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Student Oleg Karpenko
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v.l.n.r. David Hofmann, Oleg Karpenko, Friedrich Fast
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v.l.n.r. Oleg Karpenko, Prof. Dr. Bernhard Kirsch
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08.07.2013

Fachbereich Maschinenbau investiert in neues Lehrsystem

25.000 Euro für praxisgerechte Ausbildung in der hydraulischen Antriebstechnik

Iserlohn. Das Studium an der Fachhochschule Südwestfalen ist praxis- und anwendungsbezogen. Regelmäßig werden daher Laborausstattungen und Lehrsysteme an die aktuellen industriellen Anforderungen angepasst. Für den Grundkurs Hydraulische Antriebstechnik im Fachbereich Maschinenbau der Fachhochschule Südwestfalen in Iserlohn wurde jetzt ein neues Lehrkonzept entwickelt. Die Praktikumsversuche wurden praxisgerecht überarbeitet und mit den didaktischen Inhalten der Vorlesungen und Übungen abgestimmt. Insgesamt investierte die Fachhochschule 25.000 Euro in das neue Konzept.

Noch kurz vor Semesterschluss kamen die ersten Studierenden der Studiengänge Maschinenbau und Mechatronik in den Genuss des neuen Lehrsystems. Im Rahmen ihres Praktikums müssen sie Versuche durchführen, um die Aufgaben einer Hydraulikanlage kennenzulernen, also Betriebsbereitschaft herstellen, Energie bereitstellen, Energieflüsse steuern und regeln und mechanische Arbeiten verrichten. Mussten sich bislang bis zu 15 Studenten einen Versuchsplatz teilen, so arbeiten jetzt zwei Studenten an einem Prüfstand und können die Versuche selbständig durchführen. Prof. Dr. Bernhard Kirsch, der das neue Konzept entwickelt hat, schildert den Unterschied zu früher: "Das neue System ist jetzt besser auf die Vorlesungsinhalte abgestimmt und wir sind damit näher an der industriellen Praxis. Die alten Versuchsanordnungen ermöglichten kein selbständiges Lernen. Die Bedienung war so sensibel, dass kleinste Fehler der Studierenden zu einem Ausfall führten. Alle Versuche mussten daher immer unter Anleitung eines Mitarbeiters durchgeführt werden. Jetzt können die Studierenden auch Fehler machen, ohne dass etwas passiert."

Hydraulische Antriebstechnik findet sich in vielen Bereichen des Alltags. Sie sorgt beispielsweise dafür, dass auch auf nasser Straße ein sicheres Bremsen möglich ist, Autos zur Reparatur auf einer Hebebühne angehoben werden, Bau- und Landmaschinen ihre Lasten heben und senken können oder Flugzeuge das Fahrwerk ein- und ausfahren können. Student David Hofmann ist von seiner neuen Praktikumsumgebung angetan: "Ich finde es gut, dass die Fachhochschule in moderne Lehrsysteme investiert". Und Sven Stratenwerth, der als studentische Hilfskraft das System mitentwickelt hat, ergänzt: "Wir haben ein Jahr an der Entwicklung des neues Praktikums gearbeitet, es gab mehrere Entwicklungsstufen. Alle Komponenten wurden in der Hochschule selbst entwickelt und die Anlagen aus handelsüblichen Komponenten zusammengebaut". Ihn begeisterte vor allem die Teamarbeit und dass die Studierenden mit eingebunden wurden.