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Ungewöhnliche Perspektive: Der Rundfunkturm am Stimmstamm, gefilmt von einem Multicopter aus der Luft
Ungewöhnliche Perspektive: Der Rundfunkturm am Stimmstamm, gefilmt von einem Multicopter aus der Luft(Download )
Fabian Dünnebacke und Daniel Gierlichs mit ihrem
Fabian Dünnebacke und Daniel Gierlichs mit ihrem "Fliegenden Auge"(Download )
Daniel Gierlichs kontrolliert das Livebild mit einer Videobrille
Daniel Gierlichs kontrolliert das Livebild mit einer Videobrille(Download )
28.10.2013

Das fliegende Auge

"CopterArt" erstellen Luftaufnahmen mit Multicoptern

Meschede. Fliegen wie ein Vogel und die Welt von oben sehen - wer hat nicht schon mal davon geträuumt? Fabian Dünnebacke und Daniel Gierlichs aus Meschede haben sich diesen Traum erfüllt. Zusammen sind sie seit Juni die Firma "CopterArt" und spezialisiert auf Luftaufnahmen. Allerdings fliegen sie dabei nicht selber, sondern lassen sogenannte Multicopter mit Kameras aufsteigen, sozusagen als "Fliegendes Auge".

Multicopter funktionieren wie Hubschrauber, nur haben sie mehr als einen Propeller. 16 Luftschrauben zählt der Oktocopter, sechs der Hexacopter der beiden 22-jährigen. Es sind Konstruktionen, die vom Gewicht her Kameras bis 5kg tragen können. Alles muss genau austariert sein. Schon das Gewicht des nicht abgenommenen Objektivdeckels bringt die Kamera aus dem Gleichgewicht.
Fabian Dünnebacke ist seit 13 Jahren Modellflieger. Er steuert die Multicopter und hat sie auch selbst gebaut. Sein Studium in Wirtschaftsingenieurwesen Elektrotechnik kam ihm dabei zu Gute. Akkus, Motoren und Regler mussten berechnet, ausgewählt und aufeinander abgestimmt werden. Auch das Wirtschaftswissen fand Anwendung. "Die BWL war nicht schlecht für den Businessplan", meint Dünnebacke.
Aufgrund eines gut ausgearbeiteten Geschäftskonzepts stand der Finanzierung nichts im Wege. Mittlerweile spielen die beiden Fluggeräte auch Geld ein. Erste Aufträge sind abgearbeitet: CopterArt hat schon Werbefilme für Unternehmen oder Videoaufnahmen von Sportveranstaltungen aus der Vogelperspektive gedreht.
Die beiden Firmengründer ergänzen sich dabei sehr gut. Während Dünnebacke fliegt, übernimmt Gierlichs das Filmen. Mit einer Videobrille sieht er live, was die Kamera aufnimmt, bedient die Kamera und die Kamerastabilisierung. Der vom Filmen Begeisterte gerät dabei ins Schwärmen: "Die Perspektive aus der Luft ist etwas ganz anderes, etwas ganz besonderes, das fasziniert mich sehr".
Mit der Fachhochschule vor Ort haben die Jungunternehmer auch noch etwas vor: Gierlichs denkt an ein Studium in Medientechnik, Dünnebacke an ein Forschungsprojekt, um einen Multicopter zu bauen, der Kameras mit bis zu 15kg Gewicht tragen kann. Geschäftlich wollen die beiden künftig Luftaufnahmen für die Filmindustrie und Unternehmen anbieten. Zu ihrem Angebot gehören der Dreh sowie Schnitt und Musikuntermalung von Filmen. Wer einen Eindruck von der Arbeit der beiden bekommen möchte, findet unter www.facebook.com/CopterartLuftaufnahmen ein erstes eigenes Promovideo. Selbstverständlich nur mit Luftaufnahmen.