Pressearchiv

11.02.2014

Fachhochschule baut neue Halle für Fahrzeugtechnik

Laborkapazitäten im Automotive-Bereich werden erweitert. Attraktivitätssteigerung für den Standort Iserlohn

Iserlohn. Die Studierenden des Studiengangs Automotive der Fachhochschule Südwestfalen in Iserlohn können sich freuen. Sie erhalten eine neue Halle für Fahrzeugtechnik mit topmoderner Laborausstattung für eine noch bessere praxisnahe Ausbildung. Die neue Halle wird auf dem FH-Gelände am Frauenstuhlweg errichtet und soll Ende des Jahres bereits fertiggestellt sein.

Seit einigen Jahren bietet die Fachhochschule Südwestfalen am Standort Iserlohn den Bachelor-Studiengang Automotive an. Der Maschinenbaustudiengang vermittelt eine breit angelegte, anwendungsbezogene technische Ausbildung für den Bereich der Automobilindustrie und ist speziell auf die Anforderungen der Automobilzulieferindustrie ausgerichtet.  Die bestehenden Laborkapazitäten werden jetzt mit dem Bau einer eigenen Halle für Fahrwerktechnik erheblich erweitert. „Damit bieten wir unseren Studierenden attraktivere Studien-bedingungen und tragen dazu bei, dass sich Iserlohn im Bereich der Automotive-Ausbildung noch stärker profiliert“ betont Vizepräsident Heinz-Joachim Henkemeier mit Blick auf die zahlreichen Automobilzulieferer in Südwestfalen.

Die neue Halle wird im Süden des FH-Grundstücks parallel zum Labor für Massivumformung errichtet. Mit einer Länge von rund 33 Metern, einer Breite von 19,50 Metern und einer Höhe von 9,30 Metern kann das zweigeschossige Gebäude im Untergeschoss verschiedene Prüfstände aufnehmen. Im Erdgeschoss werden zusätzliche Seminar-, Büro- und Technikräume eingerichtet.

Zu den neuen Prüfständen zählen ein Hochleistungs-Allradprüfstand, zwei Fahrzeugprüfstände für Kleinfahrzeuge wie Quads und Motorräder, ein Bremsenprüfstand sowie eine Straßensimulationsanlage. Mit Hilfe dieser Anlage können Straßenverhältnisse simuliert werden um die Auswirkungen auf die Fahrwerktechnik untersuchen zu können. Der Hochleistungs-Allradprüfstand, mit dem Pkw bis zu 230 km/h betrieben werden können, eröffnet eine breite Palette von wissenschaftlichen Untersuchungen an Fahrzeugen, z.B. die Ermittlung des Kraftstoffverbrauchs oder die Minimierung von CO2- und Schadstoffemissionen. Hier sollen in Zukunft auch vermehrt Fahrzeuge mit Elektroantrieb getestet werden.  

Das Bauvorhaben ist mit der Stadt Iserlohn abgestimmt. Die Bauarbeiten werden in den nächsten Wochen beginnen.