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Foto: Prof. Venhaus (hinten) und Joschka Szittnick und "Klaus" wünschen sich Kooperationspartner aus der heimischen Industrie(Download )
21.11.2013

"Klaus" sucht Kooperationspartner in der Industrie

Fachhochschule Südwestfalen baut in Iserlohn Lehr- und Forschungsbereich "Autonome Transportsysteme" auf

Iserlohn. Im Labor für Robotertechnik der Fachhochschule Südwestfalen in Iserlohn wird derzeit ein neuer Bereich "Autonome Transportsysteme" aufgebaut. Damit zählt die Hochschule zu den wenigen Hochschulen, die auf diesem Gebiet über eine erstklassige Laborausstattung verfügen. Gesucht werden jetzt Kooperationspartner in der Industrie mit konkreten Anwendungsfällen.

Morgens um acht im K-Trakt der Fachhochschule. Die Studierenden strömen durch die Gänge auf dem Weg zu ihren Vorlesungen und Seminaren. Auch "Klaus" ist auf dem Weg zur Arbeit. Klein, rechteckig sucht er sich seinen Weg durch die Studierenden und begehrt mit synthetischer Stimme Platz zu machen. "Klaus" ist ein Roboter, genauer ein Autonomes Transportsystem, und sein "Arbeitgeber" ist Prof. Dr. Martin Venhaus, Leiter des Labors für Robotertechnik. Zwei dieser Systeme hat die Hochschule jetzt angeschafft, für die Lehre und für den Wissenstransfer mit der Industrie. "Wir schulen unsere Studierenden an diesen Systemen und wir sind stolz, dass unsere Hochschule bei der Ausstattung in der ersten Liga mitspielt", berichtet Venhaus.

Das vom Labor liebevoll in Klaus getaufte Autonome AGV (Automated Guided Vehicle) ist ein fahrerloses automatisch gesteuertes Transportfahrzeug, das für den Materialtransport eingesetzt wird. Derartige Roboter können in Industrie und Verwaltung innerhalb und außerhalb von Gebäuden eingesetzt werden.
Beispielsweise als Bote für den Transport von Dokumenten. In Unternehmen ersetzen sie Fließbänder und transportieren Material von einer Maschine zur anderen. Die Geräte navigieren dabei autonom. Joschka Szittnick, Student im Studiengang Mechatronik, hat in seiner Bachelorarbeit die Rechner von einem Industrieroboter, eine Bildverarbeitung und ein AGV verknüpft, so dass alle miteinander kooperieren können. In diesem Anwendungsbeispiel belädt der Roboter eine mobile Plattform, die Bildverarbeitung zeigt dem Autonomen System dabei die genaue Positionierung.

"Diese Anwendung zeigt die enormen Einsatzmöglichkeiten von AGV" erläutert Venhaus, "mit Kooperationspartner aus der heimischen Industrie würden wir gerne weitere Anwendungsfälle individuell bearbeiten und unser Know-how auf diesem Gebiet weitergeben". Möglich sind auch Bachelorarbeiten in Unternehmen, in denen die Studierenden industrielle Themenstellungen aufgreifen.

Wer Interesse an einer Zusammenarbeit hat, kann sich telefonisch oder per E-Mail mit Prof. Dr. Martin Venhaus in Verbindung setzen: 02371 566 158, venhaus.martin@fh-swf.de.
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