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Ein Stück Torte gefällig: Anlässlich der Abfahrt lud das Soester R4 Team zu morgendlichem Kaffee. Fotos: Hinrichs/FH SWF
Ein Stück Torte gefällig: Anlässlich der Abfahrt lud das Soester R4 Team zu morgendlichem Kaffee. Fotos: Hinrichs/FH SWF(Download )
Team Blau fährt voran.
Team Blau fährt voran. "Der F6 ist der Älteste und der Langsamste", sagt Maschinenbau-Student Matthias Markwart. Man spürt, dass das diesjährige R4 Team Westfalen schnell aus lauter Einzelpersonen zu einem solidarischen Team zusammen gewachsen ist.(Download )
12.02.2013

Mit Geburtstagstorte nach Marrakesch

Im Morgengrauen startete das R4 Team Westfalen Richtung Paris.

Soest. Das diesjährige R4 Team Westfalen nimmt sich einen Tag mehr Zeit für die Anreise zu einem der beiden zentralen Massenstarts. Bei der 16. Raid 4L Trophy, so der offizielle Name der Rallye, starten 1350 Studentenkutschen von Paris nach Marrakesch. In Soest herrschen leichte Minusgrade, auf dem Campus liegt Schnee. Es sind dunkle 7 Uhr morgens.

Aber wenn man mehr Zeit hat, kann man den Augenblick auskosten. Die Vorgängerteams hatten sich längere Abschiedszeremonien verbeten, um ja rechtzeitig loszukommen. Das diesjährige Team hatte jetzt Sponsoren und Angehörige extra eingeladen, um bei Kaffee und Brötchen die Abfahrt zu feiern. Zu feiern gab es auch den 24. Geburtstag von Steffen Rüdiger, der sich mit der Tour-Teilnahme sicherlich das tollste Geburtstagsgeschenk selbst gemacht hat.

"Wer ist eigentlich auf die Idee gekommen, im Winter zu starten?", fragt Mareike Morell (24) noch fröstelnd beim Fototermin. Immerhin locken in Marrakesch angenehme 19 Grad Celsius. Aber die Heizung in den kultigen Renaults funktioniert anscheinend und schon wenige Stunden nach dem Start vermeldet das Geburtstagskind: "Die Fahrt ist schon jetzt Klasse! Einfach ein Riesen-Spaß. Wir sind jetzt kurz vor Holland und im R4 ist es mollig warm."

Die Studierenden vom Standort Soest bilden Deutschland größtes R4 Team. Und das traditionsreichste: Schon zum vierten Mal sind die Westfalen dabei, wobei die diesjährige Gruppe schon fast international aufgestellt ist. Nicht nur, dass erstmals alle drei Soester Fachbereiche vertreten sind, drei Mitfahrer stammen aus Hessen.

Von Karneval ist nichts zu spüren. Die Idee, zur Abfahrt Pappnasen aufzusetzen, wurde im Vorfeld nur scherzhaft erwogen. Zu viel Ernsthaftes gab es zu organisieren: Neben wichtigen Werkzeugen und Ersatzteilen führt jedes Team Schulmaterialien und Lebensmittel mit. Diese werden nach der Fährüberfahrt, am 18. Februar bei der Hilfsorganisation Enfants du Désert (Kinder der Wüste) abgeliefert.

Doch erst einmal heißt es, rechtzeitig am Startpunkt anzukommen. Dort wird geprüft, ob alles Spendenmaterial geladen ist, ob die R4 fahrtüchtig sind und ob nicht irgendwelche Fremd- oder verbotenen Teile verbaut wurden. Zugelassen sind nur Original-R4. Der Startschuss fällt dann am 14. Februar. Die gemessene Strecke liegt ausschließlich in Marokko. Hier geht es weniger um Geschwindigkeit, sondern um zurückgelegte Kilometer.

Um die 2700 mitfahrenden Studenten zu betreuen sind 250 Personen (davon 80 Mediziner) bei der 4L Trophy tätig. Über die 16 Jahre gab es inzwischen insgesamt 24000 Teilnehmer. Die Tourstrecke umfasst 6000 Kilometer. Für die Soester kommen noch 1200 für die An- und Abreise hinzu. Zu den Sponsoren des Teams zählen - neben zahlreichen Unternehmen aus der Region - auch die Fachhochschule, der Karrieretag, der Verband Soester Ingenieure (VSI) und der Verein der Freund des Soester Hochschulcampus (VDF)

Fachhochschule Südwestfalen Soest | www.r4teamwestfalen.de | www.4ltrophy.com