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Prof. Dr. Wolfgang Wiest (vorne links) gehört zum Entwicklungsteam des Kaminofens
Prof. Dr. Wolfgang Wiest (vorne links) gehört zum Entwicklungsteam des Kaminofens "Bionic Fire"(Download )
Doppeltes Feuer und ausgeklügelte Luftzufuhr
Doppeltes Feuer und ausgeklügelte Luftzufuhr(Download )
26.11.2013

Feuer und Flamme für die Nachhaltigkeit

Kaminofen "Bionic Fire" gewinnt Bundespreis Ecodesign 2013 - Technische Entwicklung durch Prof. Dr. Wolfgang Wiest

Berlin / Meschede. Der neu entwickelte Kaminofen Bionic Fire erhielt am 11. November den von Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt gemeinsam ausgelobten Bundespreis Ecodesign. Damit werden innovative Produkte, Dienstleistungen und Konzepte prämiert, die sich durch ihre ästhetischen und ökologischen Qualitäten hervorheben.

Die Feuerungstechnik für den Bionic Fire hat der Mescheder Maschinenbauprofessor Dr. Wolfgang Wiest entwickelt. Er gehört zum Innovationsnetzwerk Global Mind Network GmbH aus Kassel welches zusammen mit der Schweizer Attika Feuer AG aus Cham das Entwicklungsteam für den innovativen Kaminofen gestellt hat. "Der Kaminofen "bionic fire" ist ein großer Schritt in die richtige Richtung. Die Werte für Emissionen und Wirkungsgrad sind hervorragend, die Feuerungstechnik innovativ, die Bedienung einfach. Das Gerät ist leicht zu reparieren und insgesamt langlebig. Ein absolut preiswürdiges Produkt", begründete der Präsident des Umweltbundesamtes Jochen Flasbarth die Entscheidung der Jury aus Designern, Journalisten, Öko-Experten und Vertretern des Bundesumweltministeriums und des Umweltbundesamtes.

Sauberster Kaminofen weltweit

Die intelligente Brenntechnik des umweltfreundlichen Ofens mit der hellen, frischen Optik hatte die Jury sofort überzeugt. Die Neuentwicklung gilt derzeit als einer der saubersten Kaminöfen weltweit. Feinstaubemissionen sind kaum noch messbar, auch der Kohlenmonoxid-Ausstoß ist außerordentlich gering und liegt weit unter den vorgeschriebenen Grenzwerten. Umso höher ist nach Europa‐Norm gemessen der Wirkungsgrad von 86 Prozent. Das bedeutet, dass Bionic Fire ein Maximum des Brennstoffs für die Wärmeerzeugung nutzt.

Das doppelte Feuer im Fokus

Verantwortlich für diese umweltfreundlichen Spitzenwerte ist erstens das doppelte Feuer und zweitens eine ausgeklügelte Regelung der Luftzufuhr, die das Vorbild aus der Natur perfektioniert hat: Auch bei einem Lagerfeuer hat schließlich alles Qualmen ein Ende, wenn der Rauch an der heißen Glut entzündet wird und mit reichlich Luft sauber verbrennt. Das besondere Erlebnis des doppelten Feuers steht im Mittelpunkt und soll Raum haben. Deswegen bleibt das Ofendesign klar, puristisch und zurückhaltend. "Zwei Feuer in einem Ofen ist Faszination pur. Die Gestaltung codiert systematisch den Produktunterschied: intelligent, sauber, bequem. Eine moderne zeitgemäße Produktsprache ist der Schlüssel zur Akzeptanz von ökologischen Produkten im Markt", erklärt Mitentwickler Prof. Dr. Gerdum Enders. Selbstverständlich konzentriert sich der neue Kaminofen auch bei der Materialität auf Echtes und die Verwendung von Stahl, Holz, Glas und Beton.

Die ideale Verbrennung regelt sich selbst

Das Bequeme an dem neuen Bionic Fire: Der Ofen entscheidet, wann zum doppelten Feuer umgeschaltet werden muss. Die vollautomatische, störungs- und wartungsfreie Abbrandsteuerung mit Thermobimetallen und ohne elektrischen Strom verhindert somit Fehlbedienungen und gleicht unterschiedliche Trocknungsgrade und Scheitgrößen des Brennholzes aus. "Durch die frühe Integration von Design und Marktanforderungen im Entwicklungsprozess ist die Umsetzung eines Verfahrenspatents in ein Produkt gelungen, dessen Funktionalität im Markt sehr gut ankommt", so Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Wiest.

Hintergründe zum Ecodesign sind auf der Internetseite www.bundespreis-ecodesign.de zu erfahren. Eine Online-Ausstellung zeigt alle Preisträger von 2013 und 2012.