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Beim Jahresempfang der Fachhochschule Südwestfalen stellte Vizepräsident
Prof. Dr. Erwin Schwab stellte die Arbeiten der drei Preisträger des Dr. Kirchhoff-
Preises vor: Thorsten Vogt, Jan-Lucas Kerkenberg und Andreas Mester erhielten
die Urkunde und P
Beim Jahresempfang der Fachhochschule Südwestfalen stellte Vizepräsident Prof. Dr. Erwin Schwab stellte die Arbeiten der drei Preisträger des Dr. Kirchhoff- Preises vor: Thorsten Vogt, Jan-Lucas Kerkenberg und Andreas Mester erhielten die Urkunde und P(Download )
27.01.2014

Soester Absolvent erhielt Dr. Kirchhoff-Preis

Erfolgsgeschichte: Vom Hauptschüler zum mehrfach ausgezeichneten Ingenieur. Verleihung im Rahmen des Jahresempfangs der Fachhochschule Südwestfalen

Soest. Der Soester Master-Absolvent Thorsten Vogt wurde im Rahmen des Jahresempfangs der Fachhochschule Südwestfalen mit dem Dr. Kirchhoff-Preis ausgezeichnet. FH-Vizepräsident Prof. Dr. Erwin Schwab ehrte die insgesamt drei Preisträger am Standort Meschede, wo die Veranstaltung turnusgemäß stattfand.

Neben Thorsten Vogt wurden Jan-Lucas Kerkenberg vom Standort Hagen und
Andreas Mester vom Standort Meschede mit dem diesjährigen Dr. Kirchhoff-Preis
ausgezeichnet. Die gleichberechtigten Auszeichnungen sind mit jeweils 1.500
Euro dotiert. Der Verband der Metall- und Elektro-Industrie Nordrhein-Westfalen
e.V. stiftet den Preis in Würdigung der Verdienste von Dr.-Ing. Jochen F. Kirchhoff
für die nordrhein-westfälische Metall- und Elektro-Industrie. Er wird einmal im Jahr
an Absolventinnen und Absolventen der Fachhochschule Südwestfalen vergeben,
die in ihrer Studienabschlussarbeit hervorragende Leistungen erbracht haben.

Preisträger vom Standort Soest ist Thorsten Vogt, der sein Duales Studium im
Rahmen des Soester Modells in Kooperation mit der AEG Power Solutions GmbH
in Warstein-Belecke absolviert hat. Im Rahmen seiner Masterarbeit, die von Prof.
Dr. Peter Thiemann betreut wurde, entwickelte er eine zeitdiskrete
Zustandsregelung für Hochleistungs-Netzsimulatoren, die durch ihre
Eigenschaften optimal auf den Einsatz in einem Netzsimulator angepasst wurde.

Dieser Netzsimulator mit einer max. Leistung von 250 kVA, der im Prüffeld der
AEG Powersolutions in Warstein zum Einsatz kommt, ahmt ein gestörtes
Stromnetz nach, um Geräte und Anlagen auf ihre Funktionssicherheit zu testen.
Zur Realisierung eines solchen Gerätes sind die Anforderungen an die Echtzeit-
Signalverarbeitung hoch, deshalb wurde programmierbare Hardware (FPGA=field
programmable gate arrays) in Kombination mit leistungsfähigen Mikrocontrollern
eingesetzt, zusätzlich wurde eine komfortable PC-Bedienoberfläche entwickelt, auf
der man die gewünschten Verläufe der Netzspannung eingeben kann.

Die Arbeit ist ein weiteres Beispiel für den Wandel in der Elektrischen
Energietechnik: "Zur Lösung heutiger komplexer Probleme braucht man eine
anspruchsvolle Kombination aus Leistungselektronik, Signalverarbeitung,
Mikroprozessortechnik und Software" erläutert Betreuer Prof. Dr. Peter Thiemann.
Genau auf diese spannenden Zukunftsaufgaben bereiten die Soester
Studiengänge des Fachbereichs Elektrische Energietechnik vor - anerkannt von
Industrie und hervorragenden Rankings.

Preisträger Vogt hatte bereits für seine Bachelorarbeit einen Förderpreis des
Unternehmensverband Westfalen-Mitte e.V. (UVWM) erhalten. Nach Erwerb der
Fachoberschulreife an der Hauptschule Winterberg absolvierte der 30-jährige
Briloner jeweils eine Ausbildung Hörgeräteakustiker und zum Augenoptiker und
erlangte am Berufskolleg Olsberg das Fachabi. Sowohl den Bachelor als auch den
Master legte Vogt am Soester Fachbereich Elektrische Energietechnik der
Fachhochschule Südwestfalen ab. Heute ist der Briloner Doktorand und
wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Paderborn. Neben dem Studium
engagierte sich Vogt zudem in verschiedenen Gremien der Hochschule.

Dr.-Ing. Jochen F. Kirchhoff, Vorsitzender des Kuratoriums der Hochschule und
Gesellschafter der Kirchhoff Gruppe, ehrte die drei Preisträger persönlich mit einer
Urkunde und einem Preisgeld von je 1500 Euro. FH-Vizepräsident Prof. Dr. Erwin
Schwab stellte ihre Arbeiten vor und betonte, dass die ausgezeichneten
Abschlussarbeiten in enger Zusammenarbeit mit Unternehmen entstanden sind.
Aufgrund ihres hohen Innovationsgehalts leisteten alle Arbeiten einen
wesentlichen Beitrag zur Steigerung der Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit für
die beteiligten Unternehmen. So beschäftigte sich Jan-Lucas Kerkenberg vom
Standort Hagen in seiner Abschlussarbeit mit der Wertstromoptimierung für
Zukaufteile der Vaillant Group in Remscheid. Die Optimierung eines
Reinigungsprozesses für CVT-Getriebekomponenten bei Fendt-Traktoren war
Thema der Bachelorarbeit von Andreas Mester vom Standort Meschede.