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Vom Zylinder zum Bachelorhut: Die ersten Mescheder Ingenieure posierten mit den heute aus der Mode gekommenen hohen Hüten. Dagegen warfen die Soester Elektrotechnik-Absolventen im vergangenen Jahr zum ersten Mal den Bachelorhut nach internationalem Vorbil
Vom Zylinder zum Bachelorhut: Die ersten Mescheder Ingenieure posierten mit den heute aus der Mode gekommenen hohen Hüten. Dagegen warfen die Soester Elektrotechnik-Absolventen im vergangenen Jahr zum ersten Mal den Bachelorhut nach internationalem Vorbil(Download )
24.01.2014

Studenten mit Frack und Schlips, Bauräte im weißen Kittel

Jahresempfang der Fachhochschule Südwestfalen würdigte 50-jährige Ingenieurausbildung in Meschede und Soest.

Soest/Meschede. Die Fachhochschule Südwestfalen stellte ihren Jahresempfang unter das Thema "50 Jahre Studieren in Meschede und Soest". Präsident Prof. Dr. Claus Schuster begrüßte die rund 300 Gäste aus Wissenschaft, Wirtschaft, Gesellschaft und Politik mit einer kleinen Zeitreise in die letzten 50 Jahre.

Begonnen hatte die Ingenieurausbildung in Soest und Meschede im Oktober 1964 als Staatliche Ingenieurschule: Schuster zeigte Bilder von Studenten mit Frack und Schlips. Die Lehrer hießen "Bauräten" und trugen einen weißen Kittel über dem Anzug. Es waren andere Zeiten.

Damals begannen in Meschede und Soest zusammen 69 Ingenieurschüler, inzwischen sind es hier 7.568 Studierende. An allen fünf Standorten der Fachhochschule Südwestfalen sind heute insgesamt 12.682 Studierende eingeschrieben. Im vergangenen Jahr haben 1.867 Absolventen ihr Studium an der Fachhochschule Südwestfalen erfolgreich abgeschlossen.

Besonders erwähnte Schuster die unruhigen 68er: In Soest veranstalteten die Studenten Streiks und Sit-ins auf dem Marktplatz, um auf ihre Lage aufmerksam zu machen, in Meschede wurden sogar Brandanschläge verübt. Wenig später sicherte das Fachhochschulgesetz den Ingenieurschulen den Status als Fachhochschule. Die Bauräte hießen nun Professoren.

Nach verschiedenen räumlichen und organisatorischen Zwischenstationen wurde die Fachhochschule Südwestfalen gegründet, die seither deutlich zu einer der größeren Fachhochschulen in NRW herangewachsen ist und deren Standorte seit Anbeginn einen guten Kontakt zur regionalen Wirtschaft pflegen.

Im Rahmen des Jahresempfangs wurden Jan-Lucas Kerkenberg vom Standort Hagen, Andreas Mester vom Standort Meschede und Thorsten Vogt vom Standort Soest mit dem diesjährigen Dr. Kirchhoff-Preis ausgezeichnet. Die gleichberechtigten Auszeichnungen sind mit jeweils 1.500 Euro dotiert und werden vom Verband der Metall- und Elektroindustrie Nordrhein-Westfalen e.V.