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In der ehemaligen Präparanden Anstalt am Immermannwall begann die staatliche Ingenieurschule für Maschinenwesen den Lehrbetrieb. Die Lehrer hießen damals Bauräte. Motiv: Postkarte aus dem Jahr 1908
In der ehemaligen Präparanden Anstalt am Immermannwall begann die staatliche Ingenieurschule für Maschinenwesen den Lehrbetrieb. Die Lehrer hießen damals Bauräte. Motiv: Postkarte aus dem Jahr 1908(Download )
08.04.2014

Erlass gab Startschuss für Soester Fachhochschule

50 Jahre Ingenieurschule Soest. Am 9. April 1964 ordnete der NRW Kultusminister die Gründung einer Ingenieurschule in Soest mit Außenstelle in Meschede an.

Soest. Vor genau 50 Jahren, am 9. April 1964 verordnete der damalige NRW-Kultusminister Paul Mikat die Errichtung einer staatlichen Ingenieurschule in Soest mit einer Außenstelle in Meschede und legte damit die Keimzelle der heutigen Standorte der Fachhochschule Südwestfalen.

„Ingenieur-Schule Soest nimmt am 1. Oktober ihren Betrieb auf“, titelte die Soester Tagespresse bereits einen Tag vor dem ministeriellen Erlass. Stadtdirektor Dr. Groot hatte in einer Pressekonferenz vorab mitgeteilt, dass zunächst eine Klasse für Maschinenbau eingerichtet werde.

Studieninteressierte konnten sich vor 50 Jahren beim Schulamt der Stadt anmelden. Der Lehrbetrieb begann für 34 angehende Maschinenbau-Ingenieure am 1. Oktober in dem Gebäude der ehemaligen Präparandenanstalt am Immermannwall 22 (heute Parkplatz).

Die Politik der Stadt Soest bemühte in der Zeit intensiv um ein neues höheres Bildungsinstitut. Allerdings hoffte man auf die Errichtung einer 4. Landesuniversität. So hatte der Rat der Stadt Soest bereits am 4. März 1964 die „uneingeschränkte Bereitschaft“ erklärt, eine Universität aufzunehmen. In der Entschließung heißt es weiter: „Der Rat der Stadt Soest hat mit besonderem Interesse von den Erörterungen im Landtag von Nordrhein-Westfalen Kenntnis genommen, welche die Frage der betreffen. Es dürfte kaum eine Stadt in Westfalen geben, die nach ihrer Geschichte und heutigen kulturellen Bedeutung so wie Soest geeignet sein würde, eine Universität aufzunehmen.“ Als potentielle Gelände hatte man das heutige Bauviertel am Ardey und die landwirtschaftlichen Flächen am Deiringser Weg vorgeschlagen.

Mit der Errichtung von Fachhochschulen wurde Soest im Jahr 1971 endlich zur Hochschulstadt: Gemeinsame mit der Soester Ingenieurschule für Landbau und zunächst unter dem Dach der Fachhochschule Südost-Westfalen (!) erhielten die Soester und Mescheder Ingenieurschulen Hochschulstatus. Dreißig Jahre gehörten sie zur Universität-Gesamthochschule Paderborn. 2002 vereinten sich Soest und Meschede mit der Märkischen Hochschule zur Fachhochschule Südwestfalen.

Wie die gleichzeitig eingerichteten Ingenieurschulen in Bochum, Lemgo und Remscheid starteten Meschede und Soest mit der Abteilung Maschinenbau/Konstruktionstechnik. Später folgten Elektrotechnik und Maschinenbau/Fertigungstechnik. Die Abteilungen sind in den heutigen Fachbereichen Elektrische Energietechnik und Maschinenbau-Automatisierungstechnik aufgegangen.

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