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Foto: Hinrichs  | FH SWF
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18.08.2014

Studierende bauten Leichtbau-E-Bike aus Vulkanfiber

Angewandte Produktentwicklung praktisch: In verschiedenen Projekten lernt das wieder entdeckte Recycling-Material laufen - oder besser: fahren.

Soest. Im Wahlpflichtfach „Angewandte Produktentwicklung“ von Prof. Dr. Christian Stumpf bauten Studierende binnen eines Semesters das dritte Fahrzeug aus dem klassischen Verbund-Material Vulkanfiber: Das E-Bike „HexaGo“ fährt elektrisch und die Studierenden stellten es jetzt persönlich beim Wettbewerb MATERIALICA Design + Technology Award 2014 in München vor.

Angefangen hat die Vulkanfiber-Baureihe mit einem pedal-getriebenen Vulkan-Chopper der im Sommersemester 2013 entstand. Von dem ungewöhnlichen Verbund-Material und der innovativen Lösung inspiriert, konstruierte und baute der Maschinenbau-Student Murat Yaliniz einen Low-Cost-E-Scooter aus Vulkanfiber – als Abschlussarbeit. 

Vulkanfiber besteht aus Zellstoff und Baumwolle und ist bereits seit über 150 Jahren bekannt. „Damit ist das klassische Verbundmaterial eigentlich hochmodern, weil es aus nachwachsenden Rohstoffen besteht“, sagt Betreuer Prof. Dr. Christian Stumpf vom Fachbereich Maschinenbau-Automatisierungs­technik. "Allen Fahrzeugen gemein ist die Fragestellung, wie man ein Zweirad aus einem Plattenmaterial realisieren kann", erläuterte der Hochschullehrer.

Vulkanfiber auf Rädern: Drittes Gefährt mit erschwerten Bedingungen

Erschwerte Bedingungen hatte die gut 70-köpfige studentische Arbeitsgruppe, weil dieses Mal auch die Vorderradgabel aus Vulkanfiber bestehen sollte. Die Studierenden entwickelten eigens eine Vorrichtung mit der sie die Rohre wickelten. Antrieb, Räder und Lenker durften als Zukaufteile gewählt werden.

Auch leichter sollte das Gefährt werden. Bei den ersten beiden Zweirädern war die Rahmenfestigkeit durch massiv verleimte Platten erreicht worden. Beim  HexaGo besteht die Karosserie aus sternförmig gesteckten Fiberplatten. Weil in der Draufsicht der Konstruktion sechseckige Hohlräume entstanden, erhielt der E-Scooter den Namen HexaGo.

Beteiligt waren die drei Studiengänge Maschinenbau, Design- und Projektmanagement und Technische Redaktion und Projektmanagement. Zur Realisierung bildeten die Studierenden entsprechende Teams, die sich um Entwurf, Konstruktion und Fertigung kümmerten. Aber auch Ressorts wie Teilebeschaffung, technische Dokumentation und Öffentlichkeitsarbeit wurden ins Leben gerufen. Für die Realisierung konnten die Sparkasse Soest, Deutsche Bank Soest und Hornex als Sponsoren gewonnen werden.

„Mit unseren angehenden technischen Redakteuren streben wir nun an, für das HexaGo die Straßenzulassung zu bekommen“, blickt Stumpf in die Zukunft und hofft auch beim nächsten MATERIALICA Design + Technology Award mit einem Prototyp dabei zu sein.

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