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Julia Wulf
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10.10.2014

Von Kückelheim in die Welt

Geschäftsführerin der Firma KettenWulf Julia Wulf wünscht sich gut ausgebildete Sauerländer, die auch in die Welt wollen

Eslohe. Julia Wulf leitet in der vierten Generation als Geschäftsführerin mit ihren Brüdern Tobias und Ansgar gemeinsam mit Vater Günter die Firma KettenWulf in Eslohe-Kückelheim. 1925 von ihrem Urgroßvater gegründet, produziert das Unternehmen heute mit über 1200 Mitarbeitern Förderketten, Antriebsketten und Kettenräder. KettenWulf vertreibt seine Produkte an Standorten in Europa, Amerika und Asien und beschäftigt hierfür Ingenieure in der Forschung und Entwicklung, der Konstruktion, der Produktionsplanung, im Vertrieb und auch Wirtschaftsingenieure im Controlling. „Wir haben eigentlich überall Ingenieure, außer in der Finanzbuchhaltung und der Personalabteilung“, erklärt Wulf. Sie findet es wichtig, dass die Region über eine eigene Hochschule verfügt, die Ingenieure ausbildet. Ihrer Ansicht nach tragen sich viele Auszubildende mit dem Gedanken, zu studieren. In Meschede kann das Unternehmen mit ihnen in Kontakt bleiben. Entsprechend vergibt KettenWulf Werkstudentenverträge, Praktika aber auch Abschluss- und Projektarbeiten. „Dadurch haben wir immer aktuellen Bezug zur Wissenschaft, Kontakt zu Professoren und können zudem Personal rekrutieren“, so Wulf.

Die Fachhochschule Südwestfalen in Meschede kennt Julia Wulf aus eigener Erfahrung. Nach einem Wirtschaftsstudium in Paderborn hat sie hier bis 2004 zusätzlich den Studiengang „European Studies in Technology and Business“ absolviert. Zu dieser Zeit hat sie bereits im Unternehmen gearbeitet. „Wenn ich morgens in der Hochschule war, habe ich einfach abends länger gearbeitet“, erklärt die Unternehmerin. Zum Studium in Meschede riet ihr unter anderem ihr Vater Günter Wulf. Auch er hat in Meschede studiert, zu seiner Zeit allerdings noch an der Staatlichen Ingenieurschule.

Und was würde sie sich von der Fachhochschule heute wünschen? KettenWulf setzt auf heimische Mitarbeiter, benötigt aber auch kontinuierlich Angestellte, die die Niederlassungen im Ausland besetzen. Aktuell geht eine junge Wirtschaftsingenieurin für zwei Jahre in ein Vertriebsbüro in den USA, derzeit sind zwei Absolventen der Fachhochschule in Meschede in China tätig. Alle kommen aber nach einer gewissen Zeit gerne zurück. „Insofern wünsche mir gut ausgebildete Sauerländer, die auch mal in die Welt wollen“.