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NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze (5. v. li.) bei der Einweihung des neuen Lernzentrums in Hagen.
NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze (5. v. li.) bei der Einweihung des neuen Lernzentrums in Hagen.(Download )
02.10.2013

Aus alter Maschinenhalle wird neues Lernzentrum

Wissenschaftsministerin Svenja Schulze weihte neuen Gebäudetrakt der Fachhochschule Südwestfalen in Hagen ein

Hagen. Pünktlich zum Beginn des neuen Semesters können sich Studierende und Mitarbeiter der Fachhochschule Südwestfalen in Hagen über neue Räumlichkeiten freuen. Mit dem Umbau der ehemaligen und seit Jahren ungenutzten Maschinenhalle und der Auflösung des alten Hochspannungslabors hat die Hagener Hochschule Raum geschaffen für ein neues Lernzentrum.

"Willkommen in unseren alten, neuen Räumlichkeiten", begrüßte FH-Präsident Prof. Dr. Claus Schuster NRW- Wissenschaftsministerin Svenja Schulze und die Gäste zur heutigen (02.10.2013) Einweihung des neuen Lernzentrums der Fachhochschule Südwestfalen. Und in der Tat hat sich seit Beginn des Umbaus im letzten Jahr eine erstaunliche Wandlung des Gebäudetraktes vollzogen. Entstanden ist ein moderner, lichtdurchfluteter neuer Bereich für Lehre und Forschung.

Davon überzeugte sich auch Ministerin Svenja Schulze. "Das ist ein hervorragender Ort für Lehre und Studium. Er verbindet technische Tradition mit modernen Lehr- und Lernmöglichkeiten", so die Wissenschaftsministerin.

Die alte Maschinenhalle wurde komplett entkernt. Sie erhielt eine Zwischendecke und im unteren Teil entstanden vier Poolräume für die Studierenden. Die Räume gruppieren sich um einen Innenhof in der Mitte mit einer Grundfläche von rund 240 Quadratmetern und einer lichten Höhe von sieben Metern. Vier Lichtkuppeln sorgen für eine ausreichende Beleuchtung. Der obere Teil der Halle ist als umlaufende Galerie gestaltet. Hier befinden sich jetzt die neuen Büros des IT-Services.

Im ehemaligen Hochspannungslabor entstand ein hochmoderner Hörsaal mit einer Grundfläche von 250 Quadratmetern und 195 Sitzplätzen. Beim Bau des Hörsaals wurde ein besonderes Highlight installiert, eine neue LED-Beleuchtung mit einstellbarem, leistungsfördernden und gesundem Licht. Das intelligente Beleuchtungssystem vitaLED kann die natürliche Leistungskurve von Studierenden und Lehrenden unterstützen und deren Wohlbefinden fördern. Wie an einem schönen Sonnentag wird das Lichtspektrum nach dem Vorbild der Natur gesteuert. Blauanteile im Licht regen die Produktion des "Glückshormons" Seroton an. Es aktiviert und steigert die Leistungsfähigkeit. Warmes Licht in den Pausen sorgt dafür, dass Melatonin produziert und eine beruhigende Wirkung erzielt wird. Die Beleuchtung lässt sich via Intranet u.a. direkt vom Rednerpult aus steuern, so dass die Lichtverhältnisse optimal an die jeweilige Raumnutzung, beispielsweise eine Präsentation, angepasst werden können. Hierfür werden ggf. Zuhörer- und Rednerbereich unterschiedlich beleuchtet. Die mehrfach ausgezeichnete vitaLED-Hörsaalbeleuchtung wurde von Prof. Dr. Ulrich Kuipers mit Unterstützung der Brumberg Leuchten GmbH & Co.KG aus Sundern und der Albrecht Jung GmbH & Co.KG aus Schalksmühle und der Brumberg Leuchten GmbH & Co.KG aus Sundern entwickelt und realisiert. Beide Unternehmen haben die Realisierung der innovativen Hörsaalbeleuchtung gesponsert.

Auch der Auszug der FernUniversität, die lange Jahre Räumlichkeiten der Fachhochschule genutzt hatte, eröffnete neue Optionen. Die hierdurch frei gewordenen Flächen in direkter Nachbarschaft zur umgestalteten Maschinenhalle sind zu Laborflächen und zur Vergrößerung der Bibliothek umgebaut worden.

Heinz-Joachim Henkemeier, Vizepräsident für Wirtschafts- und Personalverwaltung erinnerte an die wechselvolle Geschichte der Maschinenhalle. Vor genau 50 Jahren wurde in dieser Maschinenhalle der damaligen Staatlichen Ingenieurschule für Maschinenwesen Hagen der erste Lehrbetrieb aufgenommen. Mit der Einstellung des Studiengangs Maschinenbau 1982 wurde auch die Maschinenhalle nicht mehr für die Lehre genutzt. Stattdessen fanden dort insbesondere in den 90er Jahren Rock- und Semesterkonzerte der Hochschule statt.

Mit der Übergabe der neuen Räumlichkeiten an die Hochschule durch den Geschäftsführer des Bau- und Liegenschaftsbetriebes des Landes NRW, Dr. Martin Chaumet, hat die "alte Maschinenhalle" nun wieder mit einer veränderten Nutzung in das Hochschulleben zurückgefunden.


Zum Bild (v.li.): Hagens Bürgermeisterin Brigitte Kramps, Prof. Dr. Detlev Patzwald, Vizepräsident für Studium/Weiterbildung der Fachhochschule Südwestfalen, Prof. Dr. Hans-Ulrich Hensche, Vizepräsident für Marketing/Internationales, Heinz-Joachim Henkemeier, Vizepräsident für Wirtschafts- und Personalverwaltung, NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze, Prof. Dr. Claus Schuster, Präsident der Fachhochschule Südwestfalen, Therese Yserentant, BLB-Niederlassungsleiterin Soest und Martin Chaumet, Geschäftsführer des Bau- und Liegenschaftsbetriebes des Landes NRW, bei der Einweihung des neuen Lernzentrums im blauen Licht des neuen Hörsaals.