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Prof. Gerald Lange (re.) unternahm mit Studierenden des Studiengangs Wirtschaftsingenieurwesen-Gebäudesystemtechnologie eine Exkursion zu einer Biogasanlage in Paderborn.
Prof. Gerald Lange (re.) unternahm mit Studierenden des Studiengangs Wirtschaftsingenieurwesen-Gebäudesystemtechnologie eine Exkursion zu einer Biogasanlage in Paderborn.(Download )
10.01.2014

Gelungene Verknüpfung von Theorie und Praxis

Studierende des Lüdenscheider Studiengangs Wirtschaftsingenieurwesen-Gebäudesystemtechnologie der Fachhochschule Südwestfalen besuchten eine Biogasanlage in Paderborn

Lüdenscheid. Im Rahmen des neuen Lüdenscheider Studiengangs Wirtschaftsingenieurwesen-Gebäudesystemtechnologie unternahm Prof. Gerald Lange mit Studierenden des 3. Semesters eine Exkursion zu einer Biogasanlage in Paderborn. Das Ziel: die im Rahmen der Vorlesung "Regenerative Energiesysteme" gelehrten Fakten zur Strom- und Wärmeerzeugung aus Biomasse in der Praxis stichhaltig zu prüfen.

In der Vorlesung lernen die Studierenden verschiedene Arten regenerativer Energiesysteme kennen. Um den Bezug zur angewandten Technik herzustellen, finden regelmäßig Exkursionen statt. Eine führte die Studierenden des 3. Semesters des Lüdenscheider Studiengangs Wirtschaftsingenieurwesen-Gebäudesystemtechnologie jetzt nach Paderborn. Dort wurde eine Biogasanlage besucht. Biogasanlagen sollen einen wichtigen Beitrag zur Energiewende leisten, an ihnen führt in dem innovativen Studiengang daher kein Weg vorbei.

Wo wird die in einer Biogasanlage entstehende Wärme verwendet? Diese Frage stellte Student Tobias Koll in der Vorlesung. Darauf sollte er während der Exkursion eine Antwort erhalten. Doch zunächst erklärte der Betriebsleiter den Studierenden den Weg der verwendeten Biomasse. Der reicht von der Anlieferung mit dem LKW bis zum Ausbringen der Gärreste mit dem Trecker auf dem Feld. Außerdem erläuterte er das Entstehen von Biogas im Fermenter, der mit Gülle, Mist, Pflanzen und Speiseresten "gefüttert" wird, bevor zwei Blockheizkraftwerke aus dem entstandenen Gas dann Strom und Wärme erzeugen.

Der Strom wird in das öffentliche Stromnetz eingespeist und nach dem Erneuerbaren Energiegesetz (EEG) vergütet. Bei der Verwendung der Wärme ist der Biogasanlagenbetreiber auf die Nachbarn angewiesen. Ein wenige hundert Meter entferntes Hotel nutzt die regenerativ erzeugte Wärme für Warmwasser und Heizung. Damit war auch die Frage von Tobias Koll beantwortet. Und auch alle weiteren Studierenden konnten die zuvor in der Vorlesung behandelten Komponenten einer Biogasanlage wiederfinden. Diesmal in der Praxis. Die nächste Exkursion im Rahmen dieser Vorlesung geht zum Pumpspeicherkraftwerk in Herdecke.