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Einen Einblick in die Armaturenindustrie erhielten die Verbundstudierenden der Fachhochschule Südwestfalen
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23.04.2014

Hagener Studierende zu Besuch beim Sanitärhersteller GROHE in Hemer

Verbundstudenten waren beeindruckt von der Fertigungsorganisation

Hagen. Studierende der Verbundstudiengänge Betriebswirtschaft, Wirtschaftsrecht und Wirtschaftsingenieurwesen der Fachhochschule Südwestfalen in Hagen besuchten auf Einladung der Grohe AG das Technologie Center und Produktionswerk in Hemer. Die Grohe AG, Europas größter Hersteller von Badarmaturen, vermarktet ihre Produkte weltweit, fertigt dennoch zu etwa 60 % in den deutschen Werken Porta Westfalica, Lahr und Hemer. Und auch die ausländischen Werke fertigen alle nach dem einheitlichen Grohe Qualitätsstandard.

Nach einer kurzen Einführung in die Geschichte und die Produkte der Grohe-Gruppe besichtigten die Studierenden die Armaturen-Produktion vor Ort. Sie konnten sich ein Bild davon machen, wie eine Sanitärarmatur entsteht und wie die Produktion organisiert ist. An allen Stationen, ob in der Gießerei, an den Schleif- und Polierstraßen, in der Galvanik, Kartuschenfertigung oder Endmontage, wurden anschaulich die einzelnen Arbeitsschritte erklärt. So haben die Studierenden beispielsweise erfahren, wozu ein Sandkern benötigt wird, wie ein Rohling entsteht und weiterverarbeitet wird oder wie Toleranzen bei Kartuschen minimiert werden. Beeindruckt hat die Studierenden auch die Fertigungsorganisation. Vieles erfolgt heute vollautomatisch mit Spezialrobotern und programmgesteuert. Prozesse und Abläufe werden ständig überprüft und verbessert. In der Fertigung gibt es keine Fließbänder, auch nicht bei Endmontage und Verpackung. Diese erfolgen an flexiblen Arbeitsinseln.

Am Ende der Führung beantwortete Werksleiter, Dr. Benedikt Laakman, den Studierenden alle Fragen. Eindrucksvoll erklärte er, wie durch Modernisierung und Umstellung der Fertigung die Durchlaufzeiten von 20-23 Tagen auf 3-4 Tage drastisch reduziert werden konnten. Auch lüftete er das Geheimnis der „Weight Watchers“. Das sind Mitarbeiter, die immer wieder das Gewicht von Armaturen überprüfen und Innovationen entwickeln, um den Rohstoffbedarf, insbesondere beim Messing, zu optimieren. Der Tag bei Grohe war für die Studierenden informativ und motivierend zugleich und vermittelte einen Eindruck über die komplexen Verfahren und Arbeitsschritte in der Fertigungsindustrie.