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Quelle: FH Südwestfalen
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21.03.2013

Ökonom mit Ambition

Dr. Karl Betz unterrichtet Volkswirtschaftslehre vor dem Hintergrund persönlicher Erfahrungen

Meschede. Dr. Karl Betz ist promovierter und habilitierter Volkswirt. Er unterrichtet in Meschede Fächer wie Makroökonomik und Geldmarkttheorie und tut dies bewusst voreingenommen. Nicht nur weil er Marx liest und Gewerkschaftsmitglied war. Ursprünglich Schriftsetzergehilfe spülte ihn Mitte der 70er Jahre die erste Welle der Massenarbeitslosigkeit auf den zweiten Bildungsweg. Im nächsten Anstellungsverhältnis fiel er einer Rationalisierung zum Opfer: Der Fotosatz machte Schriftsetzer alter Schule überflüssig. Betz widmete sich daher dem Studium der Volkswirtschaftslehre an der Freien Universität Berlin. Anschließend wechselten sich Arbeitslosigkeit, wissenschaftliche Mitarbeit und zwei Vertretungsprofessuren ab, bis er schließlich in Meschede landete.

Seinen Studierenden möchte er gerne die Faszination für ökonomische Zusammenhänge vermitteln. Eine der Kern-Fragestellungen: Wie schafft man es eigentlich, unterschiedliche Wirtschaftsteilnehmer in einer Volkswirtschaft zu koordinieren, ohne dass irgendwer miteinander redet? Die Antwort sind Preismechanismen und Märkte, wobei jedoch Fehlfunktionen wie die Arbeitslosigkeit auftreten können. Je nach Auffassung vertreten Volkswirte hier die Ansicht, dass staatliche Intervention sinnvoll und nötig ist oder nicht.
Betz hat hierzu eine klare Vorstellung: "Eine Volkswirtschaft ist wie ein riesiger Computer-Chip in dem bitweise Information weitergegeben wird und ein Marktergebnis rauskommt. Fehlen dem Chip Transistoren passieren Rechenfehler, die man korrigieren muss."