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 v.l.n.r. Präsident Prof. Dr. Claus Schuster, Andreas Senge, Sebastian Loos, Dipl.-Ing. Dirk Budde
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30.10.2014

Budde-Preis für herausragende Abschlussarbeiten verliehen

Sebastian Loos und Andreas Senge wurden in Iserlohn ausgezeichnet

Iserlohn. Sebastian Loos und Andreas Senge sind die diesjährigen Preisträger des „Budde-Preises“. Dipl.-Ing. Dirk Budde zeichnete an der Fachhochschule Südwestfalen in Iserlohn persönlich die beiden Absolventen aus. Die Jungakademiker erhielten für ihre Bachelor- bzw. Masterabschlussarbeit jeweils ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro.

„Mit der Verleihung des „Buddes-Preises“, möchten wir Sie als Preisträger fördern und vielleicht ist das Preisgeld auch eine Initialzündung für eine Selbständigkeit“ regte Budde bei der Verleihung der Urkunden an. Gleichzeitig warnte er davor, sich nicht von „Super-Garagengeschichten aus den USA“ blenden zu lassen: „Die vielen Existenzgründer, die gescheitert sind, sind den Medien keine Meldung wert. Vergessen Sie einfach das Rechnen nicht. Wenn Sie das berücksichtigen, werden Sie Erfolg haben“, sprach Budde als erfolgreicher Existenzgründer aus Erfahrung. 

Der "Budde-Preis" wird einmal im Jahr an Absolventinnen und Absolventen der Fachhochschule Südwestfalen vergeben, die sich bei ihrer ingenieurwissenschaftlichen Studienabschlussarbeit durch hervorragende Leistungen ausgezeichnet haben. Die Abschlussarbeit soll sich durch außergewöhnlich innovative Ideen auszeichnen und ein hohes Maß an Kreativität erkennen lassen. Die Abschlussarbeiten werden durch eine Jury bewertet.

„Luminent Glasses for LED Applications and High Efficiency Solar Cells“, lautet der Titel der preiswürdigen Masterarbeit von Sebastian Loos. Ziel seiner Arbeit war es, die Effizienz einer Solarzelle mithilfe von leuchtenden Gläsern zu steigern. Handelsübliche Solarzellen nutzen lediglich etwa 20 Prozent des Sonnenlichts für die Stromerzeugung. Dabei bleibt Licht aus dem ultravioletten Bereich meist ungenutzt. Die Gläser werden hierfür mit speziellen Elementen aus der Gruppe der Seltenen Erden „aktiviert“. Diese können Licht aus dem ultravioletten und blauen Spektralbereich absorbieren und in sichtbares - für die Solarzelle nutzbares - Licht umwandeln. Der 28-Jährige absolvierte den englischsprachigen Studiengang „Systems Engineering and Engineering Management“ am Standort Soest. Betreut wurde die Arbeit von Prof. Dr. Stefan Schweizer.

Der 24-jährige Bachelorabsolvent des Studiengangs „Maschinenbau“ am Standort Meschede, Andreas Senge, schrieb seine Abschlussarbeit in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen ABB in Brilon zur Eigenfrequenzanalyse bei Transformatoren. Spätestens seit Fukushima ist jedem bewusst, wie wichtig es ist, Kraftwerke im Notfall sicher herunterzufahren. Hierbei spielen Transformatoren eine große Rolle, welche unter strengsten Sicherheitsauflagen eingesetzt werden. Um ein sicheres Herunterfahren garantieren zu können, ist es wichtig, die Eigenfrequenzen und das Schwingungsverhalten der Trafos genauestens zu kennen. Hierzu führte Andreas Senge in seiner Abschlussarbeit mathematische Simulationen durch. Die Alternative sind sehr teure Rütteltests, die nun Dank seiner Berechnungen vermieden werden können. Betreuer der Bachelorarbeit von Andreas Senge war Prof. Dr. Hubert Willi Klein.

Budde-Stiftung

Dipl.-Ing. Dirk Budde hat nach dem erfolgreichen Abschluss des Maschinenbaustudiums an der Staatlichen Ingenieurschule für Maschinenwesen in Hagen - einer Vorgängereinrichtung der Fachhochschule Südwestfalen - im Jahre 1984 die Firma ALMATEC Maschinenbau GmbH gegründet und diese gemeinsam mit seiner Frau Ursula Budde zu einem erfolgreichen Unternehmen entwickelt.

Zum Dank für die gute Ausbildung, die ein Grundstein des Erfolges ist, und zum Zwecke der Motivation junger Studierender hat die Familie Budde die Budde-Stiftung eingerichtet. Stiftungszwecke sind die Förderung von Wissenschaft und Forschung sowie die Förderung der Berufsbildung.