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Andreas Niedrig (ganz rechts) zusammen mit den Gastgebern der Veranstaltung: Prof. Dr. Jens Bechthold (links) und Dr. jur. Margitta Boin (beide Fachbereich Maschinenbau-Automatisierungstechnik, Campus Soest, Fachhochschule Südwestfalen) | Foto: Tittel / F
Andreas Niedrig (ganz rechts) zusammen mit den Gastgebern der Veranstaltung: Prof. Dr. Jens Bechthold (links) und Dr. jur. Margitta Boin (beide Fachbereich Maschinenbau-Automatisierungstechnik, Campus Soest, Fachhochschule Südwestfalen) | Foto: Tittel / F(Download )
23.04.2013

Für eine Sache brennen

"Viele denken, mein Vortrag sei vor allem über meine Zeit als Junkie oder über meine sportlichen Erfolge. Das ist falsch. Hier geht es darum zu zeigen, dass ich für etwas brennen muss. Egal, was ich mache!"

Soest. Im Soester Audimax der Fachhochschule Südwestfalen sprach der Leistungssportler Andreas Niedrig über Sport, Leben und Ziele. Und berichtete über die hohe Prozentzahl der psychosomatisch bedingten Arztbesucht. Diese ließen sich mit mehr Zufriedenheit im Job und Leben vermeiden, so der Motivationstrainer.

Es ist der etwas andere Vortrag von einem etwas anderen Motivationstrainer: Auf Einladung von Dr. jur. Margitta Boin und Prof. Dr. Jens Bechthold (beide FB M-A, Soest) erzählt der Hochleistungssportler und ehemalige Drogenabhängige Andreas
Niedrig seine Geschichte. Im Audimax entstehen so eineinhalb Stunden Alltagspause, in der sich Dozent und Zuhörer mit ihren Gedanken treffen. Und am Ende steht der Satz: "Das Wichtigste im Leben ist: Das Leben!"

"Wir alle haben eins gemeinsam. Wir werden geboren und wir sterben. Diese Wahrheit sollte unsere größte Motivation sein, um die Zeit dazwischen mit Leben zu füllen!" Der Hochleistungssportler und Motivationstrainer Andreas Niedrig verdeutlicht dies mit
einem scheinbar paradoxen Beispiel: Ein Junkie am Bahnhof. Andreas Niedrig spricht jetzt aus Erfahrung: "Der erste Gedanke von Passanten ist meist: Der kriegt nichts auf die Reihe… Und doch ist dieser Junkie der wohl organisierteste Mensch am Bahnhof.
Der beste Topmanager, den man sich denken kann. Denn er brennt für eine Sache, und zwar richtig." Erschrockenes Lachen im Hörsaal, weil klar wird: Niedrig hat Recht. 24 Stunden am Tag ist ein Drogenabhängiger nur auf eine einzige Sache konzentriert.
Das ist zielorientiertes Denken. Diese wichtige Eigenschaft sei nicht zu unterschätzen, sie muss nur in etwas Positives umgewandelt werden, so Niedrig.

"Das habe ich geschafft. Ich habe mich für das Leben entschieden. Wichtig dabei: Im hier und jetzt sein", so der Motivationstrainer. Man müsse sich auf das konzentrieren, was unmittelbar vor einem liegt. So könne man Zufriedenheit erlangen und damit Krankheiten minimieren. Immerhin seien 50 bis 75% aller Arztbesuche psychosomatisch bedingt, referiert Niedrig. Unternehmenskultur und Mensch würden häufig nicht zusammenpassen, das müsse sich künftig ändern. "Motivation muss aus einem selbst heraus kommen. Und sollte ich heute Abend auch nur einen Zuhörer erreicht haben, hat sich der Besuch in Soest schon gelohnt!".

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