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Martin Lammers (l.) begrüßte 110 angehende Erzieherinnen im Soester Audimax.
Martin Lammers (l.) begrüßte 110 angehende Erzieherinnen im Soester Audimax.(Download )
19.09.2013

Technik und Naturwissenschaften für angehende Erzieher

Kooperation mit Berufskollegs in Arnsberg, Beckum und Soest Erstmals Fortbildung innerhalb der Ausbildung

Soest. An der Fachhochschule Südwestfalen lernen 110 zukünftige Erzieherinnen aus drei Landkreisen Grundlagen aus Naturwissenschaften und Technik. Die neue KNuT-Ausbildungsreihe vermittelt und erklärt physikalischen Phänomene, die von Kindern in ihrem Alltag beobachtet werden können.

Bisher nahmen über 700 pädagogische Fachkräfte von KiTas und Grundschulen aus den Kreisen Soest, Unna, Hochsauerland und Warendorf an dieser Qualifizierung teil, die seit 2006 unter dem Namen "KNuT" (Kinder-Naturwissenschaften-und-Technik) gemeinsam vom Institut für Technologie- und Wissenstransfer im Kreis Soest (TWS) und der Fachhochschule Südwestfalen am Standort Soest angeboten werden. Bisher wurden mit KNuT letztlich über 25.000 Kinder in der Region erreicht.

Erstmals richten sich die Veranstalter an angehende Erzieher/innen. Durch eine Kooperation mit dem Börde Berufskolleg Soest (60 Teilnehmer), Berufskolleg-Beckum (30) und Berufskolleg am Eichholz in Arnsberg (20) werden gleichzeitig drei Landkreise erreicht. Über einen Zeitraum von acht Monaten werden insgesamt 110 Schülerinnen und Schüler von dem naturwissenschaftlich- technischen Ausbildungsangebot profitieren.

In fünf Vorlesungen im Soester Audimax der Fachhochschule Südwestfalen vermittelt Diplom-Ingenieur Martin Lammers die theoretischen Inhalte aus den Bereichen Mechanik, Akustik, Optik, Wärmelehre und Elektrizitätslehre. Weitestgehend ohne Formeln und Zahlen werden hierzu die Grundlagen vermittelt und mit einfachen aber prägnanten Experimenten veranschaulicht. In den Räumlichkeiten der jeweiligen Berufskollegs werden später themenbezogenen Praktika durchgeführt, bei denen - wie im Studium - die Zusammenhänge in praktischen Versuchen nachvollzogen werden. Zusätzlich und in Ergänzung fahren alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer während einer gemeinsamen Exkursion zur Phänomenta nach Lüdenscheid.

"Wichtig sind uns Phänomene und Materialien der kindlichen Umgebung", erläutert Lammers den pädagogischen Ansatz von KNuT. Statt teurer kommerzieller Baukästen kommen Alltagsgegenstände aus dem Haushalt, wie Wäscheklammern, Korken und Gummibänder zum Einsatz. "Unsere Versuchsanordnung entlasten damit das knappe Finanzbudget der KiTas." Außerdem zeige die Erfahrung, dass einfache Versuchsaufbauten nachhaltiger wirken, und nicht nach dem ersten Versuchs-Feuerwerk ungenutzt oder unvollständig in der Ecke liegen. "Auch extern eingekaufte Trainer sind in unserem Konzept überflüssig", versichert Lammers.

Die erfolgreichen KNuT-Staffeln gaben letztlich auch den Impuls zur Gründung des Wissenschaftlichen Zentrums Frühpädagogik (WZF). Neben dem berufsbegleitenden startet in diesem Wintersemester auch ein Präsenz-Studiengang Frühpädagogik.

www.tws-soest.de | www.fh-swf.de/wzf | www.berufskolleg-beckum.de | www.boerde-berufskolleg.de | www.bkae.de

Zum Bild: Diplomingenieur Martin Lammers (v.l.n.r.) vom Institut für Technologie und Wissenstransfer im Kreis Soest (TWS) begrüßte 110 angehende Erzieherinnen im Soester Audimax der Fachhochschule Südwestfalen. Begleitet wurden die angehenden pädagogischen Fachkräfte von ihren Lehrern Thomas Knobel und Sascha Klute vom Börde Berufskolleg in Soest und Uwe Tiefenbach und Reiner Lutterbüse (2. Reihe v.l.) vom Berufskolleg Beckum.