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40 Studierende erlebten im CERN internationale Forschung hautnah
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31.10.2013

Wissenschaft hautnah

Hagener Erstsemester besuchten CERN in Genf

Hagen. 40 Studierende des Hagener Fachbereichs Elektrotechnik und Informationstechnik der Fachhochschule Südwestfalen besuchten im Rahmen einer Exkursion das CERN in Genf und unternahmen auch einen Abstecher zum Büro der Vereinten Nationen. Zum ersten Mal waren Studienanfänger und Studierende höherer Semester gemeinsam auf Fahrt.

Der Beginn des Studiums ist spannend, aber auch verwirrend. Die Studierenden müssen sich in einer ungewohnten Umgebung zurecht finden, sich in neue Fachgebiete, Organisations- und Lernstrukturen einarbeiten und neue Kontakte knüpfen. Da ist es hilfreich, wenn "ältere Semester" den einen oder anderen Tipp geben. Das dachten sich auch Dekanin Prof. Dr. Marie-Theres Roeckerath-Ries und Prof. Dr. Dirk Berben. Sie organisierten erstmals für Jung- und Alt-Studierende eine gemeinsame Exkursion: "Eine Exkursion ist eine gute Gelegenheit, neue und ältere Studierende zwanglos zusammenzubringen und gleichzeitig eine der spannendsten und größten Forschungseinrichtungen der Welt zu besuchen". Dank der finanziellen Unterstützung des Vereins der Freunde der Fachhochschule Südwestfalen e.V. konnten insgesamt 40 Studierende teilnehmen.

Das CERN, die Europäische Organisation für Kernforschung, ist das weltgrößte Forschungszentrum auf dem Gebiet der Teilchenforschung. Insbesondere wird dort mit Hilfe großer Teilchenbeschleuniger der Aufbau der Materie erforscht. Die Hagener Studierenden hatten die Gelegenheit, die im CERN stattfindenden Forschungsaktivitäten aus nächster Nähe zu beobachten. So wurde ihnen das AMS Experiment vorgestellt, zu dessen Aufgaben auch die Suche nach Antimaterie gehört. Der Teilchendetektor AMS-02 ist auf der Internationalen Raumstation ISS platziert. Im Kontrollzentrum des Experiments konnten die angehenden Ingenieure die Kommunikation mit der Raumstation live miterleben. "Es ist faszinierend zu sehen, wo wirklich große Forschung betrieben wird. Wo sonst läuft uns schon einmal ein Nobel-Preisträger über den Weg während wir gleichzeitig Live-Aufnahmen aus der Internationalen Raumstation ISS betrachten können und das aktuelle Experiment dort oben von einem der Entwickler erklärt wird", berichtet Lisa Thomé begeistert.

Weniger spektakulär, aber genauso informativ war der Besuch des Büros der Vereinten Nationen in Genf. Neben dem New Yorker UN-Hauptquartier ist Genf der zweite Hauptsitz der Vereinten Nationen. Eine Führung informierte die Studierenden über die politischen Aufgaben und Zusammenhänge. Genf ist unter anderem Sitz des UN-Menschenrechtsrates sowie des UN-Hochkommissars für Menschenrechte.

Übernachtet wurde in der Frankreich, nahe der Grenze zur Schweiz. Daher konnten die Studierenden auch ihre Freizeit international gestalten: "Abendessen in der Schweiz oder in Frankreich?" war die allabendliche Frage.

Aufgrund der großen Nachfrage bei den Studierenden soll die Exkursion demnächst wiederholt werden.