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08.04.2013

Man sieht es nicht: Zeitzeuge aus Fukushima berichtet

Mo., 22. April 2013 um 10 Uhr, Campus Soest, Gebäude 2, Raum 02.113

Soest. Das Reaktorunglück von Fukushima gab den Ausschlag zum Atomausstieg in Deutschland. Über die aktuelle Lage in Japan berichtet am Montag, 22. April, um 10 Uhr Kazuhiko Kobayashi an der Fachhochschule Südwestfalen in Soest. Sein Vortrag "Fukushima: Wo sind wir morgen?" findet in Gebäude 2, Raum 02.113 auf Einladung von Professor Dr.-Ing. Reinhard Spörer statt, der die Veranstaltung auch moderiert.

In seinen deutschsprachigen Vorträgen nimmt Kazuhiko Kobayashi Stellung zu wichtigen energiepolitischen Fragen und zu den Gefahren der Atomenergie. Er hat in Japan Germanistik studiert und war lange als Berater für internationale Geschäftsverbindungen zwischen europäischen und japanischen Unternehmen tätig.

Die Entwicklung der Atomkraft in Japan im politischen und wirtschaftlichen Hinblick, die Schilderung der derzeitigen Lage in Japan und Nachwirkung des Reaktorunglücks von Fukushima. Besonderes Augenmerk wirft Kobayashi auf Verharmlosungen und das Verschweigen atomarer Risiken durch Stromkonzern und Regierung. Daneben wird der Referent auch die Entwicklungen in der Bundesrepublik Deutschland aus seiner Sicht darstellen.

Die Veranstaltung ist eingebettet in die Aktionswoche für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushimader Initiative des Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk (IBB) in Dortmund vom 21. bis zum 26. April 2013 mit Vorträgen und Berichten in Soest und Bad Sassendorf. Neben Kobayashi wurde dort auch der ukrainische Zeitzeuge Anatoliy Ligun eingeladen, der selbst bei der "Liquidation" in Tschernobyl mitarbeitete.

Die Veranstaltungen sind öffentlich; der Eintritt ist frei.

Fachhochschule Südwestfalen in Soest