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Prof. Dr. Henrik Janzen begrüßte jetzt drei Austausch-Studierende von der Krim an der Fachhochschule Südwestfalen.	Fotos: Hinrichs | FH SWF
Prof. Dr. Henrik Janzen begrüßte jetzt drei Austausch-Studierende von der Krim an der Fachhochschule Südwestfalen. Fotos: Hinrichs | FH SWF (Download )
Im September letzten Jahres machte Prof. Dr. Igor Zinovjev, Leiter vom Crimean Economic Institute in Simferopol einen Antrittsbesuch in Soest. Foto: Hinrichs FH SWF
Im September letzten Jahres machte Prof. Dr. Igor Zinovjev, Leiter vom Crimean Economic Institute in Simferopol einen Antrittsbesuch in Soest. Foto: Hinrichs FH SWF(Download )
25.03.2014

Studierende aus der Krim studieren in Soest

Internationaler studentischer Austausch trotz(t) Krise

Soest. Drei Wirtschafts-Studierende aus der Krim verbringen ein Gastsemester an der Fachhochschule Südwestfalen in Soest. Über ein Jahr haben sie sich auf ihren Aufenthalt in Deutschland vorbereitet – lange vor der heutigen brisanten Situation.

„Wir freuen uns, dass die jungen Leute den Mut hatten, die Reise auf sich zu nehmen.“, betont Prof. Dr. Henrik Janzen, der die Studierenden auf dem Soester Hochschulcampus begrüßte. “Natürlich war und ist da viel Unsicherheit und Angst mit auf die Reise gegangen“, berichtet der Hochschullehrer. „Wie werden wir aufgenommen? Wie ergeht es unserer Familie daheim?“, sind nur einige Fragen, die die jungen Leute beschäftigen. 

„Die drei Studierenden sind als Ukrainische Staatsbürger eingereist und haben als solche ein Visum bekommen. Als Russen werden sie zurückkehren“, erläutert Janzen, wie seine Schützlinge persönlich von den Ereignisse der letzten Tage betroffen sind. Auch ihre Hochschule wird sich ändern: Das öknomische Institut auf der Krim war bisher eine Abteilung der Nationalen Wirtschafts-Universität „Vadym Hetman“ in Kiew (KNEU).

Auch daher fand im Vorfeld der Reise ein intensiver Austausch mit dem Wirtschaftsinstitut auf der Krim statt. „Wir waren uns mit den Studierenden und der Partnerhochschule einig, dass wir den Austausch durchziehen”, berichtet Janzen. „Egal wie man zu den politischen Ereignissen steht, hier geht zunächst um die jungen Leute. Ein gegenseitiges Kennenlernen kann der Wissenschaft nur dienen und zum gegenseitigen Abbau von Vorurteilen beitragen.“, begründet der Ökonom die Entscheidung der Fachhochschule Südwestfalen.

Die Studierenden sind im internationalen Studiengang Business Administration with Informatics (BBA) eingeschrieben. Unterrichtssprache ist Englisch, aber sie haben die im Vorfeld auch Deutschkurse belegt.

Im letzten Jahr war Prof. Dr. Igor Zinovjev, Leiter für internationale Beziehungen des Crimean Economic Institute in Simferopol, zur Unterzeichnung des Kooperationsvertrages mit der Fachhochschule Südwestfalen extra nach Soest gereist. Für die kommende Woche hatte Janzen zusammen mit einem Kollegen des Fachbereichs Elektrische Energietechnik selbst einen Flug in die Provinzhauptstadt gebucht. „Den mussten wir aufgrund der jüngsten Ereignisse und der Reisewarnung natürlich absagen“, berichtet Janzen.

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