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Christian Klett, Dozent der zweiten Kinder-Uni-Vorlesung
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05.03.2013

Wie kommen die Pommes in den Backofen, oder wozu brauchen wir Unternehmen?

Zweite Vorlesung der Kinder-Uni an der Fachhochschule Südwestfalen in Hagen

Nachdem sich beim tollen Auftakt der Kinder-Uni an der Fachhochschule Südwestfalen in Hagen noch alles um Zahlen drehte, geht es nun in die Küche. Das sollte man jedenfalls meinen. Denn der Titel "Wie kommen die Pommes in den Backofen?" führt ja geradezu direkt dorthin. Aber bei der zweiten Kinder-Uni-Vorlesung heute Nachmittag um 16 Uhr geht es um viel mehr. Der Untertitel "Wozu brauchen wir Unternehmen" verrät das eigentlich schon.

Christian Klett ist so etwas wie der Pommes-Experte der Fachhochschule Südwestfalen. Nicht, dass er in einer der vier Mensen der Hochschule arbeitet. Nein, Christian Klett ist Wirtschaftswissenschaftler und unterrichtet normalerweise Studenten in Meschede. Aber sein Vortrag bringt Pommes und Wirtschaft sozusagen an einen Tisch. Das geht. "Und das macht auch Sinn", sagt Christian Klett. "Denn das die Pommes nicht einfach so in den Backofen kommen, ist eigentlich klar", ergänzt er. "Auf dem Weg von der Kartoffel auf dem Feld bis zu den Pommes im Backofen sind nämlich viel mehr Unternehmen beteiligt als man denkt."

Und wenn man dann auch noch hört, dass Christian Klett sich vorgenommen hat, mithilfe der Kinder eine waschechte Lieferkette nachzubauen, dann dürfte langsam klar werden: Hier geht es tatsächlich um viel mehr als nur um Pommes. "Ich möchte Wirtschaft und Wettbewerb erklären", sagt Klett. "Letztlich geht es um die Grundfunktionen unserer Marktwirtschaft."

Übrigens: Christian Klett hat schon mehrere Kinder-Uni-Vorlesungen an anderen Standorten der Fachhochschule Südwestfalen gehalten. Das heißt aber nicht, dass auch er nicht noch ein bisschen aufgeregt ist. "Kinder gehen der Sache auf den Grund, fragen wesentlich mehr als Studenten", weiß Klett. Außerdem seien die Fragen von Kindern auch noch viel schwieriger vorauszusehen. "Da kann man bei aller Vorbereitung schon einmal auf dem falschen Fuß erwischt werden", sagt der Dozent und lächelt dabei fast schon ein wenig herausfordernd.