibtisch. Denn Dominik Hennecke studiert seit eineinhalb Jahren den Masterstudiengang "Informations- und Kommunikationssysteme und deren Management". Neben technischen Fächern wie beispielsweise Breitbandkommunikation gehören auch Betriebs- und Volkswirtschaftslehre sowie juristische Aspekte zum Studium.

Eigentlich eine ideale Ergänzung zur Arbeit bei Innofactory. "Beispielsweise das Telekommunikationsgesetz für Betreiber fand ich sehr interessant, da wir in dem Umfeld arbeiten", meint Hennecke. Aber eben auch eine recht anstrengende Kombination: Zu den 40 Arbeitsstunden pro Woche kommen im Schnitt noch einmal 20 Stunden für das Studium. In Klausurzeiten nimmt er sich gerne frei, in den Semesterferien wird etwas ruhiger. So ist es aus seiner Sicht recht anstrengend, aber machbar. Mittendrin in einem Netzausfall wie in Siegen muss er dann aber doch nicht öfter sein. Auch wenn es so schön anschaulich ist.

Hintergrund

Spezialisten wie Dominik Hennecke werden für den Aufbau und Betrieb einer leistungsfähigen breitbandigen Telekommunikations- und IT-Infrastruktur benötigt. Sie bildet die Basis für innovative Dienste und Anwendungen wie die Multimedia-Heimvernetzung, Ambient Assisted Living, eLearning, eGovernment oder Cloud Computing.

Der Masterstudiengang "Informations- und Kommunikationssysteme und deren Management" dient der Ausbildung dieser Spezialisten. Er ist stark anwendungsorientiert und schließt sich im Idealfall an ein Bachelor-Studium aus dem Bereich der Elektro- und Informationstechnik oder dem Wirtschaftsingenieurwesen an. Das Studium beginnt zum Sommer- und zum Wintersemester. Die aktuelle Bewerbungsfrist läuft noch bis Ende Februar. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.fh-swf.de.