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Studierende und Professoren der FH freuen sich auf interessierte Teilnehmer
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03.06.2014

Fachhochschule lädt zur öffentlichen Ringvorlesung Bionik ein

Fachbereichsübergreifende Vorlesungsreihe richtet sich auch an die interessierte Öffentlichkeit

Iserlohn. Die Forscher und Dozenten der Fachhochschule Südwestfalen in Iserlohn können zwar nicht in die Zukunft schauen, aber dass die Bionik, also die Kombination aus Biologie und Technik, die Zukunft für unsere Umwelt und die Menschen maßgeblich beeinflussen wird, davon sind sie überzeugt. Im Rahmen einer fachbereichsübergreifenden Vorlesungsreihe möchten die Professoren nicht nur die Iserlohner Studierenden in die Bionik einführen, sondern laden dazu auch die interessierte Öffentlichkeit ein.

„Die Bionik lehrt uns Algorithmen, Formen, Methoden, Strukturen und Verfahren nach dem Vorbild der Natur“, erklärt Prof. Ulrich Lehmann, „ die Natur hatte viele Millionen Jahre Zeit sich selbst evolutionär zu entwickeln und zu optimieren, so konnte sich jeweils beste Lösung behaupten“. Die Bionik berührt alle Gebiete der Ingenieurwissenschaften und daher haben sich auch insgesamt 11 Professoren aus den Fachbereichen Maschinenbau sowie Naturwissenschaften und Informatik zusammengeschlossen und das interdisziplinäre Vorlesungskonzept entwickelt. „Wir wissen, dass der Lehr- und Forschungsbereich Bionik bei vielen Menschen auf großes Interesse stößt und im Gegensatz zu anderen Forschungsgebieten wie etwa die Gentechnik oder die Nanotechnologie positiv bewertet wird“, sagt Lehmann und vermutet, dass unterschwellig die Vorstellung bestehe, mit Bionik unsere Umwelt „retten“ zu können. Was zurzeit mit Hilfe der Bionik machbar ist und wofür sie eingesetzt wird, soll die Ringvorlesung aufzeigen.

Dann wird zum Beispiel auch deutlich, warum Ameisenalgorithmen und Schwarmintelligenz für das autonome Fahren von Kraftfahrzeugen so wichtig sind und warum eine Solarzelle mit den Verbrauchern in der Küche kommuniziert, um die Energieeffizienz in Wohnhäusern zu optimieren. Warum kohlefaserverstärkter Kunststoff vielleicht der Anfang für neue hochfeste Materialien nach dem Beispiel der Natur ist oder mit einer „Technischen Photosynthese“ regenerative Treibstoffe für unsere Autos hergestellt werden können. Viele weitere Themen wie die mathematische Modellierung der Kinematik des menschlichen Arms oder selbstreinigende Oberflächen werden in den Vorlesungen behandelt.

Die Ringvorlesungen finden in diesem Semester noch bis zum 25. Juni immer Mittwochs in der Zeit von 15.45 bis 17.15 Uhr in Raum H 309 der Fachhochschule Südwestfalen, Frauenstuhlweg 31 in Iserlohn statt. In den nächsten Vorlesungen stehen die Themen Strukturbionik, Evolutionäre Optimierung, Sensorkinetik und Schwarmintelligenz auf dem Programm. Im Wintersemester wird die Reihe fortgesetzt mit dem Schwerpunkt Material und Oberflächen.

Die Teilnahme ist kostenlos. Weitere Informationen unter http://www-in.fh-swf.de/bionik. Für Rückfragen steht Prof. Ulrich Lehmann unter lehmann.ulrich@fh-swf.de zur Verfügung.