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60 Studierende aus 10 Nationen trafen sich in New Jersey, USA zu einem internationalen Workshop.
60 Studierende aus 10 Nationen trafen sich in New Jersey, USA zu einem internationalen Workshop.(Download )
In verschiedenen Teams lernten die Studierenden mit Hilfe eines Unternehmensplanspiels die globalisierte Arbeitswelt kennen.
In verschiedenen Teams lernten die Studierenden mit Hilfe eines Unternehmensplanspiels die globalisierte Arbeitswelt kennen.(Download )
28.05.2013

Hagener Studierende und Lehrende organisierten internationalen Workshop in den USA

Seit 16 Jahren treffen sich Hagener Studierende mit Studierenden aus aller Welt zum gemeinsamen Unternehmensplanspiel

Hagen. 60 Studierende aus 10 Nationen trafen sich jetzt in Point Pleasant Beach im Bundesstaat New Jersey, USA, zu einem internationalen Workshop. Organisiert wurde die Veranstaltung wieder von Christoph Glatz, Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fachbereich Technische Betriebswirtschaft der Fachhochschule Südwestfalen in Hagen. Unter Leitung von Prof. Dr. Gerald Lange hatten sich auch die teilnehmenden Studierenden der Hagener Hochschule ein Semester lang auf den Workshop vorbereitet.

Seit 16 Jahren organisiert der Fachbereich den internationalen Workshop. Gemeinsam mit Studierenden und Dozenten von Partnerhochschulen trifft man sich einmal pro Jahr an wechselnden Standorten zu einem Unternehmensplanspiel. Was die globalisierte Arbeitswelt vormacht, sollen, so die Idee, die Studierenden bereits während ihres Studiums praktisch erfahren und sich mit kulturellen Unterschieden im unternehmerischen Verhalten auseinandersetzen. Das funktioniert mit Hilfe eines Unternehmensplanspiels. Gebildet werden verschiedene Teams, die sich jeweils aus Studierenden der verschiedenen Partnerhochschulen zusammensetzen. Anhand einer computerunterstützten Unternehmenssimulation entwickeln, produzieren und vertreiben die Studierenden-Teams virtuelle Produkte und treten mit ihren Konzepten gegeneinander an. In diesem Jahr kamen die Teilnehmer aus Abu Dhabi, Belgien, China, Finnland, Indonesien, Niederlanden, Russland, Schweiz USA und natürlich aus Hagen.

Was in der Theorie noch einfach erschien, wurde aufgrund der unterschiedlichen Methoden, Erfahrungen und kulturellen Unterschiede der internationalen Teilnehmer im konkreten Fall durchaus zur strategischen und operativen Herausforderung. "Sechs verschiedene Nationen, sechs verschiedene Kulturen und sechs verschiedene Persönlichkeiten trafen in den einzelnen Teams aufeinander und mussten sich miteinander einem wirtschaftlichen Problem stellen", berichtet Nhu Ong von der Hagener Hochschule, "ich habe viel gelernt, vor allem Probleme im Team zu lösen. Wir haben viel diskutiert und mussten vor allem viel Zeit in Kommunikation investieren, damit das internationale Team auch funktionierte".

Im Finale stellten die Studierenden-Teams ihre Ergebnisse vor. Da wurden Quartalsprofite zusammengezählt, Strategien auf deren Realisierung überprüft und Vorteile gegenüber der Konkurrenz herausgearbeitet. Und so manches Team, das zwar keinen perfekten Lauf hingelegt hatte, aber die besten Zukunftsperspektiven aufzuweisen hatte, wurde dann in der abschließenden Abstimmung Publikumsliebling. Die besten Teams präsentierten abschließend ihre Ergebnisse im New York Institute of Technology am Old Westbury Campus auf Long Island.

Viel Arbeit für die Studierenden, aber es gab auch Raum für touristische Aktivitäten: Philadelphia mit dem Independence Museum bot einen Einblick in die Wiege der Vereinigten Staaten, die dort ansässige Süßwaren-Fabrik "Reilys" einen Einblick in die Schokoladen- und Zuckerverarbeitung. Und Atlantic City beeindruckte mit seinen Spielcasinos und dem berühmten Bordwalk, einer hölzernen Promenade direkt am Atlantikstrand.

Vor dem Abflug nach Deutschland stand noch ein Aufenthalt in New York auf dem Programm und viel zu schnell hieß es dann Abschied nehmen von den neugewonnen Freunden. "Es mag vielleicht abgedroschen klingen, aber ich komme als anderer Mensch wieder zurück nach Hagen. Ich hätte es nie für möglich gehalten, dass ich in dieser doch kurzen Zeit so viel Neues erfahre und für mein späteres Leben mitnehme, auch an Freundschaften" , spricht Julian Koch den anderen Teilnehmern aus der Seele.