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((BU)) Prof. Dr. Thorsten Frank (li) entwickelt mit den Studierenden praxisnahe Lösungen.
((BU)) Prof. Dr. Thorsten Frank (li) entwickelt mit den Studierenden praxisnahe Lösungen.(Download )
((BU)) Katrin Frambach hat mit „TUM“ ein auf ihren Bedarf zugeschnittenes Studienangebot gefunden.
((BU)) Katrin Frambach hat mit „TUM“ ein auf ihren Bedarf zugeschnittenes Studienangebot gefunden.(Download )
04.11.2014

Neuer Studiengang trifft den Nerv der Zeit

„TUM“ zieht Studierende aus ganz Deutschland an die FH Südwestfalen

Soest. An einem Freitag von Nürnberg nach Soest zu fahren, das bedeutet viele Stunden im Auto zu sitzen. Warum Andreas Grötsch die mehr als 400 Kilometer lange Reise fast jedes Wochenende auf sich nimmt? Weil er an der Fachhochschule Südwestfalen seinen Master of Engineering machen kann, ohne dabei eine Auszeit im Beruf nehmen zu müssen. „Technik und Unternehmensmanagement“ (TUM) heißt das neue berufsbegleitende Studienangebot am Standort Soest, das jetzt mit 19 Erstsemestern erfolgreich gestartet ist.

„Mir hat die Fächerzusammensetzung hier einfach am besten gefallen“, begründet der Bachelor-Absolvent, warum er das ihm bis dahin unbekannte Soest anderen Studienorten wie Berlin oder Schmalkalden vorgezogen hat. Produktionstechnik, Projektmanagement, Fahrzeugkonzeption und Schlüsselqualifikationen, all das seien Themen, die er im Job direkt in der Praxis anwenden könne. Parallel zur Ausbildung als Industriemechaniker Maschinenbau an der Technischen Hochschule Nürnberg hat Grötsch Maschinenbau studiert und bringt bereits drei Jahre Berufserfahrung mit. „Keiner möchte seine jetzige Position im Unternehmen aufgeben“, begrüßt er die Möglichkeit, den Master in vier Semestern jetzt „off the Job“ zu machen.

Ziel des neuen Studienganges am Fachbereich Maschinenbau- Automatisierungstechnik ist es, Ingenieure/innen und Studierende zu Führungskräften im Mittelstand auszubilden. Inhaltlich geht es dabei um fachübergreifende technische und ergänzende betriebswirtschaftliche Themen. Die Absolventen sind damit viel technischer orientiert als Wirtschaftsingenieure.

„Ich will nach dem Bachelor noch den Master machen, aber berufsbegleitend, auf keinen Fall!“, stand für Lucas Wehmschulte eigentlich fest. Das Konzept des neuen Studiengangs TUM hat ihn aber vom Gegenteil überzeugt: „Die Inhalte passen genau zu meinen Tätigkeiten im Unternehmen.“ Ganz ähnlich sieht es Katrin Frambach: „Die Doppelbelastung von Studium und Beruf hatte ich mir schlimmer vorgestellt. Ich habe ein flexibles Arbeitszeitmodell und kann meine Lern- und Studienabschnitte somit gut planen“, so die 24-Jährige. Ihre Erwartungen an das Konzept des neuen Angebots wurden voll erfüllt: „Ich glaube, dass man im Verbund anders lernt. Ich möchte nicht nur Theorie lernen, sondern das Erlernte direkt in der Praxis umsetzen.“ Im Vergleich zu eher breit gefächerten, konventionellen wirtschaftswissenschaftlichen Studiengängen, sei „TUM“ genau auf ihren Bedarf zugeschnitten.

Das Konzept stößt auch bei den kooperierenden Firmen auf positive Resonanz. Fast alle Studierenden werden von ihren Unternehmen im Master-Studium unterstützt. Sei es bei Bildungsurlaub oder über einen Zuschuss zu den Semestergebühren. „Viele Unternehmen haben erkannt, dass Führungskräfte im Maschinenbau künftig stärker von den Produkten und Prozessen kommen müssen. Die operative Unternehmensführung über Zahlen ist nach wie vor auch wichtig. Aber viel mehr müssen Prozesse in der Produktionskette optimiert werden, um Produktivität und Qualität zu steigern“, so Studiengangleiter Prof. Dr. Thorsten Frank. Frank liefert eine Menge praktischer Beispiele aus der Wirtschaft und entwickelt mit den Studierenden Lösungen zu Themen wie Nachhaltigkeit, Unternehmenskultur oder der persönlichen Einstellung von Mitarbeitern. Der Praxisbezug spielt in der Lehre eine große Rolle. So testen die Studierenden das erworbene Wissen etwa bei der Neugestaltung ganzer Produktionslinien oder bei der Gründung imaginärer Start-up Unternehmen.

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