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Mit dem Studienbegleitenden Fachpraktikum (StuFa) vereint Dieter Rotgeri Studium und Berufspraxis.Die Praktikumszeiten kann er an den Studienablauf anpassen. Nebenbei bekommt er vom Partnerunternehmen Kverneland ein Stipendium gezahlt.
Mit dem Studienbegleitenden Fachpraktikum (StuFa) vereint Dieter Rotgeri Studium und Berufspraxis.Die Praktikumszeiten kann er an den Studienablauf anpassen. Nebenbei bekommt er vom Partnerunternehmen Kverneland ein Stipendium gezahlt.(Download )
07.04.2014

Studienbegleitendes Fachpraktikum

Agrarstudent Dieter Rotgeri vereint Studium und Unternehmenspraxis

Soest. Video-Shooting mit Landtechnik, Eröffnung einer neuen modernen Lackierhalle mit 1.000 Gästen, Vorstellung von Neuheiten für die Agritechnica – über einen Mangel an spannenden Aufträgen kann sich Dieter Rotgeri nicht beklagen. Der Student der Agrarwirtschaft absolviert ein studienbegleitendes Fachpraktikum (StuFa) beim Soester Landtechnikunternehmen Kverneland.

 „Das ist gelebter Praxisbezug“, freut sich Prof. Dr. Jürgen Braun, Dekan des Fachbereichs Agrarwirtschaft über das Modell. Zusammen mit Jochen Samulowitz, verantwortlich für strategische Geschäftsentwicklung bei der Kverneland Group in Soest hat er sich vorgenommen, dieses Theorie-Praxis-Modell zu intensivieren.

Derzeit unterstützt Dieter Rotgeri das Produktmanagement zunächst mit verschiedenen Erhebungen: Was bieten Mitbewerber als Ausstattungen? Ergänzend hierzu hat er eine hausinterne Verkaufsauswertung in Arbeit: Welche Ausstattungen hat Kverneland verkauft, welche wurden weniger nachgefragt?

Das studienbegleitende Fachpraktikum (StuFa) läuft über ein Jahr. Der Studierende bekommt 250 Euro im Monat und die Arbeitsphasen werden dem Studienverlauf angepasst. In den Semesterferien sind das mehrere Wochen am Stück, im Semester je nach Stundenplan halbe oder ganze Tage. „Das Studium soll nicht leiden“, bekräftigt Samulowitz.

„Man sollte mit einer Blockphase von mindestens drei Wochen starten, um mit dem Unternehmen warm zu werden“, rät der 25-jährige aus Geseke aus eigener Erfahrung. Bei ihm schloss sich das Video- und Fotoshooting an. Statt leicht bekleidete Models brachte Rotgeri schwerstes Landgerät vor der Kamera in Position.

Der gelernte Industriemechaniker stammt vom Hof und hat die entsprechenden Lizenzen. „Auch bei der Fahrerlaubnis ist es gut, wenn jemand aus der Praxis kommt“, unterstreicht Samulowitz. Und Praxis hat der 25-jährige aus Geseke reichlich zu bieten: Nach seiner Lehre zum Industriemechaniker machte Rotgeri das technische Fachabi und absolvierte eine zweite, landwirtschaftliche Lehre.

„Die Bezahlung ist Nebensache“, betont Prof. Braun. Doch wenn man nachrechnet, kommt am Ende ein akzeptabler Stundenlohn heraus. „Ich habe als Erntehelfer für 10 Euro gearbeitet. Hier liege ich klar drüber“, sagt Rotgeri.

Von einer echten Win-Win-Situation sprechen sie alle drei: Das StuFa bietet eine gute Gelegenheit Studium und Praxis zu vereinen. Dabei können die Studierenden Unternehmenspraxis kennenlernen, ihr Netzwerk erweitern und überprüfen, ob der Betrieb im Besonderen oder die Branche im allgemeinen persönlich die richtige Wahl ist. Und das Unternehmen kann einen potentiellen Mitarbeiter kennen lernen. „Wir erleben unmittelbar und intensiv, ob der junge Mensch zu uns passt“, sagt Samulowitz. Das scheint der Fall zu sein: „Wir überlegen derzeit, ob Dieter Rotgeri nicht auch die Bachelorarbeit bei Kverneland schreiben kann“.

www.fh-swf.de/fbaw | www.kverneland.de

Studienbegleitendes Fachpraktikum (StuFa)
Über die einjährige Laufzeit bekommt der Studierende 250 Euro im Monat und verbringt insgesamt 270 Stunden im Betrieb. Die Arbeitsphasen werden im gegenseitigen Einvernehmen festgelegt. In den Semesterferien sind das mehrere Wochen am Stück, im Semester je nach Stundenplan halbe oder ganze Tage. Die beteiligten Unternehmen stellen das StuFa im zweiten Semester vor. Interessierte Studierende müssen sich regulär bewerben.