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21.10.2013

Kompetenzzentrum Fahrzeug-Elektronik (KFE) eröffnet

FH Südwestfalen zeigte als Eigenentwicklung ein Voll-Hybrid-Elektroauto

Lippstadt/Soest. Wirtschaftsminister Garrelt Duin eröffnete jetzt das Kompetenzzentrum Fahrzeugelektronik GmbH (KFE). Das Zentrum soll insbesondere kleine und mittlere Unternehmen der Automobilbranche in der Region dabei unterstützen, Forschungen im Verbund zu nutzen und sich damit Potenziale im Bereich der Elektromobilität zu erschließen.

Mit diesem Schwerpunkt bildet es einen wichtigen Baustein des Automotive Kompetenzzentrums Südwestfalen. "Mit dem Kompetenzzentrum Fahrzeug-Elektronik in Lippstadt demonstriert Südwestfalen seine Stärke als Standort der automobilen Forschung und Entwicklung", sagte Minister Garrelt Duin.

Das KFE in Lippstadt bildet zusammen mit dem Automotive Center Südwestfalen (ACS) in Attendorn das Regionale-Projekt "Automotive Kompetenzregion Südwestfalen", in dem die Fachhochschule Südwestfalen neben verschiedenen Unternehmen, sowie der Hochschule Hamm-Lippstadt und der Universität Siegen zum Kreis der Ideengeber und Träger gehört. Allein das KFE wird vom Land Nordrhein-Westfalen in Höhe von knapp 5,5 Millionen Euro gefördert. Das Ministerium sieht durch die Einbeziehung von Hochschulen in den Gesellschafterkreis auf große Potenziale für den Technologietransfer.

Bei der Einweihung präsentierte sich in der Klimakammer das Soester H2Mobil - der Prototyp eines Voll-Hybridfahrzeuges, dessen Elektroantrieb von Batterie und Brennstoffzelle versorgt wird. Am Campus Soest wurde unter der Leitung von Prof. Dr. Karl-Heinz Müller der Metallhydridspeicher und das Brennstoffzellen-system realisiert sowie die Steuerungselektronik entwickelt. Fachhochschule, Institut für Technologietransfer am Hochschulstandort Soest (TWS) und Kreishandwerkerschaft wollen nun gemeinsam eine Kleinserie realisieren.

Herzstück des Kompetenzzentrum-Fahrzeug-Elektronik (KFE) ist die Klimakammer: Hier können quasi in Windeseile Luftgeschwindigkeiten von bis zu 120 Stundenkilometer, Temperaturen zwischen -20 und +40 Grad Celsius sowie mittels Dampf bis zu 80 Prozent Luftfeuchtigkeit erzeugt werden. Gerade für Elektrofahrzeuge, deren Entwicklung verschiedenste Testreihen erfordern, ist die Klimakammer ein Gewinn.

Unternehmen und Hochschulen ziehen bei dem Projekt an einem Strang. "Die komplexe Welt der Fahrzeugelektronik ist ein zentrales Innovationsthema der Automobilindustrie. Das KFE wird einen wichtigen Beitrag dazu leisten, den Unternehmen in ganz Südwestfalen einen Kompetenzschub zu vermitteln, um im internationalen Wettbewerb um Innovationen bestehen zu können", erklärte Minister Duin.